Arzt werden: MedAT, Ausbildung & Facharzt

Arzt werden in Österreich ( KI, Symbolbild)
Arzt werden in Österreich ( KI, Symbolbild)

Aktualitätsstand: 18. August 2026. Wer in Österreich Ärztin oder Arzt werden möchte, braucht zunächst ein Studium der Humanmedizin und danach eine ärztliche Ausbildung. Für 2026/27 stehen an den öffentlichen MedAT-Standorten insgesamt 1.806 Humanmedizin-Studienplätze zur Verfügung. Besonders wichtig ist eine aktuelle Änderung: Seit 1. August 2026 umfasst die Basisausbildung für neue Ausbildungsstarts grundsätzlich mindestens sechs statt neun Monate. Zusätzlich gibt es seit 1. Juni 2026 das neue Sonderfach Allgemeinmedizin und Familienmedizin.

Der Weg zum Arztberuf besteht damit aus deutlich mehr als MedAT und Studium. Nach dem universitären Abschluss folgen klinische Basisausbildung, die Entscheidung für Allgemeinmedizin und Familienmedizin oder ein anderes Sonderfach, anerkannte Ausbildungsstellen, Rasterzeugnisse, Prüfungen und schließlich die entsprechende Berufsberechtigung. Wer heute Medizin studieren möchte, sollte deshalb nicht nur den Aufnahmetest betrachten, sondern den gesamten Ausbildungsweg.

Dieser Ratgeber konzentriert sich auf Ausbildung, MedAT, Facharztweg und Berufseinstieg. Wer bereits weiß, dass Medizin der richtige Beruf ist und vor allem Verdienst, Dienste und Gehaltsstufen vergleichen möchte, findet dazu separat den Überblick Ärzte-Gehalt in Österreich 2026.

Vom MedAT zum Studienabschluss

Humanmedizin kann in Österreich an mehreren öffentlichen Universitätsstandorten studiert werden. Für Wien, Innsbruck, Graz und Linz erfolgt die Vergabe der Studienplätze über den gemeinsamen Aufnahmetest MedAT-H. Der Test entscheidet über die Reihung; eine sehr gute Schulnote allein ersetzt den MedAT nicht.

Für das Studienjahr 2026/27 weist die zentrale MedAT-Information insgesamt 1.806 Studienplätze in Humanmedizin aus. Hinzu kommen 144 Zahnmedizinplätze. Die Verteilung zeigt gleichzeitig, warum die Vorbereitung auf den MedAT so wichtig ist.

StudienortHumanmedizin 2026/27Wichtiger Punkt
Medizinische Universität Wien704 PlätzeVergabe über MedAT-H und Kontingentregelung.
Medizinische Universität Innsbruck390 PlätzeMedAT-H entscheidet über die Reihung.
Medizinische Universität Graz382 PlätzeEigener Studienstandort, gemeinsames MedAT-System.
JKU Linz330 PlätzeHumanmedizin wird als Bachelor-/Masterstruktur geführt.
Gesamt1.806 PlätzeZahnmedizinplätze sind hier nicht eingerechnet.

Das Humanmedizinstudium umfasst insgesamt grundsätzlich 12 Semester und 360 ECTS. An den Medizinischen Universitäten Wien, Graz und Innsbruck wird Humanmedizin als Diplomstudium geführt. Die JKU Linz organisiert den Studienweg über Bachelor und Master; auch dort umfasst der vollständige Weg insgesamt zwölf Semester beziehungsweise 360 ECTS.

Zum Studium gehören nicht nur Vorlesungen und Prüfungen. Klinische Fertigkeiten, Famulaturen, praktische Ausbildungsanteile und das Klinisch-Praktische Jahr sind wesentlich für den späteren Beruf. Deshalb sollten Studieninteressierte ihre Entscheidung nicht ausschließlich daran festmachen, ob sie Biologie, Chemie oder den MedAT gut bewältigen können. Ebenso wichtig sind Patientenkontakt, Kommunikation, Belastbarkeit und die Bereitschaft zu einem langen Ausbildungsweg.

