Stand: 29. Mai 2026. Die endgültige Bilanz der Tourismus-Wintersaison 2025/26 inklusive April war zum aktuellen Stand noch nicht veröffentlicht. Die bisherige Wintersaison von November 2025 bis März 2026 zeigt aber bereits ein klares Bild: Österreich erreichte laut Statistik Austria 66,37 Millionen Nächtigungen, ein Plus von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und den bisher höchsten Wert für diese Periode seit Beginn der elektronischen Aufzeichnungen. Besonders profitiert haben Wien, Oberösterreich, Kärnten, Salzburg, Tirol und viele Betriebe rund um Hotellerie, Gastronomie, Seilbahnen, Freizeitangebote, Mobilität und regionale Zulieferung.
Für Betriebe ist die Saison trotzdem kein Selbstläufer. Hohe Energiepreise, Personalmangel, Wetterrisiken, Ferienverschiebungen und Kosten für Anreise, Personal und Wareneinsatz bleiben entscheidend. Gerade regionale Tourismusstandorte zeigen, wie eng Hotellerie, Gastronomie, Wein, Veranstaltungen und Zulieferbetriebe zusammenhängen. In der Südsteiermark wurde das zuletzt auch an den Unsicherheiten rund um Domaines Kilger, Jaglhof und Stupperhof sichtbar.
Welche Regionen im Wintertourismus 2025/26 bisher vorne liegen
| Bundesland | Vorläufige Nächtigungen November 2025 bis März 2026 |
|---|---|
| Tirol | 24,73 Millionen Nächtigungen, plus 2,9 Prozent. Tirol bleibt mit Abstand das stärkste Wintertourismus-Bundesland. |
| Salzburg | 14,93 Millionen Nächtigungen, plus 4,3 Prozent. Salzburg profitiert stark von Skigebieten, internationalen Gästen und klassischem Winterurlaub. |
| Wien | 7,72 Millionen Nächtigungen, plus 8,1 Prozent. Wien zeigt besonders starkes Wachstum im Städtetourismus. |
| Steiermark | 5,37 Millionen Nächtigungen, plus 2,6 Prozent. Die Steiermark verbindet Wintersport, Thermen, Städte, Kulinarik und regionale Kurzurlaube. |
| Vorarlberg | 4,54 Millionen Nächtigungen, plus 0,3 Prozent. Vorarlberg bleibt stark, wächst aber im bisherigen Winter nur leicht. |
| Kärnten | 3,33 Millionen Nächtigungen, plus 4,4 Prozent. Kärnten profitiert von Winterurlaub, Thermen, Seenregionen und Kurzreisen. |
| Oberösterreich | 2,70 Millionen Nächtigungen, plus 4,9 Prozent. Oberösterreich zählt zu den dynamischeren Bundesländern der bisherigen Wintersaison. |
| Niederösterreich | 2,20 Millionen Nächtigungen, minus 1,7 Prozent. Niederösterreich liegt als einziges Bundesland im bisherigen Winter unter dem Vorjahreswert. |
| Burgenland | 0,85 Millionen Nächtigungen, plus 2,5 Prozent. Das Burgenland wächst moderat, vor allem mit Inlands-, Thermen- und Kurzurlaubslogik. |
Warum Tirol und Salzburg weiter die Winteranker bleiben
Tirol und Salzburg dominieren den Wintertourismus weiterhin klar. Zusammen kommen beide Bundesländer in der bisherigen Wintersaison auf fast 40 Millionen Nächtigungen. Das zeigt, wie stark Österreichs Wintertourismus noch immer von alpinen Regionen, Skigebieten, internationalen Gästen, Ferienwohnungen, Hotels, Seilbahnen und klassischem Winterurlaub geprägt ist.
