Handel-Gehaltstabelle 2026 Österreich: KV Handel, Verkäufer, Filialleitung, Lehrlinge und Teilzeit

Stand: 24. Juni 2026. Die Handel-Gehaltstabelle 2026 gilt in Österreich seit 1. Jänner 2026. Für Angestellte im Handel reichen die kollektivvertraglichen Mindestgehälter je nach Beschäftigungsgruppe A bis H und Stufe von 2.090 Euro bis 6.022 Euro brutto pro Monat. Lehrlinge erhalten 2026 je nach Lehrjahr 1.026 bis 1.580 Euro. Wichtig: Die Tabelle zeigt Mindestgehälter, nicht automatisch das tatsächliche Netto oder eine faire Überzahlung.

KV Handel 2026: Was die Gehaltstabelle wirklich zeigt

Der Handel ist einer der größten Arbeitgeber in Österreich. Verkäufer:innen, Kassakräfte, Filialleiter:innen, Abteilungsleitungen, Büroangestellte, E-Commerce-Teams, Logistikangestellte, Buchhaltung, Marketing, Einkauf, Kundenservice und Lehrlinge können unter den Handels-KV fallen. Genau deshalb reicht die Frage „Was verdient man im Handel?“ nicht aus. Entscheidend sind immer die konkrete Tätigkeit, Beschäftigungsgruppe, Stufe, Berufsjahre, Wochenstunden und mögliche Überzahlungen.

Wer Gehälter über Branchen hinweg vergleichen möchte, sollte auch die GÖD-Gehaltstabelle im öffentlichen Dienst, das Lehrer-Gehalt in Österreich, das Elektrotechniker-Gehalt in Österreich und die Übersicht zu gut bezahlten Berufen ohne Studium kennen. So wird klarer, ob der Handel als Einstieg, langfristige Karriere, Führungsweg oder Übergang in digitale Handelsjobs attraktiv ist.

FrageKurze Antwort für 2026
Ab wann gilt die Handel-Gehaltstabelle 2026?Seit 1. Jänner 2026, österreichweit für Angestellte im Handel laut WKO-Gehaltstafeln.
Wie stark steigen die Mindestgehälter?Die KV-Mindestgehälter steigen 2026 um 2,55 Prozent und werden auf den nächsten vollen Euro aufgerundet.
Wie hoch ist das niedrigste Mindestgehalt?2.090 Euro brutto pro Monat in Beschäftigungsgruppe A, Stufe 1.
Wie hoch ist das höchste Tabellengehalt?6.022 Euro brutto pro Monat in Beschäftigungsgruppe H, Stufe 5.
Was verdienen Lehrlinge im Handel 2026?1.026 Euro im 1. Lehrjahr, 1.200 Euro im 2., 1.518 Euro im 3. und 1.580 Euro im 4. Lehrjahr.
Gilt die Tabelle auch für Teilzeit?Ja, aber anteilig. Die Tabellenwerte sind Monatswerte für Vollzeit und müssen auf die vereinbarten Wochenstunden umgerechnet werden.

Handel-Gehaltstabelle 2026: Beschäftigungsgruppen A bis D

Stufe / BerufsjahreABCD
Stufe 1 / 1. bis 3. Jahr2.090 Euro2.156 Euro2.251 Euro2.362 Euro
Stufe 2 / 4. bis 6. Jahr2.142 Euro2.221 Euro2.334 Euro2.509 Euro
Stufe 3 / 7. bis 9. Jahr2.193 Euro2.284 Euro2.452 Euro2.676 Euro
Stufe 4 / 10. bis 12. Jahr2.565 Euro2.843 Euro
Stufe 5 / ab 13. Jahr2.687 Euro3.011 Euro

Handel-Gehaltstabelle 2026: Beschäftigungsgruppen E bis H

Stufe / BerufsjahreEFGH
Stufe 1 / 1. bis 3. Jahr2.535 Euro2.879 Euro3.560 Euro4.380 Euro
Stufe 2 / 4. bis 6. Jahr2.760 Euro3.220 Euro3.936 Euro4.790 Euro
Stufe 3 / 7. bis 9. Jahr2.986 Euro3.560 Euro4.314 Euro5.203 Euro
Stufe 4 / 10. bis 12. Jahr3.214 Euro3.903 Euro4.690 Euro5.612 Euro
Stufe 5 / ab 13. Jahr3.437 Euro4.244 Euro5.065 Euro6.022 Euro

Lehrlingseinkommen im Handel 2026

LehrjahrLehrlingseinkommen pro Monat
1. Lehrjahr1.026 Euro
2. Lehrjahr1.200 Euro
3. Lehrjahr1.518 Euro
4. Lehrjahr1.580 Euro

Was Beschäftigungsgruppen A bis H bedeuten

Die Beschäftigungsgruppen A bis H sind der Kern der Handel-Gehaltstabelle. Sie ordnen Tätigkeiten nach Anforderungen, Verantwortung, Selbstständigkeit, Fachwissen und Führungsanteil. Eine Jobbezeichnung allein reicht nicht aus. Entscheidend ist, was jemand tatsächlich macht.

