Stand: 29. Mai 2026. Der Arbeitsmarkt 2026 in Österreich bleibt widersprüchlich: Es gibt mehr Arbeitslose, aber weiterhin viele offene Stellen. Ende April 2026 waren laut AMS 320.316 Personen arbeitslos gemeldet, die nationale Arbeitslosenquote lag bei 7,5 Prozent. Inklusive Schulungsteilnehmer:innen waren 398.342 Personen vorgemerkt. Für Unternehmen bedeutet das: Recruiting wird nicht automatisch leichter. Für Beschäftigte und Jobsuchende werden Qualifikation, Branche, Region, Gehalt und Weiterbildung wichtiger.
Besonders stark ist der Zusammenhang mit bestehenden Gehalts- und Berufsthemen. Wer den Arbeitsmarkt einordnet, sollte konkrete Berufsgruppen vergleichen: etwa die GÖD-Gehaltstabelle im öffentlichen Dienst, das Lehrer-Gehalt in Österreich, das DGKP-Gehalt in Österreich oder gut bezahlte Berufe ohne Studium. Genau dort zeigt sich, warum Durchschnittswerte allein selten reichen.
Arbeitsmarkt 2026: Warum Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel gleichzeitig steigen können
| Kennzahl | Einordnung für Österreich |
|---|---|
| Arbeitslose Personen | Ende April 2026 waren laut AMS 320.316 Personen arbeitslos gemeldet. Das waren 8.478 Personen beziehungsweise 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr. |
| Arbeitslosenquote | Die nationale Arbeitslosenquote lag im April 2026 bei 7,5 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahr. |
| Arbeitslose und Schulungsteilnehmer:innen | Inklusive Schulungen waren 398.342 Personen vorgemerkt. Das entspricht einem Plus von 5.711 Personen beziehungsweise 1,5 Prozent. |
| Unselbstständig Beschäftigte | Das AMS schätzte die Zahl der unselbstständig Beschäftigten für April 2026 auf 3,958 Millionen. Das waren 23.000 mehr als im Vorjahr. |
| Offene Stellen | Statistik Austria meldete für das 1. Quartal 2026 durchschnittlich 133.100 offene Stellen. Gegenüber dem Vorquartal war das ein Plus von 11,2 Prozent, gegenüber dem Vorjahresquartal jedoch ein Minus von 13,6 Prozent. |
| Offene-Stellen-Quote | Die Offene-Stellen-Quote lag im 1. Quartal 2026 bei 3,1 Prozent. 81,4 Prozent der offenen Stellen waren als Vollzeitstellen ausgeschrieben. |
| Branchenbild | Laut AMS steigen die Arbeitslosenzahlen besonders im Handel sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Bau und Industrie zeigen dagegen Rückgang beziehungsweise Stabilisierung. |
| Langzeitarbeitslosigkeit | Im April 2026 waren 53.167 Personen länger als zwölf Monate arbeitslos. Das waren 10.208 Personen beziehungsweise 23,8 Prozent mehr als im Vorjahr. |
Warum die Lage nicht einfach gut oder schlecht ist
Der Arbeitsmarkt 2026 lässt sich nicht mit einem Satz erklären. Einerseits steigt die Arbeitslosigkeit. Andererseits melden Unternehmen weiterhin viele offene Stellen. Das liegt nicht nur an der Konjunktur, sondern auch an einem Passungsproblem: Die verfügbaren Arbeitskräfte, ihre Qualifikationen, Arbeitszeitwünsche, Wohnorte und Gehaltsvorstellungen passen nicht immer zu den offenen Jobs.
Ein Betrieb in der Pflege sucht vielleicht dringend Personal, findet aber keine passend ausgebildeten Bewerber:innen. Ein Industriebetrieb braucht Elektrotechniker:innen, Mechatroniker:innen oder Automatisierungstechniker:innen, während arbeitslose Personen aus Handel oder Büro nicht sofort einsetzbar sind. Gleichzeitig kann ein Handelsunternehmen Personal abbauen, während ein Energie- oder Technikbetrieb weiter Fachkräfte sucht. Genau diese Gleichzeitigkeit prägt 2026.