Für Betriebe bedeutet das: Wer in diesen Regionen arbeitet, profitiert nicht nur von Nächtigungen selbst. Auch Skiverleih, Skischulen, Gastronomie, Lebensmittelhandel, regionale Produzenten, Taxi- und Shuttleunternehmen, Reinigung, Wäschereien, Handwerk, Energieversorgung, Freizeitangebote und Eventanbieter hängen an der Wintersaison. Ein starkes Nächtigungsplus wirkt daher entlang einer breiten Wertschöpfungskette.
Warum Wien der auffälligste Gewinner ist
Wien ist in den bisherigen Zahlen besonders auffällig. Mit 7,72 Millionen Nächtigungen von November 2025 bis März 2026 und einem Plus von 8,1 Prozent wächst die Bundeshauptstadt deutlich stärker als der Österreich-Schnitt. Das spricht für eine robuste Nachfrage nach Städtetourismus, Kultur, Veranstaltungen, Kongressen, Geschäftsreisen, Kurzurlauben und internationalen Gästen.
Für Wien profitieren Hotels, Serviced Apartments, Gastronomie, Museen, Eventlocations, Stadtführungen, Mobilitätsanbieter, Kulturveranstalter, Kongressdienstleister und Handel. Gleichzeitig ist Wien weniger abhängig von Schneelage und Skitagen als alpine Destinationen. Das macht die Stadt im Wintertourismus resilienter, aber auch stärker abhängig von Flugverbindungen, internationalen Märkten, Preisniveau und Großveranstaltungen.
Warum Oberösterreich und Kärnten genauer hinsehen sollten
Oberösterreich und Kärnten zeigen mit plus 4,9 beziehungsweise plus 4,4 Prozent überdurchschnittliche Zuwächse. Das ist wirtschaftlich interessant, weil beide Bundesländer nicht nur über klassischen Skitourismus funktionieren. Seen, Thermen, Städte, Kultur, Natur, Familienangebote, Gesundheit, Ausflugsziele und regionale Gastronomie spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.
Für Betriebe kann das ein Vorteil sein. Regionen, die nicht nur auf einen Winterfaktor setzen, verteilen Risiken besser. Wenn Schneelage, Ferienzeiten oder internationale Herkunftsmärkte schwanken, können Thermen, Städte, Wochenendtrips, Kulinarik, Wellness und Veranstaltungen stabilisierend wirken. Genau deshalb sind gemischte Tourismusangebote für die kommenden Jahre wichtiger als reine Saisonspitzen.
Was die Steiermark aus der bisherigen Saison lernen kann
Die Steiermark liegt mit 5,37 Millionen Nächtigungen und plus 2,6 Prozent solide im Plus, aber unter dem Österreich-Schnitt. Das Bundesland hat einen breiten Mix aus Skiregionen, Thermen, Städten, Kulinarik, Wein, Natur und Tagesausflügen. Genau diese Breite ist eine Stärke, muss aber gut vermarktet werden.
Für die Steiermark sind neben Schladming-Dachstein und Winterangeboten auch Thermenregionen, Graz, Südsteiermark, Genussbetriebe, Buschenschank, Veranstaltungen und regionale Produzenten wichtig. Wer Tourismus regional denkt, sollte nicht nur Betten zählen, sondern auch Gastronomie, Direktvermarktung, Eventgeschäft und lokale Lieferketten einbeziehen. Passend dazu zeigt der Beitrag zum Langen Tag der Energie 2026 in der Steiermark, wie Energie, Ausflugsziele, Betriebe und Tourismus zunehmend zusammenspielen.
Warum Niederösterreich als einziges Bundesland im Minus liegt
Niederösterreich lag in der bisherigen Wintersaison mit 2,20 Millionen Nächtigungen um 1,7 Prozent unter dem Vorjahr. Das ist kein dramatischer Einbruch, aber ein Warnsignal. Das Bundesland ist stark von Kurzurlaub, Ausflugsverkehr, Thermen, Kultur, Weinregionen, Natur und regionalen Wochenendreisen geprägt. Diese Nachfrage reagiert sensibel auf Wetter, Ferienlagen, Preisniveau und Konkurrenz durch Städte oder alpine Destinationen.
