Professionelle Unternehmensdomain für Selbstständige und Unternehmer in Österreich
Kein Unternehmen kommt heute mehr ohne einen möglichst professionellen und adäquaten Internetauftritt aus, und was global gilt, gilt dementsprechend auch für Unternehmen innerhalb Österreichs. Doch wie beginnt man als Selbstständiger oder Unternehmer damit, seinen Auftritt im Internet möglichst professionell auszubauen? Die Antwort lautet: mit einer entsprechenden Unternehmensdomain.
Eine eigene Domain versteht sich als eine digitale Visitenkarte und stellt in vielen Fällen heute den ersten Kontaktpunkt zwischen Kunde und Unternehmen dar. Wichtig bei der Erstellung einer Firmendomain ist allerdings, dass diese zu der Ausrichtung des Unternehmens passt, leicht verständlich ist und sich ebenfalls leicht zuordnen lässt.
Worauf man bei der Suche und dem späteren Registrieren einer eigenen Firmendomain achten muss, welche Fehler es unbedingt zu vermeiden gilt und wie man die Tauglichkeit einer Domain überprüft, erklären wir Ihnen in diesem Artikel.
Wodurch zeichnet sich eine professionelle und passende Firmendomain aus?
Markenbezug: Einer der wichtigsten Aspekte bei der Erstellung einer eigenen Firmendomain geht mit dem korrekten Bezug einher. Die Unternehmensdomain sollte idealerweise direkt an den Namen des Unternehmens geknüpft sein und kann, wenn die entsprechende URL noch frei ist, sogar direkt den Namen des Unternehmens übernehmen.
Wiedererkennungswert: Insofern der Name Ihres Unternehmens bereits gut gewählt ist und ein gewisses Maß an Individualität und Wiedererkennungswert an den Tag legt, hilft Ihnen dies auch bei der Verwendung einer Unternehmensdomain. Anderenfalls bietet es sich an, zum Beispiel mithilfe eines Bindestrichs innerhalb der URL, dem Ganzen zusätzlichen Kontext zu geben. Wie zum Beispiel: „clever24-autoteile.at“.
Einfache Schreibweise: Nicht unwichtig ist ferner auch die Schreibweise der URL. Eine eigene Firmendomain sollte auf komplizierte Abkürzungen und idealerweise auch auf Zahlen verzichten. Auch auf mehrere Bindestriche gilt es zu verzichten, wenngleich ein einziger Bindestrich, wie zuvor erklärt, durchaus für zusätzlichen Kontext hilfreich sein kann.
Passende Länge und gute Verständlichkeit: Verzichten sollte man zudem auch auf zu lange Domains, da diese nur dafür sorgen, dass potenzielle Kunden und Interessenten sich die Domain weder merken noch schnell in der Adressleiste Ihres Browsers eingeben können.
Domainendungen und ihre Wirkung: .at, .com oder .eu?
Selbst wenn die Entscheidung hinsichtlich des Namens der eigenen Unternehmensdomain gefallen ist, stellt sich weiterhin noch die Frage, welche Endung für die Unternehmensdomain angebracht ist. Bei der Wahl der passenden Domainendung spielen im Übrigen nicht nur ästhetische Aspekte eine Rolle, sondern durchaus auch finanzielle, wenngleich diese in den meisten Fällen im Rahmen der Erstellung einer Firmendomain weniger ins Gewicht fallen. Gemeint ist damit, dass in etwa eine .com-Domain meist kostspieliger als eine .at-Domain ist. Das hängt dann allerdings auch wiederum von dem jeweiligen Hoster und Registrar ab.
Grundsätzlich gilt, dass die Endung .at ideal für den österreichischen Markt geeignet ist. Eine gute Wahl stellt diese Endung somit für lokale Dienstleister, wie in etwa Handwerksbetriebe oder Unternehmer dar, deren Zielgruppe hauptsächlich aus Österreich stammt.
Die Endung .com versteht sich da schon weitaus internationaler. Doch genau das kann wichtig sein, wenn Ihr Unternehmen international aufgestellt ist oder Zukunft die eigene Firmenpräsenz international ausbauen möchte. Eine .com-Domain stellt damit die erste Wahl für Unternehmen dar, die Kunden in mehreren Ländern ansprechen möchten.
