KMU.DIGITAL 2026 ist für österreichische Klein- und Mittelbetriebe wieder ein wichtiges Förderthema. Mit 7. Mai 2026 startete eine neue Einreichphase der Umsetzungsförderung. Gefördert werden konkrete Digitalisierungsprojekte – von Onlineshops, Softwarelösungen, Kundenbindungs-Apps und digitaler Verwaltung bis zu Prozessdigitalisierung, E-Commerce, IT-Sicherheit und digitalen Nachhaltigkeitslösungen. Wichtig: Eine Umsetzungsförderung setzt grundsätzlich eine zuvor geförderte und ausbezahlte KMU.DIGITAL-Beratung voraus.
Für Branchenblatt.at passt KMU.DIGITAL besonders gut zu bestehenden Themen rund um Digitalisierung, Technik, Energie und Fachkräfte. Wer als Betrieb Prozesse digitalisiert, sollte auch den Beitrag zu Automatisierung in Österreichs Branchen kennen. Wer Digitalisierung mit Energie, Gebäudetechnik oder Eigenverbrauch verbindet, findet zusätzliche Anknüpfungspunkte bei Photovoltaik-Beratung und Installation in der Steiermark sowie beim Elektrotechniker-Gehalt in Österreich. Denn viele Digitalisierungsprojekte scheitern nicht an Ideen, sondern an Prozessklarheit, Datenqualität, IT-Sicherheit und fehlender Umsetzungskraft.
Warum KMU.DIGITAL 2026 für Betriebe wieder wichtiger wird
| Punkt | Einordnung für KMU 2026 |
|---|---|
| Neue Einreichphase | Mit 7. Mai 2026 startete eine neue Einreichphase der Umsetzungsförderung im Rahmen von KMU.DIGITAL. |
| Zielgruppe | Das Programm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen in Österreich. |
| Träger | KMU.DIGITAL ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus und der Wirtschaftskammer Österreich. |
| Beratungsförderung | Gefördert werden Status- und Potenzialanalysen sowie Strategieberatungen zu Digitalisierungsfragen. Laut Digital Austria sind dafür maximal 3.000 Euro pro Unternehmen möglich. |
| Umsetzungsförderung | Für aktivierungspflichtige Neuinvestitionen in Digitalisierungsprojekte ist laut Digital Austria eine maximale Umsetzungsförderung von 6.000 Euro möglich. |
| Projektkosten Umsetzung | Die FAQ zur Umsetzungsförderung nennt förderbare Projektkosten von mindestens 2.000 Euro bis maximal 30.000 Euro exklusive Umsatzsteuer. |
| Vorherige Beratung | Eine Umsetzungsförderung ist nur möglich, wenn zuvor eine geförderte und ausbezahlte KMU.DIGITAL-Beratung in Anspruch genommen wurde. |
| GREEN-Schiene | KMU.DIGITAL & GREEN erweitert das Programm um Digitalisierung für ökologische Transformation, etwa Energieeffizienz, Mobilität, Ressourceneinsparung, Lieferkette und nachhaltige Strategie. |
| Budgetrahmen | Für die Förderperiode 2024 bis 2026 nennt Digital Austria ein Budget von 35 Millionen Euro für digitale und nachhaltige Transformation österreichischer KMU. |
| Wichtiges Risiko | Kosten, Leistungen, Lieferungen, Rechnungen und Zahlungen dürfen bei der Umsetzungsförderung nicht vor dem Anerkennungsstichtag beziehungsweise vor Antragseinbringung angefallen sein. |
Was KMU.DIGITAL eigentlich fördern soll
KMU.DIGITAL soll kleinen und mittleren Unternehmen helfen, Digitalisierungsprojekte nicht nur zu planen, sondern auch konkret umzusetzen. Das ist wichtig, weil viele Betriebe zwar wissen, dass sie digitaler werden müssen, aber nicht genau einschätzen können, wo der größte Nutzen liegt. Ein neuer Webshop allein löst selten ein Geschäftsproblem, wenn Lager, Kundendaten, Rechnungslegung, Schnittstellen oder Prozesse nicht mitgedacht werden.
Das Programm setzt deshalb bei Beratung und Umsetzung an. Zuerst soll ein Betrieb analysieren, wo er steht: Geschäftsmodell, Prozesse, E-Commerce, Online-Marketing, IT- und Cybersecurity oder digitale Verwaltung. Danach kann – sofern die Voraussetzungen erfüllt sind – ein konkretes Umsetzungsprojekt eingereicht werden. Diese Reihenfolge soll Schnellschüsse vermeiden und die Förderung stärker auf echte betriebliche Wirkung ausrichten.
