Stand: 30. Mai 2026. Der Kesseltausch 2026 ist in Österreich eines der wichtigsten Förderthemen für Haushalte, Installateurbetriebe, Wärmepumpen-Anbieter, Holzheizungsbetriebe, Fernwärmeanbieter und Energieberater:innen. Seit 2. Februar 2026 liegt der Schwerpunkt der Sanierungsoffensive klar auf dem Austausch fossiler Heizsysteme. Neue Registrierungen und Förderanträge sind nur mehr für den Kesseltausch möglich. Der Sanierungsbonus für neue thermisch-energetische Sanierungen ist hingegen geschlossen.
Gefördert wird der Umstieg von Öl, Gas, Kohle/Koks oder Elektrospeicherofen auf klimafreundliche Heizsysteme wie Nah-/Fernwärme, Wärmepumpe oder Holzzentralheizung. Für Branchenblatt.at ist das Thema besonders relevant, weil Kesseltausch mehrere bestehende Cluster verbindet: Energiepreise, Förderung, Handwerk, Technik, Gebäudetechnik, Photovoltaik und Fachkräfte. Wer Heizsysteme plant oder anbietet, sollte auch den Überblick zu Photovoltaik-Beratung und Installation in der Steiermark, den Beitrag zum Elektrotechniker-Gehalt in Österreich und die Einordnung zum gut bezahlten Beruf ohne Studium mitdenken.
Kesseltausch 2026: Aktuelle Förderungen und Tipps – Status
| Thema | Zusammenfassung ujnd Infos |
|---|---|
| Status der Förderung | Der Kesseltausch wird im Rahmen der Sanierungsoffensive 2026 weiterhin unterstützt. Neue Registrierungen und Förderanträge sind nur mehr für den Kesseltausch möglich, solange Budgetmittel vorhanden sind. |
| Sanierungsbonus | Seit 2. Februar 2026 ist eine neue Registrierung oder Antragstellung für den Sanierungsbonus nicht mehr möglich. Bereits eingereichte Anträge und bestehende Registrierungen bleiben davon unberührt. |
| Förderfähige alte Heizungen | Gefördert wird der Austausch fossiler Heizsysteme wie Öl, Gas, Kohle/Koks-Allesbrenner und Elektrospeicheröfen. |
| Neue Heizsysteme | Gefördert werden Nah-/Fernwärme, Holzzentralheizungen und Wärmepumpen. Fernwärme hat grundsätzlich Vorrang, wenn sie technisch möglich und wirtschaftlich zumutbar ist. |
| Förderquote | Die Gesamtförderung ist mit maximal 30 Prozent der förderungsfähigen Investitionskosten begrenzt. |
| Nah-/Fernwärme | Für klimafreundliche oder hocheffiziente Nah-/Fernwärme sind im Ein-/Zweifamilienhaus oder Reihenhaus bis zu 6.500 Euro vorgesehen. |
| Wärmepumpe | Für Luft-Wasser-, Wasser-Wasser- oder Sole-Wasser-Wärmepumpen sind bis zu 7.500 Euro vorgesehen. |
| Holzzentralheizung | Für Holzzentralheizungen mit Pellets, Hackgut oder Stückgut sind bis zu 8.500 Euro vorgesehen. |
| Zusatzboni | Für thermische Solaranlagen oder bestimmte Tiefenbohrungen beziehungsweise Brunnen bei Wärmepumpen können zusätzliche Boni möglich sein. |
| Frist nach Registrierung | Nach der Registrierung bleiben maximal 9 Monate Zeit für Umsetzung und Antragstellung. Zu diesem Zeitpunkt muss der Kesseltausch abgeschlossen und abgerechnet sein. |
Warum der Kesseltausch 2026 stärker im Fokus steht
Der Kesseltausch ist 2026 deshalb so wichtig, weil die Sanierungsoffensive neu ausgerichtet wurde. Neue Registrierungen und Förderanträge sind seit 2. Februar 2026 nur mehr für den Kesseltausch möglich. Der Sanierungsbonus für neue thermisch-energetische Sanierungen ist geschlossen. Die offizielle Begründung: Der Kesseltausch bringt im Vergleich eine deutlich höhere CO₂-Einsparung pro eingesetztem Euro.