Für Betriebe heißt das: Niederösterreich muss Winterangebote oft stärker erklären als klassische Skiregionen. Erfolgreich sind Betriebe, die Kulinarik, Wellness, regionale Produkte, Kultur, Natur, Familienangebote und gute Erreichbarkeit bündeln. Reine Nächtigungslogik reicht hier weniger aus als ein starkes Gesamtpaket.
Was der März 2026 über Risiken zeigt
Der März 2026 fiel trotz starkem Gesamtwinter schwächer aus. Statistik Austria meldete für März 12,05 Millionen Nächtigungen, um 4,9 Prozent weniger als im März 2025. Besonders zurück gingen Nächtigungen von Gästen aus dem Ausland. Inländische Gäste legten dagegen zu.
Die Ursache liegt laut Statistik Austria auch in Ferienverschiebungen. Im März 2026 gab es keine zentralen Schulferien in Bayern; niederländische und belgische Ferienlagen verschoben sich ebenfalls. Das zeigt, wie abhängig der Wintertourismus von Kalenderlogik, Herkunftsmärkten und Ferienzeiten ist. Ein starker Winter kann einzelne schwächere Monate enthalten, ohne dass die Gesamtentwicklung kippt.
Welche Betriebe direkt profitieren
Direkt profitieren vor allem Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Chalets, Camping- und Apartmentanbieter, Seilbahnen, Skischulen, Skiverleihe, Thermen, Wellnessbetriebe, Restaurants, Hütten, Bars, Cafés, Veranstalter, Museen, Stadtführungen, Freizeitbetriebe und Mobilitätsanbieter. Je stärker eine Region wächst, desto breiter wirkt der Effekt.
Besonders attraktiv ist die Wintersaison für Betriebe mit hoher Auslastung und klarer Positionierung. Familienhotels, Wellnesshäuser, Stadthotels, Ferienwohnungen in Skigebieten, Betriebe mit guter Bahn- oder Autobahnanbindung und Gastronomie mit regionalem Profil können stark profitieren. In urbanen Räumen spielt auch die Kulinarik eine Rolle, wie der bestehende Überblick zu All-you-can-eat-Restaurants in Graz zeigt: Gastronomie wird häufig im Zusammenhang mit Kurzurlaub, Gruppen, Innenstadtbesuch und Freizeitentscheidung gesucht.
Welche Branchen indirekt profitieren
Indirekt profitieren Lebensmittelhandel, Getränkehandel, regionale Produzenten, Wäschereien, Reinigungsbetriebe, Handwerk, Installateurbetriebe, Elektrotechnik, IT-Dienstleister, Buchungsplattformen, Werbeagenturen, Fotograf:innen, Druckereien, Steuerberatung, Personalvermittlung, Verkehrsunternehmen, Taxiunternehmen, Energieversorger und Banken. Tourismus ist selten nur ein Hotelleriethema.
Auch Veranstaltungs- und Messeformate profitieren, wenn Regionen gut besucht sind. Frühjahrs- und Freizeitmessen können Nachfrage aufnehmen, die aus Urlaub, Wohnen, Freizeit, Garten, Sport und regionalem Konsum entsteht. Der Beitrag zur Frühjahrsmesse Tirol 2026 zeigt, wie regionale Messen für Konsum, Beratung und Tourismusumfeld wirtschaftlich relevant werden können.
Wer trotz Wachstum unter Druck bleibt
Trotz guter Nächtigungszahlen bleiben viele Betriebe unter Druck. Mehr Nächtigungen bedeuten nicht automatisch mehr Gewinn. Kosten für Personal, Energie, Lebensmittel, Finanzierung, Instandhaltung, Versicherungen, Marketing und Plattformprovisionen können die Marge stark belasten. Besonders kleinere Hotels, familiengeführte Betriebe, Gastronomie und Betriebe mit hohem Sanierungsbedarf spüren das.