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Ein Beispiel: „Verkäufer:in“ kann sehr unterschiedlich aussehen. Wer einfache Verkaufs- oder Hilfstätigkeiten ausführt, kann anders einzustufen sein als jemand, der Kund:innen intensiv berät, Reklamationen eigenständig löst, Warenbereiche verantwortet, Lehrlinge einschult oder eine Abteilung mitkoordiniert. Genauso können Büro, Einkauf, Buchhaltung, E-Commerce, CRM, Warenwirtschaft, Filialleitung und Logistik im Handel völlig unterschiedliche Gehaltslogiken auslösen.

BereichWorauf es bei der Einstufung ankommt
Verkauf / KassaBeratungstiefe, Warenkenntnis, Kassatätigkeit, Reklamationen, Verantwortung für Flächen oder Sortimente.
FilialleitungPersonalführung, Dienstplanung, Umsatzverantwortung, Warensteuerung, Zielerreichung und Entscheidungsbefugnisse.
AbteilungsleitungFachverantwortung, Teamkoordination, Sortimentsverantwortung, Einschulung und organisatorische Aufgaben.
E-CommerceOnlineshop, Produktdaten, CRM, SEO, Performance, Kundenservice, Retourenlogik und Schnittstelle zur Filiale.
Büro / VerwaltungSachbearbeitung, Buchhaltung, Einkauf, Personalverrechnung, Controlling oder organisatorische Verantwortung.
Logistik / LagerWarenübernahme, Lagerorganisation, Bestandsführung, Schnittstellen zur Filiale und digitale Warenwirtschaft.

Verkäufer-Gehalt 2026: Warum die einfache Zahl oft täuscht

Viele suchen nach „Verkäufer Gehalt Österreich 2026“. Die Tabelle zeigt dafür eine Untergrenze, aber keine vollständige Realität. Verkäufer:innen im Lebensmittelhandel, Modehandel, Technikhandel, Möbelhandel, Drogeriemarkt, Baumarkt, Sporthandel, Buchhandel oder Onlinehandel haben nicht automatisch dieselben Anforderungen. Auch Filialgröße, Kundendichte, Öffnungszeiten, Warenwert, Fachberatung und Verantwortung für Bestände oder Lehrlinge spielen eine Rolle.

Wer im Handel arbeitet, sollte daher nicht nur fragen: „Was steht in der Tabelle?“, sondern auch: „Passt meine Beschäftigungsgruppe zu meinen tatsächlichen Aufgaben?“ Genau hier entstehen viele Unklarheiten. Besonders wenn Mitarbeitende mit der Zeit mehr Verantwortung übernehmen, aber die Einstufung nicht mitwächst, kann die Tabelle zwar formal bekannt sein, aber praktisch falsch angewendet werden.

Filialleitung, Marktleitung und Abteilungsleitung: Verantwortung muss sichtbar sein

Führungspositionen im Handel sind oft anspruchsvoller, als sie von außen wirken. Filialleiter:innen und Marktleiter:innen koordinieren Teams, Dienstpläne, Warenverfügbarkeit, Kennzahlen, Kundenzufriedenheit, Reklamationen, Aktionsflächen, Inventur, Einschulungen und häufig auch Teile der Personalorganisation. Je größer Standort, Team und Umsatzverantwortung, desto wichtiger ist eine saubere Einstufung.

Wer eine Filiale führt, sollte im Dienstvertrag und in der Tätigkeitsbeschreibung klar erkennen können, welche Aufgaben zur Rolle gehören. Begriffe wie „Teamverantwortung“, „Schlüsselverantwortung“, „Stellvertretung“, „Dienstplanung“ oder „Umsatzverantwortung“ sollten nicht nur im Alltag gelebt, sondern auch bei der Gehaltseinordnung berücksichtigt werden.