Was die AMS-Zahlen für April 2026 zeigen
Das AMS meldete Ende April 2026 insgesamt 320.316 arbeitslose Personen. Die Zahl stieg gegenüber dem Vorjahr um 8.478 Personen beziehungsweise 2,7 Prozent. Inklusive Schulungen waren 398.342 Personen vorgemerkt. Gleichzeitig nahm die unselbstständige Beschäftigung laut AMS-Schätzung um 23.000 Personen auf rund 3,958 Millionen zu.
Besonders auffällig ist die Entwicklung nach Geschlecht. Der gesamte Anstieg der Arbeitslosigkeit entfiel laut AMS auf Frauen. Bei Frauen lag das Plus bei 8.478 Personen beziehungsweise 6,0 Prozent, während die Zahl bei Männern und alternativen Geschlechtern unverändert blieb. AMS-Vorstandsvorsitzender Johannes Kopf erklärte diesen Unterschied mit der Branchenentwicklung: Bau und Industrie hätten rückläufige beziehungsweise stabile Arbeitslosenzahlen, während Handel sowie Gesundheits- und Sozialwesen stärker betroffen seien.
Warum offene Stellen nicht automatisch Entspannung bedeuten
Statistik Austria meldete im 1. Quartal 2026 durchschnittlich 133.100 offene Stellen. Das waren 11,2 Prozent mehr als im 4. Quartal 2025, aber 13,6 Prozent weniger als im 1. Quartal 2025. Die Zahl der offenen Stellen ist also kurzfristig gestiegen, liegt aber deutlich unter dem Vorjahresniveau.
Für Unternehmen bedeutet das: Der Arbeitsmarkt ist nicht mehr so heiß wie in den stärksten Fachkräftemangel-Jahren, aber weiterhin schwierig. Für Bewerber:innen bedeutet es: Es gibt Chancen, aber nicht überall. Besonders wichtig sind Branche, Berufserfahrung, Ausbildung, Arbeitszeitmodell und Region. Wer sich nur an der Gesamtzahl der offenen Stellen orientiert, übersieht diese Unterschiede.
Welche Branchen 2026 unter Druck stehen
Der Handel bleibt eine der auffälligsten Branchen. Laut AMS waren Ende April 2026 47.247 Personen aus dem Handel arbeitslos vorgemerkt, um 5,5 Prozent mehr als ein Jahr davor. Gründe können schwacher Konsum, Onlinehandel, Filialschließungen, Automatisierung, hohe Kosten und vorsichtige Personalplanung sein.
Auch das Gesundheits- und Sozialwesen zeigt einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Das wirkt auf den ersten Blick überraschend, weil Pflege und Betreuung weiterhin als Mangelbereiche gelten. Der scheinbare Widerspruch ist erklärbar: Nicht jede arbeitslose Person im Gesundheits- und Sozialwesen ist sofort für jeden Pflege- oder Betreuungsjob einsetzbar. Qualifikation, Belastung, Dienstplan, Träger, Teilzeitwunsch, regionale Erreichbarkeit und Anerkennung von Ausbildungen spielen eine große Rolle.
Warum Bau und Industrie anders bewertet werden müssen
Im Bau sank die Arbeitslosigkeit im April 2026 laut AMS um 2,8 Prozent. In der Herstellung von Waren blieb sie mit plus 0,1 Prozent praktisch stabil. Das ist ein positives Signal, aber noch kein kräftiger Aufschwung. Bau und Industrie haben in den vergangenen Jahren unter hohen Baukosten, Zinsen, Energiepreisen, schwacher Nachfrage und Investitionszurückhaltung gelitten.
Für technische Berufe kann die Lage trotzdem interessant sein. Energiewende, Ladeinfrastruktur, Gebäudetechnik, Sanierung, Industrieanlagen und Automatisierung schaffen Bedarf an Fachkräften. Der bestehende Beitrag zum Elektrotechniker-Gehalt in Österreich passt deshalb gut zu dieser Entwicklung: Technikberufe bleiben in vielen Betrieben schwer zu besetzen.