Warum die neue Umsetzungsphase im Mai 2026 wichtig ist
Die neue Einreichphase ab 7. Mai 2026 kommt zu einem Zeitpunkt, an dem viele KMU unter Druck stehen. Kosten steigen, Kund:innen erwarten digitale Services, Fachkräfte fehlen, Bürokratie wird komplexer und Cyberrisiken nehmen zu. Gleichzeitig haben viele kleinere Betriebe ihre Digitalisierung nur teilweise umgesetzt: Website vorhanden, aber keine sauberen Prozesse; Buchhaltung digital, aber keine Schnittstellen; Social Media aktiv, aber kein CRM; Online-Shop online, aber Lager und Retouren nicht gut angebunden.
Genau hier kann KMU.DIGITAL wirken. Der größte Nutzen entsteht nicht bei kosmetischen Maßnahmen, sondern dort, wo Digitalisierung Zeit spart, Fehler reduziert, neue Umsätze ermöglicht oder Risiken senkt. Ein Betrieb sollte daher nicht zuerst fragen: „Welche Förderung bekomme ich?“ Die bessere Frage lautet: „Welches digitale Problem kostet uns heute Geld, Zeit oder Kund:innen?“
Welche Unternehmen besonders profitieren können
Besonders profitieren können KMU mit klar erkennbarem Digitalisierungsbedarf. Dazu zählen Einzelhandel, Gastronomie, Handwerk, Tourismusbetriebe, kleine Produktionsunternehmen, Dienstleister, Agenturen, Gesundheits- und Therapiebetriebe, Werkstätten, regionale Händler, Bau- und Baunebengewerbe, Beratungsunternehmen, Logistikbetriebe und spezialisierte Nischenanbieter.
Ein Betrieb mit vielen manuellen Arbeitsschritten kann durch digitale Abläufe Zeit sparen. Ein Händler kann E-Commerce und Warenwirtschaft besser verbinden. Eine Werkstatt kann Terminplanung, Kundendaten und Rechnungslegung vereinfachen. Ein Tourismusbetrieb kann Direktbuchungen, Newsletter und Gästedaten professionalisieren. Ein Produktionsbetrieb kann Prozesse, Lager, Auftragsstatus und Qualitätsdaten besser abbilden.
Was KMU.DIGITAL nicht ist
KMU.DIGITAL ist kein allgemeiner Zuschuss für alles, was irgendwie digital klingt. Nicht jedes Website-Update, jede Standard-Software, jedes Notebook oder jede laufende Betriebsausgabe ist förderfähig. Laut FAQ zur Umsetzungsförderung sind etwa Standardhardware, laufende Betriebskosten oder reine Website-Design- beziehungsweise Content-Aktualisierungen nicht automatisch förderfähig.
Für Betriebe ist diese Abgrenzung entscheidend. Wer zuerst bestellt, unterschreibt oder bezahlt und danach an Förderung denkt, riskiert die Förderfähigkeit. Wer ein Projekt nur oberflächlich als Digitalisierung verkauft, aber keinen echten Investitions- oder Prozessbezug hat, kann ebenfalls scheitern. Die saubere Planung vor Projektstart ist daher wichtiger als ein schneller Antrag.
Warum Beratung der erste Schritt ist
Eine Umsetzungsförderung ist grundsätzlich an eine vorherige geförderte Beratung gebunden. Diese Beratung muss abgeschlossen und ausbezahlt sein. Damit soll sichergestellt werden, dass die Umsetzung nicht beliebig erfolgt, sondern aus einer strukturierten Analyse oder Strategie entsteht.
Für KMU ist das ein Vorteil, wenn die Beratung ehrlich und praxisnah ist. Eine gute Beratung sagt nicht nur, was technisch möglich ist. Sie klärt, welche Maßnahme betriebswirtschaftlich sinnvoll ist, welche Prozesse zuerst verbessert werden müssen, welche Software passt, welche Daten vorhanden sind und welche Mitarbeitenden eingebunden werden müssen.
Typische Projekte mit hohem Nutzen
- Onlineshop-Professionalisierung: bessere Warenwirtschaft, Zahlungsarten, Lagerlogik, Produktdaten, Schnittstellen und Retourenprozesse.
- CRM und Kundenbindung: strukturierte Kundendaten, Angebote, Nachfassprozesse, Newsletter, Servicehistorie und Kundenbindungs-Apps.