Für Haushalte bedeutet das eine klare Priorität: Wer noch mit einer alten Öl-, Gas-, Kohle- oder Elektrospeicherheizung heizt, sollte den Heizungstausch rasch prüfen. Für Betriebe bedeutet es: Nachfrage verschiebt sich stärker zu Beratung, Planung, Montage, Demontage, Entsorgung, hydraulischem Abgleich, Warmwasser, Regelungstechnik, Stromanschluss und Förderabwicklung.
Welche Heizsysteme 2026 besonders relevant sind
Die Förderung unterscheidet nicht nur zwischen alter und neuer Heizung, sondern auch nach technischer Logik. In erster Linie wird der Anschluss an klimafreundliche oder hocheffiziente Nah- und Fernwärme gefördert. Ist ein solcher Anschluss technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar, kommen Holzzentralheizungen oder Wärmepumpen in Frage.
Das ist wichtig, weil nicht jedes Gebäude gleich gut zu jeder Technologie passt. Eine Wärmepumpe kann sehr sinnvoll sein, wenn Gebäudehülle, Heizflächen, Vorlauftemperatur und Stromkonzept passen. Eine Pellet- oder Hackgutheizung kann bei höherem Wärmebedarf und geeigneter Lagerfläche sinnvoll sein. Fernwärme ist oft attraktiv, wenn ein Netz vorhanden ist und Anschlusskosten, laufende Kosten und Versorgungssicherheit passen.
Warum Wärmepumpenbetriebe profitieren können
Wärmepumpenbetriebe gehören 2026 zu den sichtbarsten Profiteuren der Kesseltausch-Förderung. Wärmepumpen passen zu mehreren Trends gleichzeitig: weniger fossile Brennstoffe, bessere Gebäudetechnik, Kombination mit Photovoltaik, intelligente Steuerung und stärkeres Interesse an planbaren Energiekosten.
Der Markt ist aber anspruchsvoller geworden. Kund:innen fragen genauer nach Betriebskosten, Lautstärke, Stromverbrauch, Förderfähigkeit, Vorlauftemperatur, Heizkörpern, Fußbodenheizung, Warmwasser, Aufstellort und Wartung. Betriebe, die nur ein Gerät verkaufen, werden es schwerer haben als Anbieter, die das gesamte System erklären: Gebäude, Wärmebedarf, Strom, Speicher, Hydraulik, Regelung und Förderabwicklung.
Warum Installateure nicht nur Monteure sind
Für Installateurbetriebe ist der Kesseltausch 2026 ein starkes Geschäftsfeld, aber auch ein Beratungsfeld. Kund:innen brauchen Hilfe bei Systemwahl, Förderlogik, Zeitplan, Angeboten, Entsorgung alter Anlagen, Koordination mit Elektriker:innen, Energieberatung und Dokumentation. Die Förderung verlangt eine fachgerechte, normgerechte Installation durch befugte Fachkräfte. Anlagen in Eigenregie sind nicht der richtige Weg.
Das macht qualifizierte Installateurbetriebe besonders wichtig. Sie müssen nicht nur Rohre verlegen, sondern Förderkriterien verstehen, realistische Zeitpläne machen und Kund:innen vor Fehlentscheidungen schützen. Wer zu spät registriert, falsche Unterlagen einreicht oder ein nicht förderfähiges System auswählt, riskiert finanzielle Nachteile.
Welche Rolle Energieberatung spielt
Für den Kesseltausch ist eine saubere Vorprüfung entscheidend. Eine Energieberatung hilft, Bestand, Wärmebedarf, Gebäudezustand, Heizflächen, Vorlauftemperatur und mögliche Alternativen zu bewerten. Für Haushalte ist das sinnvoll, weil die Entscheidung für ein Heizsystem oft 15 bis 25 Jahre wirkt.
Energieberater:innen profitieren deshalb direkt. Sie können den Bestand bewerten, Sanierungspotenziale aufzeigen, Förderkombinationen prüfen und Haushalten helfen, Angebote besser zu vergleichen. Besonders wichtig ist die Frage, ob zuerst die Gebäudehülle verbessert werden sollte oder ob der Heizungstausch auch ohne größere Sanierung sinnvoll ist.
Welche Gewerke direkt profitieren
Direkt profitieren Installateurbetriebe, Heizungsbauer, Wärmepumpen-Anbieter, Pellet- und Hackgutheizungsanbieter, Fernwärmeanschlussbetriebe, Energieberater:innen, Elektriker:innen, Planungsbüros, Tiefenbohrunternehmen, Brunnenbauer, Entsorgungsbetriebe, Tankreinigungsfirmen, Spengler, Baumeister, Regelungstechniker und Anbieter von hydraulischem Abgleich.