Warum Gehälter 2026 stärker verglichen werden
Arbeitsmarkt und Gehalt hängen 2026 eng zusammen. Unternehmen spüren steigende Arbeitskosten, Bewerber:innen achten genauer auf reale Gehaltsspannen, und Beschäftigte vergleichen ihre Entwicklung mit anderen Berufsgruppen. Das gilt besonders in Bereichen mit Tabellen, Zulagen oder starkem Fachkräftebedarf.
Im öffentlichen Dienst geben Tabellen zwar Orientierung, doch tatsächliche Einkommen hängen von Einstufung, Dienstalter, Funktion und Zulagen ab. In privaten Branchen kommen Kollektivvertrag, Überzahlung, Bonus, Schichtarbeit, Nachtdienste, Bereitschaftsdienste und Marktwert dazu. Deshalb sind konkrete Berufsvergleiche hilfreicher als reine Durchschnittswerte.
Welche Chancen Jobsuchende jetzt haben
Jobsuchende sollten 2026 nicht nur nach ähnlichen Stellen suchen, sondern übertragbare Kompetenzen prüfen. Wer aus dem Handel kommt, bringt oft Erfahrung in Kundenkontakt, Organisation, Warenwirtschaft, Beratung oder Kassa mit. Das kann für Innendienst, Kundenservice, Verwaltung, Gesundheitsadministration oder Logistik interessant sein. Wer aus Gastronomie oder Tourismus kommt, kann Organisation, Belastbarkeit, Dienstplanung, Gästekontakt und Teamarbeit einbringen.
Besonders gute Chancen bestehen dort, wo Nachfrage strukturell bleibt: Pflege, Gesundheit, Technik, Energie, IT, Bildung, öffentlicher Dienst, Gebäudetechnik, Automatisierung, bestimmte Handwerksberufe und spezialisierte Dienstleistungen. Entscheidend ist aber, ob Qualifikation und Arbeitsbedingungen zusammenpassen.
Was Unternehmen beim Recruiting falsch einschätzen
Viele Betriebe glauben, mehr Arbeitslose würden automatisch mehr Bewerbungen bringen. Das stimmt nur teilweise. Wenn die gesuchten Fähigkeiten fehlen, der Standort unattraktiv ist, das Gehalt nicht passt oder der Bewerbungsprozess zu langsam ist, bleiben Stellen weiterhin offen. Gerade Fachkräfte haben trotz schwächerer Konjunktur oft mehrere Optionen.
Unternehmen sollten daher Stellenprofile realistischer formulieren. Nicht jede Anforderung muss zwingend sein. Oft lohnt es sich, zwischen Muss-Kriterien und Lernfeldern zu unterscheiden. Wer Quereinsteiger:innen strukturiert einarbeitet, Teilzeitmodelle ernst nimmt und Gehälter verständlich kommuniziert, kann Vorteile gegenüber Betrieben gewinnen, die nur perfekte Lebensläufe erwarten.
Welche Branchen direkt profitieren
Direkt profitieren können Branchen, die Arbeitsmarktveränderungen begleiten: Personalberatung, Arbeitskräfteüberlassung, Recruiting-Plattformen, HR-Software, Lohnverrechnung, Steuerberatung, Arbeitsrechtskanzleien, Weiterbildungsanbieter, Bildungsträger, Karriereberatung und Coaching. Auch Anbieter von Kompetenztests, E-Learning und Berufsorientierung können stärker nachgefragt werden.
Besonders relevant wird die Kombination aus Qualifizierung und Vermittlung. Wenn Betriebe Fachkräfte nicht fertig am Markt finden, müssen sie stärker ausbilden, umlernen, intern entwickeln oder mit Bildungsträgern kooperieren. Das betrifft Pflege, Technik, Energie, IT und viele Dienstleistungsbereiche.
Welche Branchen indirekt profitieren
Indirekt profitieren Bereiche, die Produktivität, Effizienz und Fachkräftebindung verbessern. Dazu zählen Automatisierung, Digitalisierung, Elektrotechnik, Energieberatung, Gebäudetechnik, Prozessberatung, Unternehmensberatung und Bildungsanbieter. Wenn Arbeitskräfte knapp oder teuer sind, investieren Betriebe eher in bessere Prozesse, Technik und Weiterbildung.