Eine zusätzliche Möglichkeit sind sogenannte gewidmete Studienplätze für Aufgaben im öffentlichen Interesse. Dabei schließen Bewerber:innen vorab eine Vereinbarung mit einer beteiligten Institution und verpflichten sich später zu einer entsprechenden Tätigkeit. Auch für diese Plätze muss der MedAT-H absolviert und eine vorgegebene Mindestleistung erreicht werden. Solche Modelle können insbesondere für spätere Tätigkeiten in Regionen oder Bereichen mit medizinischem Versorgungsbedarf interessant sein.

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Nach dem Studium: Basisausbildung und Facharzt

Mit dem Abschluss des Humanmedizinstudiums ist der Ausbildungsweg noch nicht beendet. Wer ärztlich tätig werden möchte, durchläuft die postpromotionelle ärztliche Ausbildung. Der erste Baustein ist die Basisausbildung, in der klinische Basiskompetenzen in konservativen und chirurgischen Bereichen vermittelt werden.

Hier gab es im Sommer 2026 eine wesentliche Änderung. Mit der Ärztegesetz-Novelle BGBl. I Nr. 65/2026 wurde die Basisausbildung grundsätzlich verkürzt. Für Ärzt:innen, die sie ab 1. August 2026 beginnen, beträgt sie nun mindestens sechs Monate. Zusätzlich gelten Übergangsbestimmungen für bestimmte Personen, die Studium oder Basisausbildung bereits zuvor begonnen beziehungsweise abgeschlossen haben.

Weiterhin müssen innerhalb der Basisausbildung sowohl konservative als auch chirurgische Kompetenzen vermittelt werden. Die Verkürzung bedeutet daher nicht, dass wesentliche Ausbildungsinhalte einfach entfallen. Ausbildungsziele und erforderliche Kompetenzen müssen weiterhin nachgewiesen werden.

AusbildungsphaseWas passiert?Wichtig 2026
HumanmedizinstudiumUniversitäre medizinische AusbildungInsgesamt 12 Semester beziehungsweise 360 ECTS.
Klinisch-Praktisches JahrIntensiver praktischer StudienabschnittTeil des Studiums; alte KPJ-Anrechnungslogik für die Basisausbildung wurde geändert.
BasisausbildungErwerb klinischer BasiskompetenzenSeit 1. August 2026 grundsätzlich mindestens sechs Monate für neue Ausbildungsstarts.
Sonderfach-GrundausbildungGrundausbildung im gewählten FachbereichDauer und Inhalte richten sich nach dem jeweiligen Sonderfach.
Sonderfach-SchwerpunktausbildungVertiefte fachärztliche AusbildungUmfang hängt vom Sonderfach und dessen Ausbildungsordnung ab.
FacharztprüfungPrüfung zum Abschluss des jeweiligen AusbildungswegsNeben vollständig dokumentierter Ausbildung erforderlich.

Wer beispielsweise Innere Medizin, Chirurgie, Anästhesiologie, Kinder- und Jugendheilkunde, Psychiatrie, Radiologie oder ein anderes Sonderfach wählt, absolviert nach der Basisausbildung die für dieses Sonderfach vorgesehene Grund- und Schwerpunktausbildung. Die Dauer ist nicht für jedes Fach identisch. Deshalb sollte niemals eine pauschale Zahl für „die Facharztausbildung“ auf alle medizinischen Sonderfächer übertragen werden.

Neu seit 2026: Facharzt für Allgemeinmedizin und Familienmedizin

Eine der größten Änderungen für angehende Ärzt:innen ist die Aufwertung der Allgemeinmedizin. Seit 1. Juni 2026 kann die Ausbildung zur Fachärztin beziehungsweise zum Facharzt für Allgemeinmedizin und Familienmedizin begonnen werden.

Das neue Sonderfach umfasst nach der Basisausbildung eine 33-monatige Sonderfach-Grundausbildung. Dazu gehören allgemeinmedizinische und mehrere klinische Fachbereiche wie Innere Medizin, Kinder- und Jugendheilkunde, Orthopädie und Traumatologie, Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin.