- Digitale Verwaltung: digitale Belege, Rechnungen, Freigaben, Dokumentenablage, Schnittstellen zur Buchhaltung und effizientere Abläufe.
- Cybersecurity: Risikoanalyse, Zugriffskonzepte, Backup, Rechteverwaltung, Schulung, Schutz vor Datenverlust und Angriffen.
- Produktions- und Prozessdigitalisierung: digitale Auftragsabwicklung, Lager, Maschinen- oder Qualitätsdaten, Planung und Schnittstellen.
- Online-Marketing mit System: nicht nur Kampagnen, sondern messbare Prozesse von Anfrage bis Verkauf.
- Digitale Nachhaltigkeit: Energiemonitoring, Ressourcenplanung, Lieferkettenübersicht oder digitale Tools zur Reduktion von Verbrauch.
Warum E-Commerce allein oft nicht reicht
Viele KMU denken bei Digitalisierung zuerst an Website oder Webshop. Das ist verständlich, aber oft zu kurz gedacht. Ein Webshop bringt nur dann dauerhaft etwas, wenn Produktdaten stimmen, Lagerbestände aktuell sind, Zahlungs- und Versandprozesse funktionieren, Retouren sauber abgewickelt werden und Kund:innen wieder angesprochen werden können.
Für regionale Händler, Produzenten und Dienstleister ist deshalb die Verbindung von E-Commerce, Prozesslogik und Kundendaten entscheidend. Wer nur eine neue Oberfläche baut, aber intern weiter mit Excel, E-Mail und manuellen Listen arbeitet, hat häufig mehr Aufwand statt weniger. KMU.DIGITAL kann genau dann nützlich sein, wenn die Umsetzung als Geschäftsprozess gedacht wird.
Warum Cybersecurity für KMU kein Randthema mehr ist
IT-Sicherheit ist für kleine Betriebe oft unangenehm, weil sie nicht direkt Umsatz bringt. Trotzdem kann ein Cyberangriff existenzgefährdend werden. Ransomware, Datenverlust, gehackte E-Mail-Konten, manipulierte Rechnungen oder ausgefallene Systeme treffen KMU besonders hart, weil sie selten eigene IT-Abteilungen haben.
KMU.DIGITAL adressiert Cybersecurity ausdrücklich als Beratungs- und Förderthema. Für Betriebe ist das wichtig: Bevor ein neues Tool eingeführt wird, sollten Backup, Zugriff, Passwörter, Rechte, Updates, Datenschutz und Notfallpläne geklärt sein. Digitalisierung ohne Sicherheit erhöht das Risiko.
Welche Branchen direkt profitieren
Direkt profitieren KMU, die Digitalisierungsprojekte planen oder umsetzen. Zusätzlich profitieren zertifizierte Berater:innen, IT-Dienstleister, Softwareanbieter, E-Commerce-Agenturen, Cybersecurity-Spezialist:innen, Prozessberater:innen, CRM-Anbieter, ERP-Anbieter, Anbieter digitaler Verwaltungslösungen, App-Entwickler, Schnittstellen-Programmierer und Schulungsanbieter.
Auch Steuerberater:innen und Buchhaltungsdienstleister können profitieren, wenn Betriebe ihre Rechnungslegung, Belegverwaltung und Schnittstellen verbessern. Banken und Förderberater:innen können ebenfalls stärker eingebunden werden, wenn Investitionen vorfinanziert oder mit anderen Programmen kombiniert werden müssen.
Welche Branchen indirekt profitieren
Indirekt profitieren Branchen, die durch digitale Prozesse effizienter werden. Das betrifft Handel, Gastronomie, Tourismus, Handwerk, Bau- und Baunebengewerbe, Gesundheitsdienstleistungen, Pflege, Bildung, Produktion, Logistik, regionale Lebensmittelbetriebe und Dienstleistungsunternehmen. Digitalisierung kann Wartezeiten reduzieren, Fehler vermeiden, Personal entlasten und Kund:innen besser binden.
Auch technische Berufe gewinnen. Wenn Betriebe digitale Systeme, Energieeffizienz, Gebäudetechnik oder Automatisierung verbinden, steigt der Bedarf an Fachkräften, die Technik verstehen und praktisch umsetzen. Wer nach Berufen mit Zukunft sucht, findet dazu auch im Überblick zu gut bezahlten Berufen ohne Studium in Österreich passende Anschlussfelder.