Besonders stark ist die Schnittstelle zwischen Installateur und Elektriker. Wärmepumpen benötigen Stromanschluss, Absicherung, Steuerung und oft eine bessere Abstimmung mit Photovoltaik, Speicher oder Lastmanagement. Wer die Kombination aus Heizung, Strom und Gebäude gut abdeckt, kann sich 2026 als hochwertiger Anbieter positionieren.
Welche Branchen indirekt profitieren
Indirekt profitieren Großhandel, Baustoffhandel, Elektrogroßhandel, Hersteller, Logistik, Förderberatung, Steuerberatung, Banken, Leasinganbieter, Versicherungen, Softwareanbieter für Angebots- und Projektmanagement sowie Schulungsanbieter. Der Kesseltausch löst oft Folgeaufträge aus: neue Heizflächen, Warmwasserspeicher, Pufferspeicher, Regelung, Kaminanpassung, Demontage, Entsorgung, Elektroarbeiten oder kleinere bauliche Maßnahmen.
Auch Ausbildungs- und Arbeitsmarktbereiche profitieren. Technische Fachkräfte werden wichtiger, weil Energiewende, Gebäudetechnik und Heizungstausch praktisch umgesetzt werden müssen. Wer Berufswege mit Zukunft sucht, findet in technischen Berufen weiterhin gute Chancen.
Wer durch die Neuausrichtung verlieren kann
Benachteiligt sein können Betriebe, die stark auf thermische Sanierung im Rahmen des Sanierungsbonus gesetzt haben und nun keine neuen Förderfälle mehr über diese Schiene gewinnen können. Dazu zählen Fassadenbetriebe, Dämmstoffanbieter, Fensteranbieter, Planungsbüros und Sanierungsberater:innen, sofern sie keine laufenden oder bereits registrierten Projekte betreuen.
Auch Haushalte, die zuerst dämmen und erst später die Heizung tauschen wollten, müssen neu planen. Das heißt nicht, dass Dämmung unwichtig wäre. Im Gegenteil: Eine bessere Gebäudehülle kann die neue Heizung kleiner, effizienter und günstiger machen. Förderlogisch steht 2026 aber der Kesseltausch stärker im Vordergrund.
Warum alte Gas- und Ölheizungen jetzt genauer geprüft werden sollten
Viele Haushalte warten mit dem Heizungstausch, bis die alte Anlage ausfällt. Das ist oft die teuerste Variante. Wer unter Zeitdruck tauschen muss, hat weniger Auswahl, eine schlechtere Verhandlungsposition, längere Wartezeiten und eine höhere Wahrscheinlichkeit für Übergangslösungen. 2026 kommt die Budgetlogik der Förderung dazu: Anträge und Registrierungen sind nur möglich, solange Mittel vorhanden sind.
Gerade bei alten Ölheizungen, Gasthermen, Kohleheizungen oder Elektrospeicheröfen sollte daher früh geprüft werden, welche Alternative technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Eine seriöse Planung braucht Heizlast, Gebäudezustand, Wärmeverteilung, Warmwasserbedarf, Aufstellflächen, Schall, Stromanschluss, Lagerraum oder Fernwärmeanschluss.
Wärmepumpe, Fernwärme oder Holzheizung: Was passt wann?
Eine Wärmepumpe passt besonders gut, wenn niedrige Vorlauftemperaturen möglich sind, das Gebäude nicht extrem schlecht gedämmt ist und Heizflächen ausreichend groß sind. Fußbodenheizung ist hilfreich, aber nicht immer zwingend. Entscheidend ist die tatsächliche Systemtemperatur. Bei alten Heizkörpern muss geprüft werden, ob größere Heizkörper, bessere Regelung oder Teilsanierung nötig sind.
Fernwärme ist sinnvoll, wenn ein klimafreundliches oder hocheffizientes Netz verfügbar ist und Anschluss- sowie laufende Kosten passen. Holzheizungen können dort stark sein, wo Lagerraum vorhanden ist, hoher Wärmebedarf besteht und regionale Brennstoffversorgung gut funktioniert. Jede Lösung hat Vor- und Nachteile. Pauschale Aussagen wie „Wärmepumpe ist immer besser“ oder „Pellets sind immer günstiger“ sind unseriös.