Danach folgt die Sonderfach-Schwerpunktausbildung in der Allgemeinmedizin. Diese wird während einer Übergangsphase schrittweise verlängert:

  • Ausbildungsbeginn 1. Juni 2026 bis 31. Mai 2027: sechs Monate Sonderfach-Schwerpunktausbildung.
  • Ausbildungsbeginn 1. Juni 2027 bis 31. Mai 2028: neun Monate.
  • Ausbildungsbeginn 1. Juni 2028 bis 31. Mai 2029: zwölf Monate.
  • Ausbildungsbeginn 1. Juni 2029 bis 31. Mai 2030: 15 Monate.
  • Ausbildungsbeginn ab 1. Juni 2030: 18 Monate.

Dadurch hängt die Gesamtdauer für Allgemeinmedizin und Familienmedizin während der Übergangszeit vom konkreten Ausbildungsbeginn und den geltenden Übergangsbestimmungen ab. Für Personen, die bereits vor dem 1. Juni 2026 die bisherige Ausbildung zur Ärztin beziehungsweise zum Arzt für Allgemeinmedizin begonnen haben, gelten wiederum eigene Übergangsregeln.

Gerade bei der Wahl zwischen Allgemeinmedizin und einem klinischen Sonderfach lohnt es sich daher, nicht nur die Dauer zu vergleichen. Arbeitsort, Bereitschaftsdienste, Lehrpraxis, Spital, spätere Niederlassung, Fachinteresse und Lebensplanung sind mindestens ebenso wichtig.

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Gehalt, Arbeitsalltag und Karriere richtig einordnen

Ärzt:innen verdienen während der Ausbildung bereits ein reguläres Gehalt. Wie hoch dieses tatsächlich ausfällt, hängt jedoch stark von Dienstgeber, Bundesland, Krankenanstalt, Ausbildungsstand, Arbeitszeit, Nacht- und Wochenenddiensten, Überstunden und Zulagen ab.

Deshalb sollte ein angehender Arzt oder eine angehende Ärztin nicht nur nach einem einzelnen Einstiegsgehalt suchen. In Krankenhäusern kann das tatsächliche Monatsbrutto durch Dienste erheblich vom Tabellen-Grundgehalt abweichen. Gleichzeitig bedeutet ein höheres Gesamtbrutto oft auch mehr Nacht-, Wochenend- oder Bereitschaftsdienste.

Die detaillierten Tabellenwerte sind bewusst im separaten Beitrag zum Ärzte-Gehalt 2026 in Österreich gebündelt. Dort lassen sich Ärzt:innen in Ausbildung, Allgemeinmediziner:innen, Fachärzt:innen sowie unterschiedliche Dienstgeber besser vergleichen.

KarrierephaseWichtiger als nur das GrundgehaltVor Stellenzusage prüfen
BasisausbildungRotationen, Ausbildungsqualität, Dienste und BetreuungAnerkannte Ausbildungsstelle und Ausbildungsplan.
FacharztausbildungAusbildungsstellen, Operationen, Ambulanzen, Rotationen und SupervisionWelche Ausbildungsinhalte tatsächlich vermittelt werden.
Fachärztliche TätigkeitFunktion, Dienste, Verantwortung und SpezialisierungGehaltsschema, Vordienstzeiten und Zulagen.
AllgemeinmedizinSpital, Lehrpraxis, Primärversorgung oder spätere NiederlassungAusbildungsweg nach den neuen Regeln 2026.
Oberärztliche FunktionErfahrung, Verantwortung, Fachgebiet und FührungsaufgabenFunktionszulage und konkrete Aufgaben.
NiederlassungPraxisorganisation, Kassenvertrag, Personal, Räume und InvestitionenUnternehmerische Kosten zusätzlich zum medizinischen Beruf.

Bei öffentlichen Krankenanstalten und anderen öffentlichen Arbeitgebern können Gehaltsschemata, Stufen und Zulagen eine wichtige Rolle spielen. Zum besseren Verständnis von Tabellen und öffentlichen Gehaltsstrukturen kann deshalb zusätzlich die GÖD Gehaltstabelle 2026 als Orientierung dienen, wobei für Ärzt:innen immer der konkrete Dienstgeber und das tatsächlich anwendbare Schema geprüft werden muss.