Teilzeit im Handel: Das Monatsbrutto richtig verstehen

Die Tabellenwerte sind Monatswerte für Vollzeit. Im Handel ist Teilzeit besonders wichtig, weil viele Beschäftigte nicht 38,5 oder 40 Stunden pro Woche arbeiten. Wer etwa 20, 25 oder 30 Wochenstunden vereinbart hat, erhält grundsätzlich ein anteiliges Entgelt. Dadurch wirken KV-Werte in Tabellen oft höher, als der tatsächliche Monatsbetrag am Konto ist.

Ein einfacher Praxischeck hilft: Tabellenwert nehmen, durch die kollektivvertragliche Vollzeit-Wochenarbeitszeit teilen und mit den eigenen Wochenstunden multiplizieren. Zusätzlich sind Sonderzahlungen, Zuschläge, Mehrstunden, Überstunden, Prämien und All-in- oder Pauschalvereinbarungen getrennt zu betrachten. Wer regelmäßig mehr arbeitet, sollte dokumentieren, ob es sich um vereinbarte Mehrarbeit, Mehrstunden, Überstunden oder eine dauerhafte faktische Ausweitung der Arbeit handelt.

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Überzahlung: Was 2026 wichtig bleibt

Der KV-Abschluss 2026 sieht vor, dass bestehende Überzahlungen in euromäßiger Höhe aufrechterhalten bleiben. Das ist für Beschäftigte wichtig, die bereits über dem kollektivvertraglichen Mindestgehalt verdienen. Eine Überzahlung ist aber nicht automatisch dauerhaft gleich viel wert, wenn sich Mindestgehälter erhöhen und das tatsächliche Ist-Gehalt nur knapp darüber liegt.

Für Bewerber:innen ist deshalb die Formulierung „KV-Mindestgehalt mit Bereitschaft zur Überzahlung“ zu wenig konkret. Besser ist eine nachvollziehbare Spanne: Welche Beschäftigungsgruppe? Welche Wochenstunden? Welche Erfahrung? Welche Verantwortung? Welche Prämien? Welche Entwicklungsmöglichkeiten? Je klarer ein Inserat diese Punkte beantwortet, desto besser können Bewerber:innen einschätzen, ob sich eine Bewerbung lohnt.

Welche Branchen direkt profitieren

Direkt betroffen sind Lebensmittelhandel, Drogerien, Modehandel, Möbelhandel, Baumärkte, Sporthandel, Technikhandel, Buchhandel, Apotheken-nahe Handelsbereiche, Großhandel, Kfz-Handel, Fachhandel und Onlinehandel. Für diese Betriebe ist die Gehaltstabelle nicht nur eine Lohnuntergrenze, sondern auch Grundlage für Stelleninserate, Budgetplanung, Personalentwicklung und Wettbewerb um Arbeitskräfte.

Auch Lehrbetriebe profitieren von klaren Informationen, weil das Lehrlingseinkommen 2026 häufig gesucht wird. Wer Jugendliche für eine Lehre im Einzelhandel gewinnen möchte, muss nicht nur das Einkommen nennen, sondern auch Ausbildung, Tätigkeiten, Entwicklungschancen und mögliche Karrierewege erklären.

Welche Branchen indirekt profitieren

Indirekt profitieren HR-Dienstleister, Steuerberatung, Lohnverrechnung, Arbeitsrechtsberatung, Personalsoftware, Dienstplan-Tools, E-Commerce-Agenturen, Warenwirtschaftsanbieter, Kassensysteme, Logistikdienstleister und Bildungsanbieter. Sobald Personalkosten steigen und Arbeitskräfte knapp bleiben, wird die Organisation im Handel wichtiger: bessere Dienstplanung, digitale Warenflüsse, klarere Rollen, Weiterbildung und effizientere Prozesse.

Das betrifft auch angrenzende Berufsfelder. Wer im Handel digitale Erfahrung sammelt, kann später in E-Commerce, Online-Marketing, Warenwirtschaft, Logistik, CRM oder IT-nahe Rollen wechseln. Damit entsteht eine Schnittstelle zu Gehaltsvergleichen wie dem Softwareentwickler-Gehalt in Österreich oder technischen Berufsbildern.

Wer benachteiligt sein kann

Benachteiligt sind vor allem Beschäftigte, deren tatsächliche Aufgaben nicht zur Einstufung passen. Das kann passieren, wenn jemand offiziell einfache Verkaufstätigkeiten ausübt, in der Praxis aber Reklamationen, Einschulung, Warenverantwortung, Abteilungskoordination oder Vertretung der Filialleitung übernimmt. Auch Teilzeitkräfte können schlechter vergleichen, wenn nur Vollzeitwerte genannt werden.

