Die knappste Antwort für 2026 lautet: Wer in Österreich als Haushalt mehr als rund 795.000 Euro Nettovermögen besitzt, gehört nach den neuesten OeNB-Daten zu den reichsten 10 Prozent.
Ab rund 1,2 Millionen Euro Nettovermögen liegt ein Haushalt bereits in den Top 5 Prozent. Der Median des Nettovermögens liegt dagegen nur bei 125.000 Euro, der Durchschnitt bei 336.000 Euro – genau dieser Abstand zeigt, wie stark Vermögen in Österreich nach oben konzentriert ist.
Zahlen, Definitionen und Einordnung
| Maßstab | Wert für Österreich | Was das bedeutet |
|---|---|---|
| Median Nettovermögen | 125.000 Euro | Die eine Hälfte der Haushalte liegt darunter, die andere darüber |
| Durchschnitt Nettovermögen | 336.000 Euro | Der Mittelwert wird durch sehr hohe Vermögen an der Spitze stark nach oben gezogen |
| Top 10 Prozent | über 795.000 Euro | Eine praktikable statistische Schwelle dafür, ab wann Haushalte in Österreich als reich gelten können |
| Top 5 Prozent | über 1,2 Millionen Euro | Spätestens hier beginnt ein klar hohes Vermögensniveau |
| Anteil der Top 10 am Gesamtvermögen | 50,5 Prozent | Die reichsten zehn Prozent besitzen mehr als die Hälfte des Nettovermögens |
| Anteil der unteren 50 Prozent | 4,1 Prozent | Die untere Hälfte besitzt nur einen sehr kleinen Teil des gesamten Vermögens |
| Wichtigste Vermögensform | selbst genutztes Wohneigentum | Immobilien prägen Vermögen in Österreich stärker als viele vermuten |
| Zuverlässigste Quelle | HFCS der OeNB | Beste verfügbare Verteilungsdaten zu Vermögen privater Haushalte in Österreich |
Wie Vermögen, Reichtum und Datenlage 2026 zusammenhängen
Was bedeutet reich in Österreich überhaupt?
Eine offizielle gesetzliche Reichtumsgrenze gibt es in Österreich nicht. „Reich“ ist deshalb kein Begriff mit fixer amtlicher Schwelle, sondern eine Kombination aus Statistik, wirtschaftlicher Realität und gesellschaftlicher Wahrnehmung. In der Alltagssprache meinen Menschen mit „reich“ oft sehr verschiedene Dinge: für manche beginnt Reichtum beim schuldenfreien Eigenheim, für andere erst bei mehreren Millionen.
Für einen sauberen Überblick ist die statistische Sicht am nützlichsten. Dort gilt nicht schon als reich, wer etwas über dem Durchschnitt liegt, sondern eher, wer im obersten Teil der Vermögensverteilung landet. Genau deshalb sind die Schwellen für die Top 10 Prozent und die Top 5 Prozent so wichtig.
Ab welchem Vermögen ist man statistisch reich?
Nach den neuesten österreichischen HFCS-Daten der OeNB aus der Erhebungswelle 2023, veröffentlicht Ende 2025, liegt die Grenze zum obersten Zehntel bei rund 795.000 Euro Nettovermögen je Haushalt. Ab rund 1,2 Millionen Euro liegt ein Haushalt bei den reichsten fünf Prozent. Das ist die beste aktuelle Antwort auf die Frage, ab wann ein Haushalt in Österreich statistisch als reich eingeordnet werden kann.
Wichtig ist aber: Diese Schwellen beziehen sich auf Haushalte, nicht auf Einzelpersonen. Ein Paarhaushalt mit gemeinsamem Immobilien- und Finanzvermögen ist in solchen Daten also nicht direkt mit einer alleinstehenden Person vergleichbar.
Warum Median und Durchschnitt so weit auseinanderliegen
Der Median liegt in Österreich bei 125.000 Euro, der Durchschnitt aber bei 336.000 Euro. Das ist kein Rechenfehler, sondern typisch für sehr ungleich verteilte Vermögen. Einige sehr hohe Vermögen ziehen den Durchschnitt stark nach oben, während der Median die Mitte der Haushalte beschreibt. Deshalb ist der Median für die Frage „Wie viel Vermögen hat ein typischer Haushalt?“ deutlich brauchbarer als der Durchschnitt.