Wer mehrere Gesundheitsberufe miteinander vergleicht, sollte Aufgaben und Ausbildungsdauer ebenso berücksichtigen wie Einkommen. Für einen Vergleich mit DGKP, Pflegefachassistenz und Pflegeassistenz gibt es die eigene Pflege-Gehaltstabelle 2026 Österreich.

Monatsbrutto allein ist außerdem kein vollständiger Vergleich. Sonderzahlungen, Dienste, Teilzeit und persönliche Abgaben beeinflussen das tatsächliche Einkommen. Der Ratgeber zu Gehalt in Österreich mit Brutto, Netto und Sonderzahlungen erklärt diese Unterschiede allgemein.

Typische Fehler und Checkliste für angehende Ärzt:innen

Der häufigste Fehler ist, den Weg zum Arztberuf auf den MedAT zu reduzieren. Ein bestandener Aufnahmetest ist nur die erste Hürde. Danach folgen sechs Jahre Studium beziehungsweise 360 ECTS, intensive Praxisphasen und mehrere Jahre ärztlicher Ausbildung. Wer diese Entscheidung trifft, sollte deshalb nicht nur Prüfungsfähigkeit, sondern auch Berufsalltag und persönliche Belastbarkeit prüfen.

  • Nur auf den MedAT schauen: Der Test entscheidet über den Studienplatz, nicht darüber, ob der spätere Arztberuf persönlich passt.
  • Studienabschluss mit fertiger Ausbildung verwechseln: Nach dem Studium folgt die postpromotionelle ärztliche Ausbildung.
  • Alte Angaben zur Basisausbildung übernehmen: Seit August 2026 gelten neue Regeln mit grundsätzlich sechs Monaten Mindestdauer.
  • Allgemeinmedizin nach alten Regeln planen: Seit Juni 2026 existiert das neue Sonderfach Allgemeinmedizin und Familienmedizin.
  • Nur die Ausbildungsdauer vergleichen: Ausbildungsqualität, Supervision, Rotationen und tatsächlich vermittelte Kompetenzen sind entscheidend.
  • Nur das Monatsgehalt betrachten: Dienste und Zulagen können das Einkommen erhöhen, gleichzeitig aber die Arbeitsbelastung deutlich verändern.
  • Vordienstzeiten und Vertrag ungeprüft lassen: Einstufung, Arbeitszeit, Ausbildungspflichten und Dienste sollten schriftlich nachvollziehbar sein.
  • Fachgebiet zu früh festlegen: Praktische Ausbildungsphasen helfen, klinische Interessen realistisch einzuschätzen.
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Vor einer Stelle als Ärztin oder Arzt in Ausbildung sollte außerdem klar sein, welche Arbeitszeit vereinbart wird, wie Dienste organisiert sind, welche Ausbildungsstelle anerkannt ist und wer die Ausbildung fachlich verantwortet. Für allgemeine Vertragsfragen hilft ergänzend der Ratgeber Arbeitsvertrag in Österreich prüfen.

Eine praktische Checkliste für den gesamten Weg:

  • Studienziel prüfen: Humanmedizin und späteren Arztberuf realistisch kennenlernen.
  • MedAT vorbereiten: Offizielle Testinhalte und Vorbereitungsunterlagen verwenden.
  • Studienort vergleichen: Wien, Innsbruck, Graz und Linz hinsichtlich Studium, Wohnen und Praxis beurteilen.
  • Gewidmete Studienplätze prüfen: Bei Interesse an späteren Aufgaben im öffentlichen Interesse früh informieren.
  • Während des Studiums Praxis nutzen: Famulaturen und KPJ nicht nur als Pflicht, sondern zur Fachorientierung betrachten.
  • Basisausbildung aktuell planen: Neue Sechs-Monats-Regel und Übergangsbestimmungen beachten.
  • Sonderfach auswählen: Ausbildungsdauer, Inhalt, Arbeitsalltag und spätere Berufschancen gemeinsam vergleichen.
  • Ausbildungsstätte kontrollieren: Nur anerkannte Stellen und tatsächliche Ausbildungsqualität berücksichtigen.
  • Gehalt und Dienste trennen: Tabellen-Grundgehalt, Nachtarbeit, Wochenenddienst, Zulagen und Überstunden getrennt ansehen.
  • Änderungen verfolgen: Gerade die ärztliche Ausbildung befindet sich 2026 in einer wichtigen Übergangsphase.