Auch Betriebe, die stark von einem Herkunftsmarkt abhängig sind, tragen Risiken. Deutschland bleibt der wichtigste ausländische Markt; die Niederlande sind im Winter ebenfalls zentral. Wenn Ferienzeiten, Kaufkraft, Wetter oder Reisekosten dort kippen, spüren das österreichische Regionen schnell. Wer nur auf eine Gästegruppe setzt, ist verwundbarer.
Warum Deutschland und die Niederlande so wichtig bleiben
Deutschland steuerte in der bisherigen Wintersaison 23,88 Millionen Nächtigungen bei und bleibt damit mit großem Abstand der wichtigste ausländische Herkunftsmarkt. Die Niederlande folgten mit 6,77 Millionen Nächtigungen. Für alpine Regionen ist diese Struktur besonders wichtig, weil Ferienzeiten, Schulkalender, Reisekosten und Buchungsverhalten dieser Märkte direkte Wirkung haben.
Im März 2026 war genau das sichtbar. Nächtigungen deutscher Gäste gingen zurück, unter anderem weil zentrale bayerische Schulferien fehlten. Bei niederländischen und belgischen Gästen wirkten Ferienverschiebungen ebenfalls stark. Betriebe sollten ihre Saisonanalyse deshalb nicht nur nach Monat, sondern nach Herkunftsmarkt und Ferienkalender aufbauen.
Warum Anreise und Mobilität zum Wettbewerbsfaktor werden
Winterurlaub hängt stark an Anreiseentscheidungen. Auto, Bahn, Bus, Flug und Shuttle beeinflussen Kosten, Komfort und Buchungsentscheidung. Steigende Treibstoffpreise, Maut, Parkkosten, Flugpreise oder fehlende letzte Meile können besonders Familien und Kurzurlauber bremsen.
Für Betriebe wird Mobilität daher ein Teil des Angebots. Wer Abholung, Shuttle, Skibus, Bahnkooperationen, Parkplätze, E-Lademöglichkeiten oder klare Anreiseinformationen bietet, senkt Buchungshürden. Auch politische Debatten rund um Mobilitätskosten wirken indirekt auf Tourismusentscheidungen. Der bestehende Beitrag zur Spritpreisbremse 2026 in Österreich zeigt, wie stark Mobilitätskosten für Haushalte und Betriebe wahrgenommen werden.
Warum Energie im Tourismus noch wichtiger wird
Tourismusbetriebe haben hohe Energiebedarfe: Heizung, Warmwasser, Küche, Wellness, Kühlung, Beleuchtung, Wäscherei, Beschneiung, Lifte, Sauna, Pool, Lüftung und E-Mobilität. Eine starke Wintersaison hilft nur begrenzt, wenn Energiekosten gleichzeitig stark steigen. Deshalb werden Effizienz, Eigenverbrauch, Lastmanagement und Förderberatung zu Wettbewerbsfaktoren.
Gerade Hotels, Thermen, Skigebiete und Gastronomiebetriebe sollten Energie nicht nur als Kostenstelle betrachten. Wer Energieverbrauch misst, Lastspitzen reduziert, Investitionen plant und Gäste über Nachhaltigkeit glaubwürdig informiert, kann wirtschaftlich und kommunikativ profitieren.
Was Gastgeber:innen jetzt aus der Saison ableiten sollten
- Herkunftsmärkte prüfen: Welche Gästegruppen wachsen, welche schwanken, welche bringen die beste Auslastung?
- Ferienkalender analysieren: Deutschland, Niederlande, Belgien und Österreich beeinflussen Wintermonate stark.
- Direktbuchung stärken: Wer nur von Plattformen lebt, verliert Marge und Kundendaten.
- Preisstrategie prüfen: Mehr Nächtigungen bringen wenig, wenn Kosten stärker steigen als Erlöse.