Wer sich selbst mit dem Durchschnitt vergleicht, unterschätzt oft, wie ungleich Vermögen verteilt ist. Ein Haushalt mit 336.000 Euro Nettovermögen ist keineswegs „ganz normal im Mittelfeld“, sondern steht in Österreich bereits deutlich besser da als viele andere.
Was zählt in Österreich überhaupt als Vermögen?
In der OeNB-HFCS-Logik ist Vermögen immer Nettovermögen. Gemeint ist also die Summe aus Sachvermögen und Finanzvermögen abzüglich aller Schulden. Zum Sachvermögen zählen unter anderem Immobilien, Grundstücke, Fahrzeuge oder wertvolle Sachgüter. Zum Finanzvermögen zählen etwa Bankguthaben, Sparbücher, Fonds, Aktien, Anleihen, Beteiligungen oder ähnliche finanzielle Ansprüche. Abgezogen werden vor allem Hypotheken, Konsumkredite und sonstige Verbindlichkeiten.
Gerade dieser Netto-Blick ist wichtig. Zwei Haushalte können auf dem Papier ähnlich „reich“ aussehen, obwohl einer eine fast abbezahlte Immobilie besitzt und der andere hohe Kredite mitträgt. Reichtum über Bruttovermögen zu definieren, wäre daher oft irreführend.
Was in solchen Vermögensdaten meist nicht drinsteckt
Nicht alles, was ökonomisch Sicherheit schafft, ist in den Standardzahlen vollständig enthalten. Besonders wichtig sind hier staatliche Pensionsansprüche. Sie zählen in den üblichen Vermögenszahlen nicht zum marktfähigen privaten Vermögen, obwohl sie für viele Menschen eine enorme Bedeutung haben. OeNB-Forschung und verwandte Arbeiten zu sogenanntem „augmented wealth“ zeigen, dass sich das Verteilungsbild etwas verändert, wenn solche Ansprüche mitgedacht werden.
Für die klassische Frage „Wie reich ist ein Haushalt?“ bleibt aber die Standarddefinition des Nettovermögens die wichtigste Vergleichsgröße.
Wer erhebt in Österreich die wichtigsten Vermögensdaten?
Die wichtigste Quelle für Vermögensverteilung in Österreich ist die Household Finance and Consumption Survey, kurz HFCS. In Österreich wird sie von der Oesterreichischen Nationalbank durchgeführt, eingebettet in das gemeinsame Erhebungssystem des Eurosystems und der Europäischen Zentralbank. Diese Erhebung ist deshalb so wertvoll, weil sie nicht nur Summen nennt, sondern auch zeigt, wer welche Vermögensarten hält, wie sich Vermögen nach Alter, Eigentum, Haushaltstyp oder Erwerbsstatus verteilt und wie stark die Spitze dominiert.
Statistik Austria ist dagegen vor allem die starke Quelle für Einkommen, Haushaltsstruktur und soziale Lage, aber nicht die zentrale Primärquelle für die private Vermögensverteilung in der Tiefe, wie sie die OeNB mit dem HFCS liefert. Wer also fragt „Wie viel verdienen Haushalte?“, landet häufiger bei Statistik Austria. Wer fragt „Wie viel besitzen Haushalte?“, landet meist bei OeNB und HFCS.
Welche Quelle gilt als am zuverlässigsten?
Für die breite Vermögensverteilung privater Haushalte gilt die OeNB-HFCS-Erhebung als die verlässlichste Quelle. Sie ist standardisiert, europäisch anschlussfähig und methodisch transparent dokumentiert. Allerdings hat auch sie Grenzen: Sehr vermögende Haushalte sind in Befragungen schwerer zu erreichen und oft unterrepräsentiert. Deshalb arbeitet die Statistik mit Gewichten, Imputationen und methodischen Korrekturen.
Für die sehr oberste Spitze, also Milliardärs- und Multimilliardärsvermögen, reichen Haushaltserhebungen allein meist nicht aus. Dort werden ergänzend Reichenlisten und Unternehmensdaten herangezogen. Genau diese Kombination ist wichtig: HFCS für die Verteilung der vielen, Rich Lists für die wenigen ganz oben.
Wie belastbar sind Reichenlisten wirklich?
Reichenlisten wie jene von trend oder Forbes sind nützlich, wenn man Größenordnungen, Namen und Vermögensquellen der Superreichen verstehen will. Für präzise wissenschaftliche Verteilungsanalysen sind sie aber nur eingeschränkt geeignet.