Wer benachteiligt sein kann
Benachteiligt sein können Unternehmen, die zwar Digitalisierung brauchen, aber die formalen Voraussetzungen nicht erfüllen oder zu spät handeln. Dazu gehören Betriebe, die bereits vor Antragstellung Kosten ausgelöst haben, Unternehmen mit Projekten außerhalb der förderbaren Projektgrenzen oder Betriebe, die vor allem Standardhardware kaufen möchten. Auch Unternehmen, deren Geschäftsmodell selbst ausschließlich digital ist, können nach Förderlogik problematisch sein.
Schwierig kann es außerdem für sehr kleine Betriebe werden, wenn die Vorfinanzierung fehlt. Förderungen werden oft erst nach Prüfung und Abrechnung ausbezahlt. Ein Projekt muss also finanziell tragbar sein, bevor der Zuschuss tatsächlich am Konto landet. Wer wenig Liquidität hat, sollte Förderung, Zahlungsplan und Projektumfang besonders sorgfältig prüfen.
Warum KMU.DIGITAL & GREEN spannend ist
KMU.DIGITAL & GREEN verbindet Digitalisierung mit ökologischer Transformation. Das ist 2026 besonders relevant, weil Energiepreise, Nachhaltigkeitsanforderungen, Lieferketten, Ressourceneinsatz und Mobilität stärker in Geschäftsentscheidungen hineinwirken. Betriebe können digitale Werkzeuge nutzen, um Energieverbrauch zu messen, Ressourcen besser zu planen, Beschaffung zu verbessern oder Kommunikation und Strategie nachhaltiger aufzustellen.
Das ist nicht nur für große Unternehmen wichtig. Auch ein kleiner Produktionsbetrieb, eine Tischlerei, ein Hotel, ein Händler oder ein Lebensmittelbetrieb kann von digitalem Energiemonitoring, besseren Lieferketteninformationen oder ressourcenschonender Planung profitieren. Green ist dann kein Image-Thema, sondern ein Effizienz- und Kostenhebel.
Was Unternehmen vor dem Antrag prüfen sollten
- KMU-Status klären: Das Programm richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen in Österreich.
- Problem definieren: Welcher Prozess, welches Risiko oder welche Umsatzchance soll digital verbessert werden?
- Beratung einplanen: Eine geförderte Beratung ist der verpflichtende Einstieg für eine spätere Umsetzungsförderung.
- Kosten nicht zu früh auslösen: Leistungen, Rechnungen, Lieferungen und Zahlungen dürfen nicht vor dem maßgeblichen Zeitpunkt erfolgen.
- Projektgröße prüfen: Bei der Umsetzungsförderung gelten förderbare Projektkosten von 2.000 bis 30.000 Euro exklusive Umsatzsteuer.
- Förderfähigkeit prüfen: Standardhardware, reine Design-Updates oder laufende Betriebskosten sind nicht automatisch förderfähig.
- Finanzierung sichern: Der Zuschuss ersetzt nicht die Vorfinanzierung des Projekts.
- Nachweise vorbereiten: Angebote, Projektbeschreibung, Kostenaufstellung, Beratungs-Geschäftszahl und spätere Rechnungen müssen sauber dokumentiert werden.
Welche Fehler KMU vermeiden sollten
- Zu spät an Förderung denken: Wer schon bestellt oder bezahlt hat, kann die Förderfähigkeit verlieren.
- Nur Website-Optik verbessern: Reine Design- oder Content-Aktualisierungen sind kein starkes Digitalisierungsprojekt.
- Kein klares Ziel definieren: Digitalisierung ohne messbaren Nutzen führt oft zu teuren Insellösungen.
- Mitarbeitende vergessen: Neue Software bringt wenig, wenn niemand sie nutzt oder versteht.
- Schnittstellen unterschätzen: Webshop, Lager, Buchhaltung, CRM und Versand müssen zusammenpassen.
- Cybersecurity ignorieren: Mehr digitale Prozesse bedeuten mehr Verantwortung für Sicherheit und Datenschutz.
- Förderung als Verkaufsargument überbewerten: Entscheidend bleibt, ob das Projekt auch ohne Zuschuss betriebswirtschaftlich sinnvoll wäre.
Warum KMU.DIGITAL für Agenturen und IT-Dienstleister wichtig ist
Für Agenturen, IT-Dienstleister und Softwareanbieter ist KMU.DIGITAL 2026 eine Chance, aber auch eine Verantwortung. Viele Kund:innen werden mit der Frage kommen, ob Website, Shop, CRM, App oder Software förderbar sind. Seriöse Anbieter sollten dabei nicht pauschal Förderung versprechen, sondern zuerst Voraussetzungen, Beratungspflicht, Zeitpunkt, Kostenstruktur und Projektziel prüfen.
