20 Nov

Eigentlich habe ich mich entschlossen, mich nicht mehr zu Corona zu äußern. Das Thema ist dermaßen präsent, dass es mir schon beim Anblick der Nachrichten den Blutdruck in die Höhe treibt. Tägliche unnötige Pressekonferenzen, einen Blick in andere Länder, das Bejubeln jener „Demokratien“, die doch so gut durch die Pandemie kommen – und dann sind die Nachrichten auch schon wieder aus. Nein danke, brauch ich nicht.
Doch leider ist Corona nicht nur ein medizinisches Thema. Es ist auch ein zutiefst gesellschaftspolitisches geworden. Und eines, hinter dem sich viel verstecken lässt. Denn an einem komme ich leider nicht vorbei. Und das ist das tägliche Anschwärzen, Beschimpfen, Beschuldigen, Heruntermachen der Bevölkerung.

10 Nov

Es war von vorneherein ein schlechtes Verhältnis. Das Gros der Medien konnte nicht nachvollziehen, dass das jetzt echt passiert war. Man schien sich sogar zu schämen. Dass die Landsleute wirklich so sind, wie sie sind. Korrespondenten schlugen nicht nur die Hände über dem Kopf zusammen. Sondern konnten auch eine gewisse Häme nicht mehr verbergen. Es war geschehen, was eigentlich nicht hätte passieren dürfen: Donald Trump hatte das Rennen um die Präsidentschaft gewonnen. Der Mann, der in der Öffentlichkeit auftritt, als wäre er noch immer in seiner Serie Hire and Fire. Der seine Präsidentschaft genauso anlegte: Mit Bauchgefühl und großer Schnauze.

28 Okt

Es ist erstaunlich, was ein paar Monate anrichten können. Zuerst musste Ibiza verdaut, dann mit einer „Beamtenregierung“ Ruhe und Zuversicht dem Lande zurückgegeben werden. Schließlich trat eine Regierung in neuer Farbenmixtur an. Sicherlich ging diese Manche gegen den Strich, andere zeigten sich skeptisch, dass dieses Projekt mehr als einen Monat überstehen könnte. Doch im Großen und Ganzen deutete sich eine gewisse Rückkehr zur Normalität an. Keine brachiale Sprache mehr, keine rassistischen Ausfälle, so zumindest die Hoffnung.
Doch dann kam – eh schon wissen. Was dann passierte: Angst, Panik und vor allem: ein sehr monothematisches Jahr. Dahinter allerdings setzten sich Dinge in Gang, drehten sich Rädchen – man möchte fast sagen – zurück, und plötzlich stehen Themen an der Tagesordnung, über die man vor einem Jahr noch den Kopf geschüttelt hätte.

02 Okt

Das Virus wird uns noch längere Zeit begleiten. Ob die Impfung sobald kommt, wie gut sie wirkt und wie schnell sie verteilt werden kann, steht noch in den Sternen. Klar ist allerdings, der Winter steht bevor. Die Zeit, wo man sich alle möglichen Viren einfängt. Bisher hat das auch niemand gestört. Doch seit Corona ist alles anders. Man wagt ja schon nicht mehr zu Husten. Und wenn man es tut, wartet man auf den nächsten Passanten, der einen anbellt. Man braucht nicht lange zu warten.

07 Sep

Kaum war die Hauptreisezeit vorbei, wurde wieder Angst getrommelt. Unter den heftigsten Trommlern befanden sich leider die Medien. Und trieben wohl zu einem guten Teil die Politik vor sich her. So kam es wohl auch zum unsinnigen Maskenbeschluss, ein Politplacebo, dass sich Sebastian Kurz nicht nehmen ließ, selbst zu verkünden.
Dabei wäre es viel wichtiger, statt falsche Zahlen zu verkünden, den Politikern auf die Finger zu schauen und Transparenz einzufordern. Denn noch immer ist unklar, wie Entscheidungen zustande kommen und begründet werden, die das Leben und die Freiheit des Einzelnen höchst tangieren. Letztes Beispiel: Die Corona-Ampel. Inzwischen werden schlampige Verordnungen und Gesetze auf den Weg gebracht, die von den Medien erst viel zu spät thematisiert werden.

16 Aug

Dieser Sommer war speziell. Nicht nur, weil ausnahmsweise Champions-League oder Europa-League ausgetragen wurden. Oder weil es diesmal erheblich schwieriger war als in den vergangenen Jahren, einen freien Parkplatz zu finden. Nein, auch im TV wurde speziell gefeiert. Der Tatort wurde 50.

08 Jul

Es geht wieder um: Das Gespenst des Coronavirus. Schulschließungen und Maskenpflicht in Oberösterreich, Reisewarnungen für den Westbalkan, Rumänien und Bulgarien. Dazu: Aus den fast täglichen Pressekonferenzen des Gesundheitsministers ist zu entnehmen, dass man sich auf den Herbst vorbereiten wolle. In dem Grippe und Corona aufeinandertreffen. Und dann wurden auch noch die polizeilichen Befugnisse übertreten. Entschuldigung, natürlich ausgeweitet. In Zukunft dürfen sich also Kranke oder jene, die im Verdacht stehen, krank zu sein, als Verbrecher fühlen.
Abgesehen davon, dass das für eine zivilisierte Demokratie völlig unwürdig ist, schürt es auch wieder die Panik. Das trifft vor allem eine Branche: Die Eventmarketer.

19 Jun

Marken müssen mit der Zeit gehen. Und ihr Image den jeweiligen Trendthemen anpassen. Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Verbrauch, Diskriminierung – Marken müssen einen Standpunkt einnehmen. In der Kommunikation nach außen. Im Marketing. In der Werbung. Dass da oft eine Diskrepanz mit der Realität herrscht, macht im Bereich des Umweltschutzes der Begriff Greenwashing deutlich. Man wirbt mit etwas, dass sich gut anhört, aber in der Realität keine Entlastung für die Umwelt darstellt. Oft im Gegenteil. Zumal Produktionsprozess und Entsorgung im Marketing vernachlässigt wurde, um es freundlich auszudrücken.