Die OeNB weist selbst darauf hin, dass Rich Lists Probleme bei Datenqualität, Transparenz und Vollständigkeit haben. Manche Vermögen sind sehr sichtbar, andere stark verschachtelt oder in Stiftungen, Beteiligungen und Privatgesellschaften verborgen.
Trotzdem sind Reichenlisten die beste öffentlich zugängliche Ergänzung, wenn es um die Spitze geht – also dort, wo Haushaltsbefragungen naturgemäß an Grenzen stoßen.
Was sagen Fachleute dazu?
- Pirmin Fessler, Aleksandra Riedl und Martin Schürz schreiben im OeNB-Report zu den HFCS-Ergebnissen 2023, veröffentlicht im Dezember 2025, dass die Ergebnisse die lang bekannten Strukturmuster bestätigen: hohe Vermögensungleichheit, die zentrale Rolle des selbst genutzten Wohneigentums und eine geringe Schuldenverbreitung. Gleichzeitig zeigen die Daten laut dem Report „important upward shifts in the upper part of the distribution“, also deutliche Aufwärtsverschiebungen im oberen Teil der Verteilung.
- Martin Schürz, Vermögensforscher der OeNB, sagte im FM4-Interview „No Money, Mo Problems“, veröffentlicht am 21. Jänner 2020, einen Satz, der bis heute für die Definitionsfrage zentral ist: „Armut ist wissenschaftlich definiert. Bei Reichtum gibt es so eine Definition nicht.“ Genau das erklärt, warum es keine amtliche Reichtumsgrenze gibt und warum statistische Schwellen wie Top 10 Prozent oder Top 5 Prozent so wichtig sind.
- Matthias Schnetzer und Koautor:innen weisen in aktueller Forschung zu Erbschaften darauf hin, dass Vermögen in Österreich stark durch intergenerationale Übertragungen geprägt wird. In einer 2024 veröffentlichten Modellschätzung zu Erbschaften in Österreich zeigen die Autor:innen, dass die jährlichen Erbschaften bis 2050 deutlich steigen dürften und im oberen Bereich stark konzentriert sind. Das passt zu einem Befund, den OeNB-Forschung seit Jahren betont: Erbschaften spielen für Vermögensaufbau oft eine größere Rolle als laufendes Erwerbseinkommen allein.
Warum viele Menschen „reich“ anders empfinden als die Statistik
Reichtum wird nicht nur in Euro gemessen, sondern auch sozial wahrgenommen. Wer in einer Großstadt mit hohen Wohnkosten lebt, empfindet 800.000 Euro Vermögen oft ganz anders als jemand in einer Region mit niedrigeren Immobilienpreisen. Dazu kommt: Wer in einem Haus „reich“ ist, aber wenig liquide Mittel hat, fühlt sich oft nicht wohlhabend. Statistisch ist dieser Haushalt trotzdem vermögend.
Deshalb ist die Frage „Bin ich reich?“ immer auch eine Frage nach Lebensstil, Sicherheit, Vergleichsgruppe und regionaler Perspektive. Die Statistik liefert die sauberste Einordnung, ersetzt aber nicht das soziale Empfinden.
Ist man mit schuldenfreiem Eigenheim schon reich?
Das kommt auf den Wert des Eigenheims und das restliche Vermögen an. Ein schuldenfreies Haus oder eine Wohnung kann einen Haushalt rasch in hohe Vermögensbereiche bringen – besonders in Regionen mit hohen Immobilienpreisen. Gleichzeitig heißt ein hoher Immobilienwert nicht automatisch, dass viel frei verfügbares Geld vorhanden ist. In Österreich steckt Vermögen oft stark im Wohneigentum. Das macht viele Haushalte vermögend, ohne dass sie sich selbst als „reich“ erleben.
Wie ungleich ist Vermögen in Österreich verteilt?
Sehr ungleich. Die neuesten OeNB-Daten zeigen, dass die reichsten zehn Prozent der Haushalte 50,5 Prozent des Nettovermögens halten. Die untere Hälfte besitzt dagegen nur 4,1 Prozent. Diese Verteilung ist deutlich ungleicher als bei Einkommen und erklärt, warum in der Debatte über Reichtum meist nicht der Durchschnitt, sondern die Konzentration an der Spitze im Mittelpunkt steht.
Ab wann wäre man nicht nur reich, sondern sehr reich?