Unter Druck stehen außerdem kleine Handelsbetriebe, die bei Gehalt, Benefits, Dienstplanstabilität und Aufstiegschancen nicht immer mit großen Ketten mithalten können. Sie müssen andere Stärken sichtbar machen: gutes Team, regionale Nähe, Spezialisierung, Stammkundschaft, Flexibilität und echte Verantwortung.

Was Beschäftigte im Handel jetzt prüfen sollten

  • Beschäftigungsgruppe: A bis H prüfen und mit der tatsächlichen Tätigkeit vergleichen.
  • Stufe: Berufsjahre und anrechenbare Zeiten kontrollieren.
  • Wochenstunden: Vollzeitwert auf Teilzeit korrekt umrechnen.
  • Überzahlung: Klären, ob und in welcher Höhe das Ist-Gehalt über dem KV liegt.
  • Aufgabenprofil: Verkauf, Kassa, Lager, Reklamation, Fachberatung, E-Commerce und Führung getrennt betrachten.
  • Lehrlingseinkommen: Lehrjahr und korrekten Betrag kontrollieren.
  • Zuschläge: Mehrstunden, Überstunden, Abend-, Wochenend- oder besondere Arbeitszeiten nicht mit dem Grundgehalt vermischen.
  • Entwicklung: Bei mehr Verantwortung aktiv über neue Einstufung oder Überzahlung sprechen.
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Was Arbeitgeber im Handel besser machen sollten

  • Stelleninserate klarer formulieren: Beschäftigungsgruppe, Mindestgehalt, Wochenstunden und realistische Überzahlung nennen.
  • Tätigkeiten sauber trennen: Verkauf, Fachberatung, Kassa, Lager, Büro, Onlinehandel und Führung nicht vermischen.
  • Teilzeit transparent darstellen: Nicht nur Vollzeitwerte nennen, sondern das tatsächliche Monatsbrutto für die ausgeschriebene Stundenanzahl.
  • Führung fair abbilden: Filialleitung, Stellvertretung und Abteilungsleitung brauchen klare Verantwortung und passende Einstufung.
  • Karrierewege zeigen: Lehrling, Verkäufer:in, Fachberatung, Abteilungsleitung, Filialleitung, Einkauf, Zentrale und E-Commerce als Entwicklungspfad erklären.
  • Digitale Rollen ernst nehmen: Onlineshop, CRM, Produktdaten, SEO, Warenwirtschaft und Retourenmanagement sind im modernen Handel keine Nebentätigkeiten mehr.

Stimmen und Einordnung

  • Mario Ferrari: Der GPA-Chefverhandler bezeichnete den KV-Abschluss 2026 als Kompromiss angesichts der wirtschaftlichen Lage und betonte die dauerhaft wirksame Gehaltserhöhung ohne Einmalzahlung. (GPA, 24. November 2025)
  • Rainer Will: Der Handelsverband-Geschäftsführer ordnete den Einzelhandel im ersten Quartal 2026 als stabil ein und verwies auf ein erstmals seit drei Jahren wieder leichtes Beschäftigungsplus. (Handelsverband/WIFO-Konjunkturreport, 7. Mai 2026)
  • Korinna Schumann: Die Arbeitsministerin bezeichnete den Handel im Jahrbuch Handel als wichtigen Jobmotor und verwies auf die große volkswirtschaftliche Bedeutung der Branche. (Handelsverband Jahrbuch Handel 2026, veröffentlicht 2025)