Auch öffentliche Arbeitgeber profitieren von ihrem Stabilitätsversprechen. Geregelte Laufbahnen, klare Gehaltstabellen und sichere Beschäftigung sind für viele Bewerber:innen attraktiv. Darum bleiben Vergleiche zu Polizist:innen-Gehältern in Österreich, Verwaltung, Bildung und öffentlichem Dienst ein starkes Suchfeld.
Wer benachteiligt sein kann
Benachteiligt sind Menschen, deren Qualifikation nicht zur aktuellen Nachfrage passt. Das betrifft nicht nur Personen ohne Ausbildung. Auch Personen mit akademischem Abschluss können unter Druck geraten, wenn Spezialisierung, Berufserfahrung oder Branche nicht gefragt sind. Laut AMS stieg die Zahl arbeitsloser Personen mit akademischer Ausbildung im April 2026 deutlich.
Schwieriger ist die Lage außerdem für Langzeitarbeitslose, ältere Bewerber:innen, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, Wiedereinsteiger:innen und Personen in Regionen mit schwächerem Stellenangebot. Für diese Gruppen reichen offene Stellen allein nicht aus. Sie brauchen passende Qualifizierung, Beratung, flexible Arbeitszeitmodelle und Arbeitgeber, die nicht nur nach lückenlosen Lebensläufen entscheiden.
Warum Langzeitarbeitslosigkeit ein Warnsignal ist
Im April 2026 waren laut AMS 53.167 Personen länger als zwölf Monate arbeitslos. Das waren 23,8 Prozent mehr als ein Jahr davor. Diese Entwicklung ist besonders problematisch, weil mit längerer Arbeitslosigkeit die Rückkehr in Beschäftigung schwieriger wird. Kompetenzen veralten, Selbstvertrauen sinkt, gesundheitliche Belastungen können steigen, und Arbeitgeber werden oft skeptischer.
Für Unternehmen liegt darin auch eine Chance. Wer gute Einschulung, klare Aufgaben, Teilqualifizierungen und begleitete Einarbeitung anbietet, kann Bewerber:innen gewinnen, die andere übersehen. Gerade bei einfachen technischen Tätigkeiten, Lager, Betreuung, Verwaltung, Kundenservice oder Assistenzaufgaben kann ein strukturierter Einstieg wirksamer sein als die Suche nach perfekten Profilen.
Was Weiterbildung 2026 leisten muss
Weiterbildung ist 2026 kein Zusatzthema, sondern ein zentraler Hebel. Besonders wichtig sind kurze, arbeitsmarktnahe Qualifizierungen in Pflege, Technik, Energie, IT, Rechnungswesen, Büroorganisation, Deutsch, Maschinenbedienung, Kundenservice und Digitalisierung. Entscheidend ist, dass Kurse zu realen Stellen führen und nicht nur Lebensläufe füllen.
Für Betriebe bedeutet Weiterbildung, vorhandene Mitarbeitende länger zu halten und neue Bewerber:innen schneller einsetzbar zu machen. Für Jobsuchende bedeutet sie, nicht wahllos Kurse zu sammeln, sondern gezielt jene Fähigkeiten aufzubauen, die in der Region wirklich nachgefragt sind.
Was Gehaltsvergleiche leisten können
Gehaltsvergleiche helfen, wenn sie konkret genug sind. Ein Durchschnittswert sagt wenig, wenn Branche, Bundesland, Berufserfahrung, Arbeitszeit, Zulagen und Verantwortung fehlen. Beim Ärzte-Gehalt in Österreich machen Dienste, Träger und Karriereweg große Unterschiede. Beim Softwareentwickler-Gehalt in Österreich zählen Seniorität, Spezialisierung, Branche und Unternehmensgröße.