Eine harte Grenze gibt es auch dafür nicht. Wer sich aber deutlich über der Top-5-Prozent-Schwelle bewegt, also mehrere Millionen Euro Nettovermögen besitzt, mehrere Immobilien hält oder signifikantes Unternehmens- und Finanzvermögen aufgebaut hat, bewegt sich klar in Richtung „sehr reich“. Im Alltag wird dieser Begriff häufig dort verwendet, wo Vermögen nicht mehr nur Sicherheit schafft, sondern wirtschaftliche Freiheit, politischen Einfluss oder generationenübergreifende Absicherung ermöglicht.
Die 5 reichsten Österreicherinnen und Österreicher als Einzelpersonen
Die folgenden Namen beziehen sich auf Einzelpersonen und nicht auf Familienverbünde. Grundlage ist die jüngste öffentlich breit referierte trend-Reichenliste 2025, die 2026 weiterhin die aktuellste große öffentliche Vollerhebung für Österreich ist. Familienclans wie Porsche-Piëch, Swarovski oder Wlaschek sind hier bewusst nicht gemeint.
- Name: Mark Mateschitz
Er ist nach der jüngsten öffentlichen Reichenliste die reichste Einzelperson Österreichs. Sein Vermögen stammt aus dem Red-Bull-Erbe; 2025 wurde es öffentlich mit rund 37 Milliarden Euro beziffert. Damit lag er klar vor allen anderen Einzelpersonen im Land. - Name: Georg Stumpf
Der Wiener Investor und Immobilienunternehmer zählt seit Jahren zur absoluten Vermögensspitze. Bekannt wurde er unter anderem mit dem Millennium Tower und zuletzt wieder durch große Immobiliendeals im Umfeld der Signa-Insolvenz. Öffentlich wird sein Vermögen 2025 mit rund 8,8 Milliarden Euro angegeben. - Name: Johann Graf
Der Novomatic-Gründer ist einer der bekanntesten Selfmade-Milliardäre Österreichs. Sein Vermögen beruht vor allem auf dem internationalen Glücksspiel- und Technologiekonzern Novomatic. In der jüngsten öffentlich referierten Rangliste wird er mit rund 6,8 Milliarden Euro geführt. - Name: Reinold Geiger
Der Unternehmer aus Vorarlberg machte L’Occitane zu einer globalen Marke im Kosmetikbereich. Sein Vermögen stammt vor allem aus dieser internationalen Unternehmensbeteiligung. Öffentlich wird er 2025 mit rund 4,4 Milliarden Euro geführt. - Name: Ingrid Flick
Sie gilt als reichste Frau Österreichs und ist die prominenteste Einzelperson aus dem Flick-Vermögensumfeld. Das Vermögen stammt aus der Flick-Gruppe und großen Erbschaften im Familienkontext. Öffentlich wurde ihr Vermögen zuletzt mit rund 3,8 bis 3,9 Milliarden Euro angegeben.
FAQ?
Ab welchem Vermögen gilt man in Österreich als reich?
Die sauberste statistische Antwort lautet 2026: Ab rund 795.000 Euro Nettovermögen pro Haushalt gehört man in Österreich zu den reichsten 10 Prozent. Ab rund 1,2 Millionen Euro liegt ein Haushalt in den Top 5 Prozent.
Ist das eine offizielle Reichtumsgrenze?
Nein. Es gibt in Österreich keine gesetzlich festgelegte oder amtlich verordnete Reichtumsgrenze. Die genannten Werte sind statistische Schwellen aus der Vermögensverteilung.
Warum ist der Median wichtiger als der Durchschnitt?
Weil der Durchschnitt durch sehr hohe Vermögen an der Spitze stark verzerrt wird. Der Median zeigt die Mitte der Haushalte und ist deshalb für den Alltag meist aussagekräftiger.
Wie hoch ist das Medianvermögen in Österreich?
Das Median-Nettovermögen lag in den neuesten OeNB-Daten bei 125.000 Euro pro Haushalt.
Wie hoch ist das durchschnittliche Vermögen in Österreich?
Der Durchschnitt liegt bei 336.000 Euro Nettovermögen pro Haushalt. Das heißt aber nicht, dass ein typischer Haushalt so viel besitzt.
Was zählt als Vermögen?
Zum Vermögen zählen in der Regel Immobilien, Grundstücke, Fahrzeuge, Bankguthaben, Wertpapiere, Beteiligungen und andere finanzielle oder reale Werte. Bei Nettovermögen werden davon Schulden abgezogen.