Gute Dienstleister werden stärker als Prozesspartner wahrgenommen. Sie helfen nicht nur bei Umsetzung, sondern auch bei Struktur: Was ist wirklich das Problem? Welche Lösung passt? Welche Daten müssen übernommen werden? Welche Mitarbeitenden müssen geschult werden? Welche Risiken entstehen? Wer diese Fragen beantworten kann, hat im KMU-Markt einen klaren Vertrauensvorsprung.
Warum Digitalisierung auch ein Personalthema ist
Digitalisierung wird oft technisch diskutiert, ist aber auch ein Personalthema. Neue Software verändert Arbeitsabläufe, Verantwortlichkeiten und Erwartungen. Mitarbeitende können entlastet werden, wenn Routinearbeit wegfällt. Sie können aber auch überfordert sein, wenn Systeme schlecht eingeführt werden.
Unternehmen sollten deshalb Schulung, interne Kommunikation und klare Zuständigkeiten einplanen. Digitalisierung gelingt selten durch ein Tool allein. Sie gelingt, wenn Geschäftsführung, Mitarbeitende, IT-Dienstleister und Beratung gemeinsam verstehen, welches Problem gelöst wird.
Stimmen und Einschätzungen
- Wolfgang Hattmannsdorfer: Digitalisierung sei keine Option mehr, sondern Voraussetzung, um im Wettbewerb zu bestehen; KMU.DIGITAL setze bei der konkreten Umsetzung von Projekten an. (aws/BMWET-Meldung, 7. Mai 2026)
- Martha Schultz: Gerade für kleine und mittlere Betriebe sei entscheidend, dass Digitalisierung nicht an der Theorie scheitere, sondern in der Praxis ankomme. (aws/BMWET-Meldung, 7. Mai 2026)
- Digital Austria: Das Programm unterstützt KMU durch Beratungsleistungen bei Planung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten und erweitert das Grundprogramm bis 2026 um die GREEN-Schiene für ökologische Transformation. (Digital Austria, Förderinformation 2026)
Welche Unternehmen jetzt beraten können
Relevant sind zertifizierte KMU.DIGITAL-Berater:innen, IT-Dienstleister, E-Commerce-Agenturen, Cybersecurity-Fachleute, Prozessberater:innen, Softwareanbieter, ERP- und CRM-Anbieter, Steuerberater:innen mit digitaler Buchhaltungsnähe, Förderberater:innen und Wirtschaftskammer-Anlaufstellen. Betriebe sollten darauf achten, ob Beratung und Umsetzung sauber getrennt, verständlich dokumentiert und förderlogisch korrekt aufgebaut sind.
Wichtig ist außerdem, dass die gewählte Lösung zum Betrieb passt. Ein kleines Handelsunternehmen braucht vielleicht keinen komplexen Konzernprozess. Eine Werkstatt braucht nicht zwingend eine riesige Plattform. Ein Gastronomiebetrieb braucht keine App, wenn Reservierung, Warenwirtschaft und Personalplanung ungelöst bleiben. Gute Digitalisierung beginnt mit Prioritäten.
Ausblick: Warum KMU 2026 nicht warten sollten
Förderbudgets sind begrenzt und können rasch ausgeschöpft sein. Gleichzeitig braucht ein gutes Digitalisierungsprojekt Vorbereitung: Beratung, Projektdefinition, Angebote, Finanzierung, Antrag, Umsetzung und Nachweis. Wer erst handelt, wenn der Druck groß ist, macht häufiger Fehler.
Für KMU ist 2026 daher ein guter Zeitpunkt für einen strukturierten Digital-Check. Nicht jeder Betrieb braucht sofort ein großes Projekt. Aber fast jeder Betrieb sollte wissen, welche digitalen Schwachstellen Geld, Zeit oder Kund:innen kosten. KMU.DIGITAL kann dabei helfen, aus einem diffusen Wunsch nach Digitalisierung ein konkretes, prüfbares und wirtschaftlich sinnvolles Projekt zu machen.
FAQ zu KMU.DIGITAL 2026 in Österreich
Was ist KMU.DIGITAL 2026?
KMU.DIGITAL ist ein Förderprogramm für kleine und mittlere Unternehmen in Österreich. Es unterstützt Betriebe bei der Beratung und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten.