Weiterführende Orientierung

Häufige Fragen zum Arztberuf in Österreich

Wie lange dauert es, bis man in Österreich Arzt ist?

Das Humanmedizinstudium umfasst grundsätzlich zwölf Semester beziehungsweise 360 ECTS. Danach folgt die postpromotionelle ärztliche Ausbildung. Wie lange der gesamte Weg dauert, hängt vom gewählten Sonderfach, der Basisausbildung, Übergangsbestimmungen und dem konkreten Ausbildungsverlauf ab.

Braucht man für jedes Medizinstudium in Österreich den MedAT?

Der gemeinsame MedAT gilt für Human- und Zahnmedizin an den öffentlichen Standorten Medizinische Universität Wien, Medizinische Universität Innsbruck, Medizinische Universität Graz und JKU Linz. Private Hochschulen können eigene Aufnahmeverfahren und Voraussetzungen haben.

Wie viele Humanmedizin-Studienplätze gibt es 2026/27?

Für das Studienjahr 2026/27 weist die zentrale MedAT-Plattform insgesamt 1.806 Plätze für Humanmedizin aus: 704 in Wien, 390 in Innsbruck, 382 in Graz und 330 in Linz.

Wie lange dauert die Basisausbildung seit August 2026?

Die Basisausbildung wurde mit Wirkung ab 1. August 2026 grundsätzlich von mindestens neun auf mindestens sechs Monate verkürzt. Für frühere Ausbildungsstarts beziehungsweise bestimmte Abschluss- und Übergangskonstellationen bestehen eigene Regelungen.

Kann das Klinisch-Praktische Jahr noch auf die Basisausbildung angerechnet werden?

Mit der 2026 beschlossenen Ärztegesetz-Novelle entfiel die bisherige Möglichkeit der KPJ-Anrechnung auf die Basisausbildung rückwirkend mit 1. Juni 2026. Für bereits eingebrachte Anträge gelten die gesetzlichen Übergangsbestimmungen.

Was hat sich bei der Allgemeinmedizin 2026 geändert?

Seit 1. Juni 2026 kann die Ausbildung im neuen Sonderfach Allgemeinmedizin und Familienmedizin begonnen werden. Es umfasst eine Sonderfach-Grundausbildung und eine Schwerpunktausbildung, deren Dauer während der Übergangsphase schrittweise erhöht wird.

Ist man nach dem Medizinstudium sofort Facharzt?

Nein. Der Studienabschluss ist die universitäre Grundlage. Danach sind Basisausbildung und die entsprechende ärztliche Weiterbildung erforderlich. Für einen Facharzttitel muss die für das jeweilige Sonderfach vorgeschriebene Ausbildung samt Prüfung abgeschlossen werden.

Was ist wichtiger: hohes Arztgehalt oder gute Ausbildungsstelle?

In der Ausbildungsphase sollte die Qualität der ärztlichen Weiterbildung besonders stark gewichtet werden. Ein höheres Monatsbrutto kann durch viele Dienste entstehen, sagt aber wenig darüber aus, ob ausreichend Supervision, Rotationen, praktische Erfahrung und Ausbildungszeit vorhanden sind.

Kann man nach dem Studium direkt eine eigene Ordination eröffnen?

Der universitäre Abschluss allein reicht dafür nicht aus. Für eine selbstständige ärztliche Berufsausübung sind die jeweils erforderliche abgeschlossene ärztliche Ausbildung, Berufsberechtigung und weitere berufsrechtliche Voraussetzungen maßgeblich.

Quellen und weiterführende Informationen

Hinweis: Dieser Beitrag bietet allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Studien-, Ausbildungs-, Berufs-, arbeitsrechtliche oder medizinrechtliche Beratung. MedAT-Regeln, Studienplätze, Ausbildungsbestimmungen und Übergangsregelungen können sich ändern und sollten vor einer konkreten Entscheidung bei Universität, Österreichischer Ärztekammer und den zuständigen Stellen aktuell geprüft werden.

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