21 Apr

Sicherlich erinnern Sie sich noch: Einer der beständigsten Vorwürfe gegen Kritiker der Corona-Maßnahmen ist jene, dass sie der Theorie anhängen, Bill Gates wolle der Welt mit seiner Impfung einen Chip einpflanzen. Und tatsächlich gib es eine kleine aber beharrliche Gemeinde, die dieser Theorie anhängt. Was für die These spricht: Gates würde Geld mit etwas machen, was andere schon längst erfunden haben. Was allerdings klar dagegen spricht: Die Theorie würde voraussetzen, dass man Menschen Chips nur heimlich und ohne deren Wissen einpflanzen kann. Und das ist längst wiederlegt.

24 Mär

Ein Jahr ist die Krise nun alt. Seit damals dröhnt Tag für Tag Corona aus allen Medien. Wissenschaftliche Erkenntnisse, medizinische Statements und die Talk Show-Stars werden durch den journalistischen Fleischwolf gedreht. Politiker bedrängt und angefahren, warum sie nicht den Lockdown verhängen.
Alles in Allem hat das letzte Jahr nicht nur gezeigt, dass auch neue Viren auftreten können. Sondern es hat vor allem gezeigt, wie schnell wir Grund- und Freiheitsrechte über Bord werfen. Bejubelt und gefordert von Journalisten, die sich selbst als liberal, demokratisch oder gar links bezeichnen.

12 Feb

Aufregung in der Fachpresse. Wenn der ORF Player endlich fertig ist, will General Alexander Wrabetz dafür auch GIS-Geld. Ein in der Tat teuflisches Unterfangen. Denn wie bei allem lautet die Frage: Wo hört das auf, wo ist die Grenze?
In der Regel muss man davon ausgehen, dass ein ORF-General bekommt, was er will. Auch wenn Wrabetz in einer politisch heiklen Situation die Wiederwahl anstrebt, könnte sie ihm locker gelingen, wenn er vor den Türkisen tief genug in die Knie geht. Derzeit deutet sich kein Gegenkandidat an, und – Wrabetz ist gut kalkulier- und lenkbar. Was heißt das nun für die GIS? Muss man die jetzt auch für den Internetanschluss zahlen?

01 Feb

Der Stammtisch – ein Schlachtfeld. Gedopt mit alkoholischen Getränken werden hitzige Diskussionen geschlagen. Und des öfteren zieht es weitere Kreise. Die Nachbarn vom Nebentisch, der Wirt, die Besucher aus der Nachbarstadt – auch sie geben gerne ihre Stellungnahme ab. Manchmal wird es dann auch wirklich handgreiflich. Und der Abend wird mit dem einen oder anderen blauen Auge beendet.
Aber: Man hat diskutiert. Auf Augenhöhe. Man hat Erfahrungen ausgetauscht und mitgenommen. Und trotz des schlechten Rufes, der den Stammtisch begleitet hat – heute ist die Sehnsucht danach groß. Denn ob mit oder ohne Fäuste – die Diskussionskultur liegt darnieder. Es fehlen die Plätze, es fehlt die Atmosphäre, es fehlt die Freiheit, die eine solche Diskussion benötigt.

18 Jan

Im pragmatischen Sinn kommen ja Impfbefürworter sehr gut mit Impfgegnern klar: Ein Impfverweigerer = einer weniger auf der Warteliste. Doch jetzt scheint´s überraschend schwierig zu werden. Und zwar just weil die Zahl der Verweigerer abzunehmen scheint. Denn neuerdings beherrscht eher Impfneid als Impfskepsis die öffentliche Diskussion.

20 Dez

Es lässt sich alles Mögliche gegen diese Regierung sagen, aber die Kritik, sie habe keine Strategie gegen das Virus, ist substanzlos. Einfach weil es die Strategie in dieser Situation nicht gibt. Mit den bevorstehenden Impfungen wird die Lage übrigens auch nicht einfacher.

09 Dez

Das Jahr 2020 geht zu Ende. Allein dieser Satz wird Viele in Jubel ausbrechen lassen. Mit dem Jahreswechsel, so die Hoffnung, werde auch Corona ins Nichts geschossen. Und es wird wieder Platz für andere Themen. Den ORF, zum Beispiel. Anlässlich der letzten Stiftungsrats-Sitzung dieses Jahres brachte sich dessen Generaldirektor Alexander Wrabetz, der wohl noch gerne eine Periode dranhängen würde, in Stellung. Neues kam nicht über seine Lippen. Aber: Das Thema kam nach einem Jahr wieder einmal auf.

02 Dez

Die Regierung hatte eine neue Idee. Wie bekannt, wurde ein Rahmenvertrag für Kreativleistungen in der Höhe von 30 Mio. Euro ausgeschrieben. Und von Medialeistungen in der Höhe von 180 Mio. Euro. Für die nächsten vier Jahre. Macht also pro Jahr mehr als sieben Mio. Euro für die Kreativleistungen und rund 45 Mio. Euro für Medialeistungen. Ein sattes Auftragsvolumen. Doch warum plötzlich die Ausschreibung? Argumentiert wird damit, dass im Falle Corona keine so kurzfristige Ausschreibung möglich war und man daher zum Mittel der Notvergabe greifen musste. Später im Jahr wurde der Etat aber dann doch über Ausschreibungen verteilt. Warum man nun eine derart langfristige Bindung anstrebt, erklärt diese Argumentation nicht wirklich.

20 Nov

Eigentlich habe ich mich entschlossen, mich nicht mehr zu Corona zu äußern. Das Thema ist dermaßen präsent, dass es mir schon beim Anblick der Nachrichten den Blutdruck in die Höhe treibt. Tägliche unnötige Pressekonferenzen, einen Blick in andere Länder, das Bejubeln jener „Demokratien“, die doch so gut durch die Pandemie kommen – und dann sind die Nachrichten auch schon wieder aus. Nein danke, brauch ich nicht.
Doch leider ist Corona nicht nur ein medizinisches Thema. Es ist auch ein zutiefst gesellschaftspolitisches geworden. Und eines, hinter dem sich viel verstecken lässt. Denn an einem komme ich leider nicht vorbei. Und das ist das tägliche Anschwärzen, Beschimpfen, Beschuldigen, Heruntermachen der Bevölkerung.