Was ist der Unterschied zwischen Bruttovermögen und Nettovermögen?
Bruttovermögen ist die Summe aller Vermögenswerte ohne Abzug von Schulden. Nettovermögen ist das, was nach Abzug von Krediten, Hypotheken und anderen Verbindlichkeiten übrig bleibt.
Wer erhebt die besten Vermögensdaten für Österreich?
Die wichtigste Quelle ist die Oesterreichische Nationalbank mit dem Household Finance and Consumption Survey, kurz HFCS. Für Einkommen ist eher Statistik Austria die zentrale Quelle.
Warum sind Reichenlisten nur eingeschränkt zuverlässig?
Weil sehr große Vermögen oft in Stiftungen, Beteiligungen oder Privatgesellschaften stecken und nicht vollständig öffentlich einsehbar sind. Reichenlisten arbeiten daher mit Schätzungen.
Ist man mit einem Eigenheim automatisch reich?
Nicht automatisch, aber ein schuldenfreies Eigenheim kann einen Haushalt je nach Lage und Wert in hohe Vermögensbereiche bringen. Viel Vermögen im Haus bedeutet aber nicht automatisch viel frei verfügbares Geld.
Wie ungleich ist Vermögen in Österreich verteilt?
Sehr ungleich. Die reichsten zehn Prozent besitzen mehr als die Hälfte des Nettovermögens, während die untere Hälfte nur gut vier Prozent hält.
Welche Rolle spielen Erbschaften?
Eine große. Forschung der OeNB und von Verteilungsforscher:innen zeigt, dass Erbschaften und Schenkungen für den Vermögensaufbau in Österreich sehr wichtig sind – oft wichtiger, als viele im Alltag annehmen.
Kann man mit gutem Einkommen reich werden?
Ja, aber Vermögensaufbau entsteht nicht nur aus Einkommen, sondern vor allem auch aus Sparen, Eigentum, Kapitalerträgen und sehr häufig aus Erbschaften. Einkommen allein erklärt die Vermögensspitze nur teilweise.
Wer sind derzeit die reichsten Einzelpersonen Österreichs?
Nach der jüngsten öffentlich breit referierten Reichenliste zählen dazu Mark Mateschitz, Georg Stumpf, Johann Graf, Reinold Geiger und Ingrid Flick.
Quellen
- OeNB Report 2025 21 mit den ersten Ergebnissen der HFCS-Erhebung 2023
Die wichtigste Quelle für Median, Durchschnitt, Top-10- und Top-5-Schwellen sowie die Vermögensanteile der obersten und unteren Gruppen. Außerdem zentral für die Einordnung von Immobilien, Schuldstruktur und Vermögenskonzentration.
https://www.oenb.at/dam/jcr:c9b54df1-dd15-4722-9e81-cf78abb57d35/report-2025-21-hfcs-first-results.pdf - OeNB Pressedossier zur Pressekonferenz vom 4. Dezember 2025
Gut geeignet für die verdichtete Darstellung der Kernergebnisse und den Zusammenhang zwischen HFCS, Finanzierungsrechnung und Vermögensstruktur der Haushalte.
https://www.oenb.at/dam/jcr:8a46b63e-d572-4c3e-92a8-b2798fba6b33/PK-2025-12-04-GFR_HFCS-FINAL.pdf - HFCS Austria 2023 auf hfcs.at
Die offizielle OeNB/HFCS-Seite mit Zugriff auf Bericht und Tabellen. Wichtig für die Einordnung, dass es sich um die fünfte österreichische Welle der Vermögenserhebung handelt.
https://www.hfcs.at/en/results-tables/hfcs-2023.html - OeNB Methodological Notes 2025 20
Wichtig für die Frage, wie zuverlässig Vermögensdaten sind, wie Gewichte und Imputationen funktionieren und warum Haushaltserhebungen methodisch nachjustiert werden müssen.
https://www.oenb.at/dam/jcr:8e0e704b-718d-4d8a-ba83-cab3b924f31d/report-2025-20-hfcs-methodological-notes.pdf - OeNB HFCS Imputation Seite
Hilfreich für die Erklärung, warum fehlende Werte statistisch ergänzt werden und warum nonresponse gerade bei Vermögensdaten besonders relevant ist.