Warum Förderhöhe nicht gleich Ersparnis ist
Die Förderung klingt attraktiv, aber Haushalte sollten nicht nur auf den maximalen Zuschuss schauen. Entscheidend ist die Gesamtrechnung: Investitionskosten, Förderung, Landesförderung, Betriebskosten, Wartung, Lebensdauer, Strompreis, Brennstoffpreis, Sanierungsbedarf und Finanzierung. Eine höhere Förderung bedeutet nicht automatisch die günstigste Lösung.
Beispiel: Eine Wärmepumpe kann mit Photovoltaik und gutem Gebäudezustand sehr wirtschaftlich sein. In einem schlecht gedämmten Haus mit hohen Vorlauftemperaturen kann sie ohne Zusatzmaßnahmen teurer laufen als erwartet. Eine Pelletheizung kann höhere Investitions- und Wartungslogik haben, aber bei geeignetem Gebäude und Lagerraum sinnvoll sein. Fernwärme kann bequem sein, hängt aber von Tarifstruktur und Netz ab.
Was Haushalte vor der Registrierung prüfen sollten
- Alte Heizung klären: Ist es Öl, Gas, Kohle/Koks oder ein Elektrospeicherofen?
- Gebäudetyp prüfen: Ein-/Zweifamilienhaus, Reihenhaus, mehrgeschossiger Wohnbau oder Reihenhausanlage haben unterschiedliche Wege.
- Energieberatung einholen: Eine fachliche Vorprüfung hilft, falsche Systementscheidungen zu vermeiden.
- Fernwärme prüfen: Wenn klimafreundliche oder hocheffiziente Nah-/Fernwärme verfügbar und zumutbar ist, hat sie Vorrang.
- Angebote vergleichen: Nicht nur Gerätepreis, sondern Montage, Demontage, Entsorgung, Speicher, Regelung und Elektroarbeiten berücksichtigen.
- Fördergrenze beachten: Die Förderung ist mit maximal 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten begrenzt.
- Frist einplanen: Nach Registrierung bleiben 9 Monate bis zur abgeschlossenen Umsetzung und Antragstellung.
- Landesförderung prüfen: Bundesförderung kann mit Förderungen der Bundesländer kombinierbar sein.
Welche Fehler Betriebe vermeiden sollten
- Zu schnell verkaufen: Ohne Heizlast, Vorlauftemperatur und Gebäudecheck kann die Lösung später enttäuschen.
- Förderung überversprechen: Die endgültige Förderhöhe hängt von Kosten, System, Zuschlägen und Fördergrenzen ab.
- Unterlagen unterschätzen: Förderanträge scheitern oft an falschen Rechnungen, fehlenden Nachweisen oder unklarer Dokumentation.
- Elektrik vergessen: Wärmepumpen brauchen passende elektrische Infrastruktur und Abstimmung mit Lasten im Gebäude.
- Wartung verschweigen: Kund:innen sollten wissen, welche laufenden Pflichten, Servicekosten und Kontrollen entstehen.
- Schall ignorieren: Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen sind Aufstellort, Nachbarschaft und Schallschutz relevant.
- Wartezeiten falsch einschätzen: Gute Betriebe können bei hoher Nachfrage schnell ausgelastet sein.
Warum regionale Anbieter im Vorteil sein können
Beim Kesseltausch sind regionale Anbieter oft im Vorteil, weil sie Gebäude, Klima, Netzsituation, Landesförderungen, lokale Energieberatung und typische Bauweisen besser kennen. Ein Heizsystem muss zur Region passen. Ein Haus in einer steirischen Hanglage, ein Reihenhaus in Wien, ein Bauernhaus im Waldviertel und ein Mehrparteienhaus in Graz haben unterschiedliche Anforderungen.
Für Kund:innen ist regionale Nähe auch nach der Installation wichtig. Wartung, Störung, Regelungsoptimierung und Nachjustierung entscheiden, ob eine Anlage langfristig gut läuft. Ein Kesseltausch endet nicht mit der Montage. Die ersten Heizperioden zeigen oft, ob Einstellungen, Heizkurve und Nutzerverhalten wirklich passen.
Was die Förderung für mehrgeschossigen Wohnbau bedeutet
Im mehrgeschossigen Wohnbau und bei Reihenhausanlagen gibt es eigene Förderwege. Gefördert werden unter anderem der Ersatz fossiler Heizsysteme durch klimafreundliche Zentralheizungen für das Gesamtobjekt sowie die nachträgliche Zentralisierung einzelner Wohnungen. Gerade in Gebäuden mit alten Gasetagenheizungen ist das technisch, rechtlich und organisatorisch anspruchsvoll.