Eine Domain mit der Endung .eu ist weniger stark verbreitet und bezieht sich, wie man es anhand der Buchstaben schon erahnen kann, allen voran auf den europäischen Markt. Im Wesentlichen gilt für diese Endung dasselbe wie bereits für die .com-Endung, mit dem Unterschied, dass eine .eu-Endung nur dann Sinn macht, wenn Sie Ihre Leistung hauptsächlich innerhalb Europas anbieten.
Können auch mehrere Endungen kombiniert werden? Ja, eine Unternehmensdomain kann auch mit mehreren Endungen registriert werden, was viele bekannte Unternehmen auch umsetzen. Wenngleich die Verwendung mehrerer Domainendungen auch kostspieliger ist, ist man hier immer auf der sicheren Seite, wenn Expansionspläne vorliegen oder das eigene Geschäft bereits weit über die Grenzen Österreichs hinausgeht.
So überprüfen Sie die Tauglichkeit Ihrer Wunschdomain – 7 wichtige Prüfpunkte
- Verfügbarkeitscheck: Unabhängig davon, wie gut der Name für eine eigene Firmendomain auch lauten mag – all das hilft nichts, wenn die gewünschte Domain bereits vergeben ist. Daher muss im Vorfeld unbedingt ein Verfügbarkeitscheck durchgeführt werden. Ein entsprechender Verfügbarkeitscheck, inklusive verschiedener Domainendungen, wird bei den meisten Domain-Registraren automatisch und direkt von Beginn an angeboten.
- Rechtliche Absicherung: Vorsicht – nur weil eine Domain frei ist, bedeutet dies nicht, dass deren Nutzung rechtlich abgesichert ist. Überprüfen Sie vor der Registrierung Ihrer Wunschdomain immer Markenregister und andere Unternehmensnamen, die möglicherweise Anspruch auf die eigene Wunschdomain haben.
- E-Mail-Adressen-Kompatibilität überprüfen: Da eine Unternehmensdomain in den meisten Fällen auch als E-Mail-Domain genutzt wird, um zum Beispiel Kontakt-E-Mail-Adressen zur Verfügung stellen zu können, sollte immer darauf geachtet werden, dass die entsprechende Domain auch in Kombination mit einer E-Mail-Adresse funktioniert. Konkret gemeint ist damit die Verknüpfung aus zum Beispiel „service@domainname.at“ oder „kontakt@domainname.at„.
- Kosten und Verlängerung: Wie bereits zuvor bei den verschiedenen Domainendungen angesprochen wurde, gibt es auch finanzielle Aspekte, die bei der Wahl der richtigen Unternehmensdomain berücksichtigt werden müssen. Abhängig von dem Domain-Registrar werden hier ganz unterschiedliche Kosten fällig. Hier lohnt sich auch ein Kostenvergleich der verschiedenen Anbieter. Doch Vorsicht: Nur weil eine Domain bei der Registrierung nur wenige Euro kostet, bedeutet dies nicht, dass die Verlängerung ebenfalls günstig vonstattengeht. Eine registrierte Domain ist nicht ewig gültig und muss verlängert werden, was in der Regel mit jährlichen oder halbjährlichen Kosten einhergeht. Diese Kosten gilt es bei der Wahl des Registrars im Vorfeld zu berücksichtigen.
Firmendomain registrieren – so funktioniert es
Überprüfen Sie im ersten Schritt bei einem Registrar die Verfügbarkeit Ihrer Wunschdomain. Alternativ können Sie diese Überprüfung auch bei der österreichischen Domainverwaltung „nic.at“ durchführen. Vergleichen Sie im nächsten Schritt idealerweise die Preise von verschiedenen Registraren und berücksichtigen Sie dabei auch die Verlängerungskosten sowie zusätzliche Services wie Hosting-, E-Mail- und Support-Services. Sobald Sie eine passende Unternehmensdomain gefunden haben, diese frei und markenrechtlich unbedenklich ist, können Sie diese Domain kaufen und bei einem passenden Domain-Registrar registrieren lassen. Hier muss zudem noch darauf geachtet werden, dass das Unternehmen als Ganzes oder im Falle einer Selbstständigkeit Sie selbst als Domaininhaber eingetragen werden.