https://www.hfcs.at/en/access-to-data/imputation.html - OeNB Survey Overview zum Household Finance and Consumption Survey
Erklärt, wer die Daten erhebt, wie die Erhebung im Eurosystem eingebettet ist und warum der HFCS die zentrale Vermögensquelle für Haushalte ist.
https://www.oenb.at/en/Monetary-Policy/Surveys/Household-Finance-and-Consumption-Survey.html - Statistik Austria zu Haushaltseinkommen
Wichtig zur Abgrenzung zwischen Vermögensdaten und Einkommensdaten. Statistik Austria ist zentral für Einkommen und soziale Lage, aber nicht die Hauptquelle für die detaillierte private Vermögensverteilung.
https://www.statistik.at/statistiken/bevoelkerung-und-soziales/einkommen-und-soziale-lage/haushaltseinkommen - FM4 Interview mit Martin Schürz vom 21. Jänner 2020
Wichtig für die Definitionsfrage. Dort sagt Schürz ausdrücklich, dass Armut wissenschaftlich definiert ist, Reichtum aber nicht in derselben Weise. Diese Aussage hilft, die Grenze zwischen Statistik und gesellschaftlicher Bewertung zu erklären.
https://fm4.orf.at/stories/2997541/ - Podcast Reichtum mit Matthias Schnetzer und Martin Schürz vom 15. Jänner 2026
Eine aktuelle Einordnungsquelle zur Machtfrage hinter Vermögen, Mitte, Reichtum und Verteilung. Nützlich für die Expert:innenperspektive im Jahr 2026.
https://www.sozialleistungen.at/in-bester-gesellschaft/podcast/26 - trend Themenübersicht Die reichsten Österreicherinnen und Österreicher
Wichtige Ausgangsquelle für die öffentlich sichtbarsten Reichenporträts in Österreich. Gut als Überblick, welche Einzelpersonen und Familien in aktuellen Rankings dominieren.
https://www.trend.at/themen/reichste-oesterreicher - Leadersnet Bericht zum trend Ranking 2025
Wichtig für die jüngste öffentlich referierte Rangfolge und die Vermögenssummen der reichsten Einzelpersonen und Familien in Österreich. Diese Quelle nennt die 2025er Vermögensschätzungen klar und kompakt.
https://www.leadersnet.at/news/91254,100-reichste-oesterreicher-mark-mateschitz-hat-porsche-clan.html - trend Artikel Vermögensteuer Wo die USA Vorbild sind
Hilfreich, weil dort Anfang 2026 nochmals die aktuelle Größenordnung von Mark Mateschitz genannt wird und damit bestätigt wird, dass er auch 2026 die reichste Einzelperson Österreichs ist.
https://www.trend.at/politik/wo-die-usa-vorbild-sind - trend Porträt zu Ingrid Flick
Wichtig für die Einordnung als reichste Frau Österreichs und für die Herkunft ihres Vermögens aus dem Flick-Umfeld.
https://www.trend.at/personen/ingrid-flick - trend Porträt zu Georg Stumpf
Wichtig für die Beschreibung seiner Rolle als Investor und Immobilienunternehmer sowie für seine anhaltende Position in der österreichischen Vermögensspitze.
https://www.trend.at/unternehmen/georg-stumpf-der-geheimnisvolle-milliardaer - Matthias Schnetzer und Koautorinnen zu Erbschaften in Österreich 2024
Wichtige Quelle für die Aussage, dass Erbschaften in Österreich stark zunehmen und im oberen Bereich konzentriert sind. Hilft, die Vermögensrealität über Erwerbseinkommen hinaus zu erklären.
https://www.econstor.eu/bitstream/10419/306590/1/1905136765.pdf - WU Working Paper von Matthias Schnetzer zu Erbschaften und Vermögensaufbau
Ergänzende Fachquelle dazu, dass Erbschaften für Vermögensaufbau oft einen stärkeren Effekt haben als laufendes Einkommen.
https://www.wu.ac.at/ineq/forschung/working-paper-series/wp-1 - OeNB Working Paper The subjective wealth distribution
Hilfreich für das Verständnis, wie Haushalte ihre eigene Position in der Vermögensverteilung wahrnehmen und warum Selbstbild und Statistik oft auseinandergehen.
https://www.oenb.at/dam/jcr:c442f243-a839-4fd7-bc85-1d7c1b82e398/wp-249.pdf
Alle Angaben ohne Gewähr!