Gerety Awards-Mitgründerin Lucia Ongay Gerety Awards-Mitgründerin Lucia Ongay The Gerety Awards
25 Mär
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Gerety Awards: Jury geht Online

Das Coronavirus hat auch den Prozess der zweiten Gerety Awards durcheinandergewirbelt.

Wie es dort jetzt weitergeht und welche Bedeutung die Gerety Awards für die Werbebranche haben, darüber gibt Mitgründerin Lucia Ongay Auskunft.

BranchenBlatt: Was sind die Gerety Awards genau?
Lucia Ongay: Gegründet im Jänner 2019 wurden die Gerety Awards nach Frances Gerety benannt. Sie ist die Texterin des Slogans A diamond is forever. Die Gerety Awards versammeln globales Talent, Mentoren und der Werbung nahe Stehende. Also jene, die den Standard der Zukunft definieren.

BB: Was unterscheidet Sie von anderen Award Shows?
Ongay: Die Gerety Awards vereinen zum ersten Mal eine Jury, die eines gemeinsam hat: Werbung aus weiblicher Sicht zu betrachten. Und zwar jede Art von Werbung. Nicht nur jene, die extra für die Zielgruppe Frau gemacht wird. Man darf nicht vergessen: 80 Prozent der Kaufentscheidungen werden von Frauen getroffen. Somit stellen die Siegerarbeiten auch eine Benchmark für die Marktrealitäten dar.

BB: Wann ist die neue Deadline für Einreichungen?
Ongay: Die wurde bis 17. April verlängert.

BB: Wie läuft der Jurierungsprozess ab?
Ongay: Der erfolgt zweistufig. Zuerst sind die Executive Jury Sessions in den jeweiligen Ländern und Kontinenten dran. Die erstellen die Shortlist. Über die brütet dann die Grand Jury, die letztendlich die Sieger kürt.
Wir haben uns nun darauf vorbereitet, den Jurierungsprozess online abzuhalten. Geplant wären ja die Jury Sessions im Juni in London, New York, Bangkok, Johannesburg, Melbourne, Madrid, Berlin, Buenos Aires, Helsinki und Istanbul. Im Rahmen dieser wird nicht nur die Shortlist erstellt, sondern auch Agentur und Produktionsgesellschaft des Jahres für das jeweilige Land gekürt.

BB: Das bedeutet Jurysessions in zehn Städten und das für einen Zeitraum von zwei Wochen. Wie wollen Sie das in Zeiten von Coronavirus anstellen?
Ongay: Indem wir dafür vorgesorgt haben, dass der ganze Jurierungsprozess auch online abgehalten werden kann. Dazu sind wir in Kontakt mit all unseren Juroren und beobachten die Situation genau. Wir sind der Meinung, dass der Wert der Gerety Awards zu bedeutend ist, um sie abzusagen. Hier geht es auch darum, den weiblichen Standpunkt und die Representation von Frauen in der Werbeindustrie zu stärken. Dann lieber Online-Voting.
Das beschert uns auch den Vorteil, dass wir die Zeit für die Jurysitzungen ausweiten können. Die Sieger werden dann schließlich am 19. Oktober gekürt.


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