Hier profitieren Planungsbüros, Hausverwaltungen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Fernwärmeanbieter, Installateurbetriebe und Förderberater:innen. Gleichzeitig sind Abstimmungen schwieriger: Eigentümerbeschlüsse, bauliche Eingriffe, Leitungsführungen, Finanzierung, Bewohnerkommunikation und Fristen müssen sauber organisiert werden. Der Aufwand ist höher als im Einfamilienhaus, aber die Wirkung kann groß sein.
Stimmen und Einschätzungen
- Norbert Totschnig: Der Umweltminister erklärte zur Anpassung der Sanierungsoffensive, dass die vorhandenen Mittel besonders effizient auf CO₂-Einsparung ausgerichtet werden sollen und deshalb der Schwerpunkt auf den Kesseltausch gelegt werde. (BMLUK, 2. Februar 2026)
- Anton Berger: Der Bundesinnungsmeister der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker begrüßte laut WKO die Sanierungsoffensive als Start in eine neue Etappe zur Verringerung von Treibhausgasemissionen und zur Erhöhung der Energieeffizienz von Gebäuden. (WKO, Sanierungsoffensive 2026)
- Sanierungsoffensive: Die offizielle Förderstelle weist darauf hin, dass die Förderung für den Kesseltausch spätestens 9 Monate nach Registrierung beantragt werden muss und der Kesseltausch zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen und abgerechnet sein muss. (Offizielle Förderinformation 2026)
Welche Unternehmen jetzt beraten können
Relevante Ansprechpartner sind befugte Installateurbetriebe, Energieberater:innen der Bundesländer, Wärmepumpen-Fachbetriebe, Fernwärmeanbieter, Holzheizungsanbieter, Elektriker:innen, Planungsbüros, Hausverwaltungen, Förderberater:innen, Banken, Steuerberatungen und gegebenenfalls Baumeister oder Sanierungsberater:innen. Bei mehrgeschossigen Gebäuden kommen zusätzlich Eigentümergemeinschaften, Gebäudeverwaltungen und juristische Beratung ins Spiel.
Für Haushalte ist wichtig: Nicht jede Beratung ist neutral. Wer nur eine Technologie verkauft, wird oft genau diese Lösung empfehlen. Sinnvoll ist daher ein Vergleich aus unabhängiger Energieberatung, mehreren Angeboten und einer klaren Gesamtrechnung über Investition, Förderung und Betriebskosten.
Ausblick: Warum der Kesseltausch 2026 ein Engpass-Thema werden kann
Wenn viele Haushalte gleichzeitig handeln, kann es zu Engpässen kommen: Beratungstermine, Angebote, Geräte, Installationskapazitäten, Bohrtermine, Elektriker, Entsorgungsbetriebe und Förderabwicklung können sich stauen. Das spricht dafür, nicht bis zum Herbst oder bis zum Ausfall der alten Heizung zu warten.
Für Betriebe ist das eine Chance und eine Belastung zugleich. Hohe Nachfrage bringt Aufträge, aber auch Erwartungsdruck. Wer 2026 seriös wachsen will, braucht klare Prozesse, transparente Angebote, geschulte Mitarbeitende und gute Dokumentation. Der Kesseltausch ist kein reines Förderthema, sondern ein Test für Qualität, Kapazität und Vertrauen im Heizungsmarkt.
FAQ zum Kesseltausch 2026 in Österreich
Was ist der Kesseltausch 2026?
Der Kesseltausch 2026 ist eine Förderaktion im Rahmen der Sanierungsoffensive. Gefördert wird der Austausch fossiler Heizsysteme wie Öl, Gas, Kohle/Koks oder Elektrospeicherofen gegen klimafreundliche Systeme wie Nah-/Fernwärme, Wärmepumpe oder Holzzentralheizung.
Ist die Kesseltausch-Förderung 2026 noch offen?
Ja, die Förderung für den Kesseltausch wird weiterhin unterstützt. Neue Registrierungen und Förderanträge sind möglich, solange Budgetmittel vorhanden sind.
Ist der Sanierungsbonus 2026 noch offen?
Nein. Seit 2. Februar 2026 ist eine neue Registrierung oder Antragstellung für den Sanierungsbonus nicht mehr möglich. Bereits eingereichte Anträge und bestehende Registrierungen bleiben gültig.
Wie hoch ist die Förderung beim Kesseltausch?