Für Arbeitgeber bedeutet das: Wer nur das kollektivvertragliche Mindestgehalt nennt, kann in Engpassberufen unsichtbar werden. Für Jobsuchende bedeutet es: Gute Vorbereitung auf Gehaltsgespräche braucht mehrere Datenpunkte und eine klare Beschreibung der eigenen Leistung.
Stimmen und Einschätzungen
- Johannes Kopf: Der AMS-Vorstandsvorsitzende ordnete den April-Anstieg so ein, dass Bau und Industrie rückläufige beziehungsweise stabile Arbeitslosenzahlen zeigen, während Handel sowie Gesundheits- und Sozialwesen stärker steigen. (AMS-Übersicht April 2026)
- Manuela Lenk: Die fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria erklärte, dass die Zahl der offenen Stellen im 1. Quartal 2026 erstmals seit knapp zwei Jahren gegenüber dem Vorquartal nicht weiter gesunken sei, aber deutlich unter dem Vorjahresquartal liege. (Statistik Austria, 6. Mai 2026)
- Josef Baumgartner, Marian Fink, Serguei Kaniovski und Hans Pitlik: Die WIFO-Autoren beschreiben für 2026 bis 2031 ein verhaltenes Wachstum und strukturelle Schwächen der österreichischen Wirtschaft. (WIFO-Monatsberichte 4/2026)
Was Arbeitgeber jetzt konkret tun sollten
- Stellenprofile prüfen: Welche Anforderungen sind wirklich notwendig, welche können gelernt werden?
- Gehälter klarer nennen: Mindestangaben allein reichen in vielen Berufen nicht mehr aus.
- Bewerbungsprozess verkürzen: Gute Kandidat:innen warten selten lange auf Rückmeldung.
- Quereinsteiger:innen ernst nehmen: Übertragbare Kompetenzen können wertvoller sein als ein perfekter Lebenslauf.
- Weiterbildung budgetieren: Fachkräfte können auch intern aufgebaut werden.
- Arbeitszeitmodelle anpassen: Teilzeit, Schicht, Wochenende, Homeoffice und Vereinbarkeit entscheiden über Bewerbungen.
- Führung verbessern: Schlechte Führung treibt Fluktuation und erschwert Recruiting.
Was Jobsuchende jetzt konkret tun sollten
- Branchenlage prüfen: Nicht jede Branche sucht gleich stark.
- Kompetenzen übersetzen: Erfahrung aus Handel, Gastro oder Büro kann in anderen Bereichen nützlich sein.
- Gehaltsdaten vergleichen: Mindestlohn, echte Spanne, Zulagen und Entwicklung getrennt betrachten.
- Weiterbildung gezielt wählen: Kurze Qualifizierung mit Arbeitsmarktbezug bringt oft mehr als ein beliebiger Kurs.
- Region mitdenken: Pendeln, Öffis, Betreuung und Wohnort beeinflussen echte Jobchancen.
- Arbeitszeit klären: Vollzeit, Teilzeit, Schicht, Wochenende und Bereitschaft müssen zum Alltag passen.
- Bewerbung konkret machen: Arbeitgeber suchen Lösungen, nicht nur Lebensläufe.
Ausblick für die nächsten Monate
Der Arbeitsmarkt wird 2026 weiter zwischen vorsichtiger Konjunkturerholung, steigenden Kosten und Fachkräftebedarf stehen. Wenn die Wirtschaft nur langsam wächst, stellen Unternehmen vorsichtiger ein. Wenn gleichzeitig bestimmte Qualifikationen fehlen, bleiben Engpassberufe trotzdem stark nachgefragt.
Für Branchen und Betriebe heißt das: Arbeitsmarkt, Löhne, Produktivität, Energiepreise und Weiterbildung müssen gemeinsam betrachtet werden. Wer nur auf Arbeitslosenzahlen schaut, versteht die Lage zu grob. Entscheidend ist, welche Menschen mit welchen Fähigkeiten in welchen Regionen für welche Betriebe verfügbar sind.
FAQ zum Arbeitsmarkt 2026 in Österreich
Wie viele Menschen waren im April 2026 in Österreich arbeitslos?