Wer kann KMU.DIGITAL nutzen?
Das Programm richtet sich an österreichische kleine und mittlere Unternehmen. Ob ein konkreter Betrieb förderfähig ist, hängt von KMU-Status, Branche, Projekt und Förderbedingungen ab.
Was ist seit 7. Mai 2026 neu?
Mit 7. Mai 2026 startete eine neue Einreichphase der Umsetzungsförderung. Damit können nach einer geförderten und ausbezahlten Beratung wieder konkrete Digitalisierungsprojekte eingereicht werden, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind.
Wie hoch ist die Förderung?
Laut Digital Austria sind für Beratungen bis zu 3.000 Euro pro Unternehmen möglich. Für die Umsetzung aktivierungspflichtiger Digitalisierungsprojekte ist eine maximale Förderhöhe von 6.000 Euro vorgesehen.
Welche Projektkosten gelten bei der Umsetzungsförderung?
Die FAQ zur Umsetzungsförderung nennt förderbare Projektkosten von mindestens 2.000 Euro bis maximal 30.000 Euro exklusive Umsatzsteuer.
Braucht man vor der Umsetzung eine Beratung?
Ja. Eine Umsetzungsförderung kann nur beantragt werden, wenn zuvor eine geförderte KMU.DIGITAL-Beratung abgeschlossen und ausbezahlt wurde.
Welche Themen sind typisch für KMU.DIGITAL?
Typische Themen sind Geschäftsmodelle und Prozesse, E-Commerce, Online-Marketing, Social Media, IT- und Cybersecurity, digitale Verwaltung sowie bei KMU.DIGITAL & GREEN digitale Maßnahmen für ökologische Transformation.
Kann man nach Projektstart noch Förderung beantragen?
Das ist riskant. Bei der Umsetzungsförderung dürfen Kosten, Leistungen, Lieferungen, Rechnungen und Zahlungen nicht vor dem maßgeblichen Anerkennungsstichtag beziehungsweise vor Antragseinbringung angefallen sein.
Was wird nicht automatisch gefördert?
Nicht automatisch förderfähig sind unter anderem Standardhardware, reine Website-Design- oder Content-Aktualisierungen, laufende Betriebskosten, Fahrzeuge, Finanzierungskosten oder Projekte außerhalb der förderbaren Kostengrenzen.
Warum ist KMU.DIGITAL für Betriebe wichtig?
Das Programm kann helfen, digitale Projekte strukturierter zu planen, Kosten zu reduzieren und Investitionen in Prozesse, E-Commerce, IT-Sicherheit, Verwaltung oder Nachhaltigkeit besser umzusetzen.
Quellen und weiterführende Informationen
- Austria Wirtschaftsservice: Die aws-Meldung vom 7. Mai 2026 informiert über den Start der neuen Einreichphase der KMU.DIGITAL-Umsetzungsförderung, nennt Antragszahlen, Fördervolumen und die inhaltliche Ausrichtung auf konkrete Digitalisierungsprojekte. aws zur neuen KMU.DIGITAL-Umsetzungsphase 2026
- KMU.DIGITAL: Die offizielle Programmseite erklärt Ziel, Träger, Beratungs- und Umsetzungslogik sowie die Erweiterung um KMU.DIGITAL & GREEN. Offizielle Programmseite KMU.DIGITAL
- Wirtschaftskammer Österreich: Die WKO-Förderseite ordnet KMU.DIGITAL als österreichweite Zuschussförderung für KMU ein und nennt Förderzweck, Förderungsgegenstand, Themenfelder und Einreichung.
- Digital Austria: Die Bundesplattform beschreibt Themenbereiche, GREEN-Erweiterung, Förderhöhen, Budgetrahmen 2024 bis 2026 und Einreichlogik. Digital Austria zur Digitalisierungsoffensive KMU.DIGITAL
- KMU.DIGITAL FAQ: Die FAQ zur Umsetzungsförderung erklärt Voraussetzungen, Projektkosten, Anerkennungsstichtag, Vorab-Beratung, förderbare und nicht förderbare Kosten sowie notwendige Unterlagen. FAQ zur KMU.DIGITAL-Umsetzungsförderung
- Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus: Die Ministeriumsseite beschreibt KMU.DIGITAL als Förderungsprogramm für österreichische KMU und nennt den Budgetrahmen für digitale und nachhaltige Transformation im Zeitraum 2024 bis 2026. BMWET zum Förderungsprogramm KMU.DIGITAL
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