Die Förderung ist mit maximal 30 Prozent der förderungsfähigen Investitionskosten begrenzt. Für Ein-/Zweifamilienhäuser und Reihenhäuser gelten Höchstbeträge von bis zu 6.500 Euro für Nah-/Fernwärme, bis zu 7.500 Euro für Wärmepumpen und bis zu 8.500 Euro für Holzzentralheizungen.
Gibt es zusätzliche Boni?
Ja. Bei gleichzeitiger Umsetzung können Zusatzboni möglich sein, etwa für thermische Solaranlagen oder für Tiefenbohrung beziehungsweise Brunnen bei bestimmten Wärmepumpensystemen.
Wie lange hat man nach der Registrierung Zeit?
Nach der Registrierung bleiben maximal 9 Monate Zeit für Umsetzung und Antragstellung. Zu diesem Zeitpunkt muss der Kesseltausch abgeschlossen und abgerechnet sein.
Kann man eine Wärmepumpe immer fördern lassen?
Nicht automatisch. Gefördert wird in erster Linie der Anschluss an klimafreundliche oder hocheffiziente Nah-/Fernwärme. Wenn das technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht zumutbar ist, kann eine Wärmepumpe oder Holzzentralheizung gefördert werden, wenn die weiteren Kriterien erfüllt sind.
Wer profitiert wirtschaftlich vom Kesseltausch?
Direkt profitieren Installateurbetriebe, Wärmepumpen-Anbieter, Holzheizungsbetriebe, Fernwärmeanbieter, Energieberater:innen, Elektriker:innen, Planungsbüros, Bohrunternehmen, Entsorgungsbetriebe und Förderberater:innen.
Was sollten Haushalte vor dem Kesseltausch prüfen?
Wichtig sind alte Heizungsart, Gebäudezustand, Heizlast, Vorlauftemperatur, Fernwärmeanschluss, Energieberatung, Angebote, Förderhöhe, Landesförderungen, Stromanschluss und Zeitplan.
Warum sollte man nicht bis zum Ausfall der alten Heizung warten?
Bei einem Ausfall entsteht Zeitdruck. Dann sind Beratung, Angebotsvergleich, Förderung, Gerätelieferung und fachgerechte Installation schwieriger. Wer früher plant, kann bessere Entscheidungen treffen und Förderfristen besser einhalten.
Quellen und weiterführende Informationen
- Sanierungsoffensive: Die offizielle Förderseite zum Kesseltausch im Ein-/Zweifamilienhaus oder Reihenhaus erklärt Zielgruppe, förderfähige Heizsysteme, Registrierung, 9-Monats-Frist und den Ablauf von Registrierung bis Auszahlung. Offizielle Informationen zum Kesseltausch im Ein-/Zweifamilienhaus
- Oesterreich.gv.at: Die Bundesplattform fasst die Sanierungsoffensive 2026 zusammen und weist darauf hin, dass seit 2. Februar 2026 keine neue Registrierung oder Antragstellung für den Sanierungsbonus möglich ist. Oesterreich.gv.at zur Sanierungsoffensive 2026
- BMLUK: Die Ministeriumsmitteilung vom 2. Februar 2026 erklärt die Neuausrichtung der Sanierungsoffensive, den Fokus auf Kesseltausch und die Begründung über höhere CO₂-Einsparung pro Fördereuro. BMLUK zum Fokus auf Kesseltausch ab Februar 2026
- Sanierungsoffensive-Infoblatt: Das offizielle Informationsblatt zum Kesseltausch 2026 für Ein-/Zweifamilienhäuser und Reihenhäuser nennt Höchstbeträge, Zusatzboni, Fördergrenze, technische Kriterien, Fristen und erforderliche Unterlagen. Informationsblatt Kesseltausch 2026 für Ein-/Zweifamilienhäuser
- Sanierungsoffensive-Infoblatt MGW: Das offizielle Informationsblatt für mehrgeschossigen Wohnbau und Reihenhausanlagen erklärt Zentralheizung, Zentralisierung einzelner Wohnungen, Antragstellung, Unterlagen und Förderlogik. Informationsblatt Kesseltausch 2026 für mehrgeschossigen Wohnbau
- Wirtschaftskammer Österreich: Die WKO ordnet die Sanierungsoffensive 2026 aus Sicht der Installateurbetriebe ein und beschreibt die Auswirkungen der Neuausrichtung auf Heizungsinstallationsbetriebe und klimafreundliche Heizsysteme. WKO zur Sanierungsoffensive 2026 für Installateure
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