- Arbeitskräfte sichern: Gute Saison braucht planbares Personal, faire Dienstpläne und Unterkunftslösungen.
- Energieverbrauch senken: Heizung, Küche, Wellness und Beschneiung gehören in eine echte Kostenanalyse.
- Ganzjahresangebote entwickeln: Regionen mit Thermen, Kulinarik, Kultur und Natur sind weniger wetterabhängig.
Was Regionen besser machen können
Regionen sollten ihre Winterbilanz nicht nur in Nächtigungen messen. Wichtiger sind Wertschöpfung, Aufenthaltsdauer, Auslastung, Wiederkehrquote, Direktbuchungen, Tagesgäste, Mobilität, Mitarbeiterbindung, Energieverbrauch und Akzeptanz in der Bevölkerung. Ein Nächtigungsrekord kann wenig bringen, wenn Betriebe kaum Gewinn machen oder Einheimische Belastung stärker spüren als Nutzen.
Erfolgreiche Regionen verbinden klare Positionierung mit Zusammenarbeit. Skigebiete brauchen Gastronomie und Mobilität. Städte brauchen Kultur, Kongresse und Hotellerie. Thermen brauchen Gesundheits- und Freizeitangebote. Wein- und Genussregionen brauchen Produzenten, Gastronomie, Übernachtung und Veranstaltungen. Genau diese Vernetzung entscheidet, ob ein Tourismusplus auch regionalen Wohlstand schafft.
Stimmen und Einschätzungen
- Manuela Lenk: Österreichs Tourismus bleibe trotz Rückgängen im März auf Wachstumskurs; für November bis März seien 66,4 Millionen Nächtigungen der höchste Wert seit Beginn der elektronischen Aufzeichnungen 1973/74. (Statistik Austria, 28. April 2026)
- Statistik Austria: Der März-Rückgang wurde unter anderem mit Ferienverschiebungen erklärt; inländische Gäste legten im März 2026 zu, während ausländische Nächtigungen zurückgingen. (Pressemitteilung zu Ankünften und Nächtigungen März 2026)
- Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus: Tourismus und Freizeitwirtschaft werden als bedeutend für Einkommen, Beschäftigung und regionale Entwicklung eingeordnet. (BMWET-Statistikseite Tourismus)
Was bis zur endgültigen Wintersaison-Bilanz offen bleibt
Offen bleibt die endgültige Wintersaison 2025/26 inklusive April. Statistik Austria nennt für die Veröffentlichung der endgültigen Daten zu April 2026 und zur Wintersaison 2025/26 den 12. Juni 2026. Bis dahin sollte jede Auswertung transparent als Zwischenbilanz bis März eingeordnet werden.
Für die finale Bewertung wird entscheidend sein, wie stark der April die bisherige Bilanz verändert. Ostern, Ferienzeiten, Kurzurlaube, Städte- und Thermentourismus sowie Wetter können die endgültige Wintersaison noch verschieben. Der Trend bleibt aber klar: Bis März lag der Wintertourismus über Vorjahr und auf Rekordniveau für diesen Zeitraum.
FAQ zur Tourismus-Wintersaison 2025/26 in Österreich
Wie viele Nächtigungen gab es bisher in der Wintersaison 2025/26?
Von November 2025 bis März 2026 meldete Statistik Austria 66,37 Millionen Nächtigungen in österreichischen Beherbergungsbetrieben. Das waren 3,6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Ist die Wintersaison 2025/26 schon endgültig abgeschlossen?
Nein. Zum Stand 29. Mai 2026 lag die endgültige Bilanz inklusive April noch nicht vor. Statistik Austria nennt den 12. Juni 2026 als Veröffentlichungstermin für Ankünfte und Nächtigungen April 2026 beziehungsweise die Wintersaison 2025/26.
Welches Bundesland hatte bisher die meisten Nächtigungen?