Fehler bei der Auswahl einer Firmendomain vermeiden
- Fehler: Ihre Domain ist zu lang oder kompliziert
Eine zu lange oder komplizierte URL lässt sich weder merken noch einfach eintippen. Das schadet dem Internetauftritt Ihres Unternehmens.
- Fehler: Es wurde keine Rechteprüfung Ihrer Wunschdomain durchgeführt
Nur weil eine Wunschdomain noch nicht vergeben ist, bedeutet dies nicht, dass diese auch aus markenrechtlicher Sicht problemlos verwendet werden kann. Überprüfen Sie mögliche markenrechtliche Verbindungen zu Ihrer Wunschdomain!
- Fehler: Sie haben die Kosten für eine Domain-Verlängerung nicht berücksichtigt
Die einmaligen Kosten für die Registrierung einer Domain sind je nach Domain-Registrar in den allermeisten Fällen günstig. Geld verdienen Registrare mit laufenden Kosten zwecks Verlängerung. Berücksichtigen Sie diese vor der Registrierung!
- Fehler: Die Inhaberschaft Ihrer Domain ist unklar
Eine Domain, insbesondere jedoch eine Firmendomain, muss einen Inhaber aufweisen und dieser muss korrekt angegeben werden. Dies dient nicht nur einem professionell einwandfreien Auftritt Ihres Unternehmens auf dem digitalen Markt, sondern ist auch aus juristischer Hinsicht von Bedeutung.
Finale Checkliste vor der Domainregistrierung
- Passt der Name der Domain zum Auftritt meines Unternehmens?
- Ist der Name der Domain weder zu lang noch zu kurz noch zu kompliziert?
- Ist meine Wunschdomain frei verfügbar und gibt es ferner auch keine markenrechtlichen Hürden?
- Eignet sich die Wunschdomain auch für die Verwendung für E-Mail-Services?
- Entsprechen die Registrierungs- und Verlängerungskosten meinen Vorstellungen?
- Ist eine Verwechslungsgefahr zu anderen Unternehmen bei meiner Wunschdomain auszuschließen?
Fazit
Vor der Registrierung einer Unternehmensdomain müssen gleich mehrere Dinge berücksichtigt werden, um nach einer erfolgreichen Registrierung nachhaltig von dieser Domain profitieren zu können. Angefangen bei einem passenden Namen, der zum einen zu dem Auftritt Ihres Unternehmens passt und ferner aber auch möglichst einfach zu merken ist, bis hin zu markenrechtlichen Aspekten, sollten im Vorfeld möglichst alle Fragen abgeklärt werden. Wir hoffen, dass Ihnen unser Artikel bei der Registrierung Ihrer ersten Unternehmensdomain helfen konnte.
FAQ:
Wie teuer ist die Registrierung einer Firmendomain in Österreich?
Die tatsächlichen Kosten für eine Domainregistrierung in Österreich hängen zum einen von dem gewählten Domain-Registrar und ferner aber auch von der Domain-Endung ab. .com-Endungen sind in der Regel teurer als in etwa .at-Endungen. Ferner müssen auch die langfristigen Kosten zwecks Verlängerung der Domain-Registrierung berücksichtigt werden.
.at, .eu oder .com? Welche Domainendung passt zu meiner Unternehmensdomain?
Wenn es sich bei Ihrem Unternehmen allen voran um ein lokales Dienstleistungsunternehmen innerhalb Österreichs handelt und sich Ihre Zielgruppe hauptsächlich innerhalb Österreichs befindet, so ist die Endung .at gut geeignet. Agiert Ihr Unternehmen länderübergreifend und damit international, sollte idealerweise eine .com- oder .eu-Endung zum Einsatz kommen.
Benötige ich eine Website für die Registrierung einer Domain?
Nein, für die Registrierung einer Domain benötigen Sie im Vorfeld keine eigene Website.
Wem gehört eine Domain nach der Registrierung?
Das hängt davon ab, wer als Domaininhaber eingetragen wurde. Als Unternehmen sollten Sie daher vor der Domainregistrierung sicherstellen, dass allen voran Sie die Kontrolle über die Domain haben und die Inhaberschaft nicht bei dem Dienstleister liegt.