Laut AMS waren Ende April 2026 insgesamt 320.316 Personen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Anstieg um 8.478 Personen beziehungsweise 2,7 Prozent.
Wie hoch war die Arbeitslosenquote im April 2026?
Die nationale Arbeitslosenquote lag im April 2026 bei 7,5 Prozent. Das waren 0,1 Prozentpunkte mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres.
Wie viele Personen waren inklusive Schulungen vorgemerkt?
Inklusive Schulungsteilnehmer:innen waren im April 2026 laut AMS 398.342 Personen vorgemerkt. Das waren 5.711 Personen beziehungsweise 1,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Wie viele offene Stellen gab es im 1. Quartal 2026?
Statistik Austria meldete im 1. Quartal 2026 durchschnittlich 133.100 offene Stellen. Das waren 11,2 Prozent mehr als im Vorquartal, aber 13,6 Prozent weniger als im 1. Quartal 2025.
Warum gibt es trotz Arbeitslosigkeit noch offene Stellen?
Arbeitslosigkeit und offene Stellen können gleichzeitig auftreten, wenn Qualifikationen, Regionen, Arbeitszeiten, Gehaltsvorstellungen oder Branchen nicht zusammenpassen. Dieses Passungsproblem prägt den Arbeitsmarkt 2026.
Welche Branchen stehen 2026 besonders unter Druck?
Besonders auffällig sind Handel sowie Gesundheits- und Sozialwesen, weil dort die Arbeitslosigkeit im April 2026 deutlich gestiegen ist. Bau und Industrie zeigen dagegen stabilere beziehungsweise bessere Werte.
Welche Branchen bieten 2026 gute Jobchancen?
Gute Chancen bestehen vor allem in Pflege, Gesundheit, Technik, Energie, IT, Bildung, öffentlichem Dienst, Gebäudetechnik, Automatisierung, Handwerk und spezialisierten Dienstleistungen.
Warum sind Gehaltsvergleiche 2026 wichtig?
Bewerber:innen vergleichen Angebote genauer, während Unternehmen mit Fachkräftemangel und steigenden Arbeitskosten umgehen müssen. Konkrete Gehaltsvergleiche helfen beiden Seiten, realistische Erwartungen zu entwickeln.
Was bedeutet der Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit?
Der Anstieg zeigt, dass der Wiedereinstieg für bestimmte Gruppen schwieriger wird. Langzeitarbeitslosigkeit kann Qualifikationen, Gesundheit, Selbstvertrauen und Vermittlungschancen belasten.
Was sollten Unternehmen jetzt tun?
Unternehmen sollten Stellenprofile, Gehälter, Arbeitszeitmodelle, Bewerbungsprozesse, Weiterbildung und Führung prüfen. Mehr Arbeitslose bedeuten nicht automatisch mehr passende Bewerbungen.
Quellen und weiterführende Informationen
- Arbeitsmarktservice Österreich: Die AMS-Übersicht für April 2026 liefert die zentralen Daten zu Arbeitslosigkeit, Schulungen, Beschäftigung, Arbeitslosenquote, Branchenentwicklung und Langzeitarbeitslosigkeit. AMS-Übersicht über den Arbeitsmarkt April 2026
- Statistik Austria: Die Pressemitteilung zu offenen Stellen im 1. Quartal 2026 zeigt Zahl, Quote, Vorquartalsvergleich, Vorjahresvergleich und Verteilung nach Wirtschaftsbereichen. Statistik Austria zu offenen Stellen im 1. Quartal 2026
- WIFO: Die mittelfristige Prognose 2026 bis 2031 ordnet Österreichs schwache Konjunkturerholung, höhere Energiepreise, Lohnstückkosten und strukturelle Herausforderungen ein. WIFO-Monatsberichte 4/2026 zur mittelfristigen Prognose
- Wirtschaftskammer Österreich: Die WKO-Datenseite zu Einkommen, Löhnen und Arbeitskosten bietet Grundlagen für die Einordnung von Lohnentwicklung, Tariflöhnen und Arbeitgeberkosten. WKO-Daten zu Einkommen, Löhnen und Arbeitskosten
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