Tirol lag mit 24,73 Millionen Nächtigungen von November 2025 bis März 2026 klar vorne. Danach folgten Salzburg mit 14,93 Millionen und Wien mit 7,72 Millionen Nächtigungen.
Welches Bundesland wuchs bisher besonders stark?
Wien wuchs in der bisherigen Wintersaison mit plus 8,1 Prozent besonders stark. Auch Oberösterreich, Kärnten und Salzburg lagen über dem Österreich-Schnitt.
Warum war der März 2026 schwächer?
Im März 2026 wurden 12,05 Millionen Nächtigungen gezählt, um 4,9 Prozent weniger als im März 2025. Statistik Austria verweist unter anderem auf Ferienverschiebungen in wichtigen Herkunftsmärkten.
Welche Herkunftsländer sind im Wintertourismus besonders wichtig?
Deutschland bleibt der wichtigste ausländische Herkunftsmarkt. Von November 2025 bis März 2026 kamen 23,88 Millionen Nächtigungen von Gästen aus Deutschland. Die Niederlande folgten mit 6,77 Millionen Nächtigungen.
Welche Betriebe profitieren direkt vom Wintertourismus?
Direkt profitieren Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Seilbahnen, Skischulen, Skiverleihe, Thermen, Gastronomie, Freizeitbetriebe, Veranstalter, Mobilitätsanbieter und regionale Dienstleister.
Welche Branchen profitieren indirekt?
Indirekt profitieren Lebensmittelhandel, regionale Produzenten, Wäschereien, Reinigung, Handwerk, Elektrotechnik, IT, Energieversorger, Steuerberatung, Personalvermittlung, Banken und Marketingdienstleister.
Warum bedeuten mehr Nächtigungen nicht automatisch mehr Gewinn?
Mehr Nächtigungen erhöhen zwar Auslastung und Umsatzchancen. Gleichzeitig können aber Personal-, Energie-, Lebensmittel-, Finanzierungs-, Sanierungs- und Provisionskosten die Marge stark belasten.
Was sollten Tourismusbetriebe jetzt prüfen?
Betriebe sollten Herkunftsmärkte, Direktbuchungen, Preisstrategie, Personalsituation, Energieverbrauch, Mobilität, Ferienkalender und Ganzjahresangebote prüfen. Entscheidend ist nicht nur Auslastung, sondern wirtschaftliche Tragfähigkeit.
Quellen und weiterführende Informationen
- Statistik Austria: Die Pressemitteilung vom 28. April 2026 liefert die aktuelle Zwischenbilanz der Wintersaison 2025/26 bis März, inklusive Nächtigungen, Bundesländerwerten, Herkunftsmärkten und März-Einordnung. Statistik Austria zur laufenden Wintersaison 2025/26
- Statistik Austria: Die Übersichtsseite zu Ankünften und Nächtigungen zeigt Veröffentlichungen, Tabellen, nächste Termine und den Hinweis auf die endgültigen Daten zu April 2026 beziehungsweise Wintersaison 2025/26. Statistik Austria: Ankünfte und Nächtigungen
- Österreich Werbung: Die Nächtigungsstatistik März 2026 fasst die touristische Hochrechnung für November 2025 bis März 2026 zusammen und ordnet Ankünfte, Nächtigungen sowie Herkunftsmärkte ein. Österreich Werbung zur Nächtigungsstatistik März 2026
- Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus: Die Statistikseite des Ministeriums ordnet Tourismus und Freizeitwirtschaft als wichtigen Faktor für Einkommen, Beschäftigung und regionale Entwicklung in Österreich ein. BMWET: Statistik zum Tourismus in Österreich
- Wirtschaftskammer Österreich: Die WKO-Seite zum touristischen Arbeitsmarkt verweist auf aktuelle Arbeitsmarktdaten im Tourismus und zeigt die Bedeutung von Beschäftigung, offenen Stellen und Personal für die Branche. WKO zum touristischen Arbeitsmarkt
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