Quellen und weiterführende Informationen

  • Wirtschaftskammer Österreich – Gehaltstafeln für Angestellte im Handel 2026: Die WKO veröffentlicht die österreichweit gültige Gehaltstabelle ab 1. Jänner 2026 inklusive Beschäftigungsgruppen, Stufen, Lehrlingseinkommen und Erhöhungsbeträgen. WKO-Gehaltstafeln für Angestellte im Handel 2026
  • Gewerkschaft GPA – KV Handel 2026: Die GPA ordnet den Kollektivvertragsabschluss 2026 mit 2,55 Prozent Erhöhung, Überzahlungen und arbeitszeitbezogenen Verbesserungen aus Arbeitnehmer:innen-Sicht ein. GPA zum KV Handel 2026
  • Handelsverband – Jahrbuch Handel 2026: Das Jahrbuch liefert Strukturzahlen zur Handelsbranche, darunter Unternehmen, Beschäftigte, Umsatz, Frauenanteil, Teilzeitquote und Lehrlinge. Jahrbuch Handel des Handelsverbands
  • Statistik Austria – Teilzeitarbeit und Teilzeitquote: Die Statistik zeigt aktuelle Teilzeitdaten nach Geschlecht und hilft, die hohe Bedeutung von Teilzeit bei Gehaltsvergleichen besser einzuordnen. Statistik Austria zur Teilzeitarbeit
  • Oesterreich.gv.at – Arbeitszeit und neue Arbeitsstelle: Die Bundesplattform erklärt grundlegende Regeln zu Arbeitszeit, Normalarbeitszeit und Dienstverhältnis in Österreich. Informationen zu Arbeitszeit und Arbeitsstelle
  • AMS Berufslexikon – Einzelhandelskaufmann / Einzelhandelskauffrau: Das Berufslexikon beschreibt typische Tätigkeiten im Einzelhandel und ist hilfreich, um Verkauf, Beratung, Warenwirtschaft und Büroarbeiten besser einzuordnen. AMS Berufslexikon zum Einzelhandel

Häufige Fragen zur Handel-Gehaltstabelle 2026 in Österreich

Wie viel verdient man im Handel 2026 in Österreich?

Die KV-Mindestgehälter für Angestellte im Handel reichen ab 1. Jänner 2026 je nach Beschäftigungsgruppe und Stufe von 2.090 Euro bis 6.022 Euro brutto pro Monat. Das tatsächliche Gehalt kann durch Überzahlung, Teilzeit, Zulagen oder Prämien abweichen.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt im Handel 2026?

Das niedrigste Mindestgehalt beträgt 2026 in Beschäftigungsgruppe A, Stufe 1, 2.090 Euro brutto pro Monat. Viele Tätigkeiten können aber höher einzustufen sein, wenn Fachwissen, Beratung, Verantwortung oder organisatorische Aufgaben dazukommen.

Was verdient ein Lehrling im Handel 2026?

Das Lehrlingseinkommen beträgt 2026 im 1. Lehrjahr 1.026 Euro, im 2. Lehrjahr 1.200 Euro, im 3. Lehrjahr 1.518 Euro und im 4. Lehrjahr 1.580 Euro pro Monat.

Was bedeuten die Beschäftigungsgruppen A bis H?

Die Beschäftigungsgruppen A bis H ordnen Tätigkeiten im Handel nach Anforderungen, Fachwissen, Selbstständigkeit, Verantwortung und Führungsanteil. Entscheidend ist die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit, nicht nur die Jobbezeichnung.

Gilt die Handel-Gehaltstabelle auch für Teilzeit?

Ja. Die Tabellenwerte sind Monatswerte für Vollzeit. Bei Teilzeit wird das Entgelt grundsätzlich anteilig nach den vereinbarten Wochenstunden berechnet.

Verdienen Verkäufer:innen im Handel immer gleich viel?

Nein. Verkäufer:innen können je nach Beratungstiefe, Warenkenntnis, Kassatätigkeit, Reklamationsbearbeitung, Verantwortung, Branche, Berufsjahren und Einstufung unterschiedlich verdienen.

Wann ist eine höhere Einstufung im Handel möglich?

Eine höhere Einstufung kann relevant sein, wenn die tatsächliche Tätigkeit mehr Fachwissen, Selbstständigkeit, Verantwortung, Führung, Abteilungskoordination, E-Commerce-Aufgaben oder organisatorische Entscheidungen umfasst.

Kann der Arbeitgeber mehr als den Handels-KV zahlen?

Ja. Die Handel-Gehaltstabelle zeigt kollektivvertragliche Mindestgehälter. Überzahlungen sind möglich und können je nach Erfahrung, Verantwortung, Region, Arbeitsmarkt, Filialgröße und Qualifikation vereinbart werden.

Was sollten Bewerber:innen im Handel immer fragen?

Bewerber:innen sollten nach Beschäftigungsgruppe, Stufe, Wochenstunden, tatsächlichem Monatsbrutto, Überzahlung, Prämien, Arbeitszeiten, Entwicklungsmöglichkeiten und konkreten Aufgaben fragen.

Ist der Handels-KV auch für E-Commerce-Jobs wichtig?

Ja, wenn der Job in einem Handelsbetrieb angesiedelt ist und unter den entsprechenden Kollektivvertrag fällt. E-Commerce, CRM, Produktdaten, Kundenservice, Warenwirtschaft und Online-Marketing können im modernen Handel wichtige Rollen sein.

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