Sauvignon Blanc – für welche Speisen eignet sich der Wein am besten? – Geschmack

Es gibt Momente im Leben, da passt ein charakterstarker Wein perfekt. Nur wenige Genießer greifen in solchen Augenblicken leider zum Weißwein, dem vielfach immer noch das Image eines leichten Sommergetränks anhaftet. Deutlich robuster und kräftiger präsentiert sich dagegen der Sauvignon Blanc im Glas. Er gilt zwar als relativ junge Rebsorte, hat sich aber speziell nach der Jahrtausendwende zu einem echten Liebhaber-Wein entwickelt. Grund genug, den trockenen Weißen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen und sinnvolle Kombinationen mit dazu harmonierenden Gerichten zu finden.

Sauvignon Blanc – der Wein im Profil

Auf ein Alter von rund 300 Jahren blickt der Sauvignon Blanc zurück, erstmals urkundlich erwähnt wurde er in Frankreich im Jahre 1710. Vermutlich gab es einen Vorläufer des Getränks bereits im späten 17. Jahrhundert, das vor allem im deutschsprachigen Raum als Muskat-Sylvaner bekannt war. Dennoch sollte es vor allem in Süd- und Mitteleuropa etwa bis zur Jahrtausendwende dauern, ehe der Sauvignon Blanc jene Popularität erhielt, die ihm aufgrund seines einzigartigen Aromas zusteht. Bei diversen Weinverkostungen ( vor allem in Graz bzw. in Österreich ) kann er immer punkten.

Denn der Wein zeichnet sich einerseits durch einen hohen Säuregehalt aus, der auf der Zunge und am Gaumen durchaus für Verblüffung sorgen kann. Andererseits überzeugt der Weiße mit fruchtigen, fast schon lieblichen Geschmacksnoten, die Erinnerungen an einen Spaziergang durch Wiesen und Wälder sowie an die warmen Jahreszeiten wach werden lassen. Für ein optimales Wachstum benötigt die Rebsorte karge Böden mit sonnigen und windoffenen Standorten am Tage – nachts dürfen die Temperaturen gerne in den kühlen Bereich sinken. Typische Anbaugebiete für den Wein sind somit gegenwärtig:

  • Frankreich
  • Neuseeland
  • Österreich – Steiermark
  • Deutschland
  • Italien
  • Südafrika
  • die Vereinigten Staaten von Amerika

Ein Blick auf die Vielfalt der Aromen

Beim ersten Verkosten dominiert der Sauvignon Blanc mit fruchtigen und durchaus exotischen Anklängen. Vornehmlich führen Zitrusfrüchte wie Orangen und Limonen die Regie, die gerne einmal um Obstsorten wie Pfirsiche oder Mangos ergänzt werden. Die Süße zeigt sich dabei zumeist beschwingt, frisch und stets ein wenig spritzig, womit der hohe Säureanteil gut ausbalanciert wird. Ein Wein also, der das mediterrane Lebensgefühl, die Sonne und das Meer sowie auch eine gewisse Leichtigkeit in sich trägt.

Doch es lohnt sich, auch dem Nachhall gespannt zu folgen. Denn er deutet nach kurzer Zeit auf die grüne Natur. Dabei können die Aromen an frisch gemähtes Gras auf der Wiese, an die ersten zarten Triebe der Tannenbäume im Wald oder an das grüne Paprikagemüse und den Salat aus dem Garten erinnern. Klingen diese Aromen ab, finalisiert sich der Geschmack in leicht erdigen Noten, die in den Gedanken des Genießers für einen Wimpernschlag einen verregneten Herbsttag entstehen lassen.

Der Sauvignon Blanc und die Vorspeisen

Insgesamt handelt es sich hierbei um einen Wein, der mit Ausdruck und Charakter begeistert – und der es wert ist, mit hochwertigen Speisen kombiniert zu werden. Doch wozu passt der Sauvignon Blanc eigentlich am besten? Grundsätzlich gilt, dass das Getränk zu allen Gängen des Menüs gereicht werden kann, von der Vorspeise bis zum Dessert ist er also ein gerne gesehenes Accessoire auf dem Tisch. Aufgrund seines hohen Säuregehalts darf er übrigens schon vor dem Essen als Aperitif in Betracht kommen.

Leichte Vorspeisen wie Salate, frisches Gemüse oder Lachs- und Schinkenschnittchen harmonieren perfekt mit dem Sauvignon Blanc. Gleiches gilt für Suppen – jedenfalls dann, wenn diese auf Basis einer Gemüsebrühe zubereitet wurden, deren Würze gerne mit etwas Pfeffer oder Zitronengras verfeinert werden darf. Wer sich die Mühe eines solchen ersten Gangs der Menüfolge aber nicht zumuten und seinen Gästen stattdessen etwas Obst – gerne auch Beeren – reichen möchte, findet darin ebenso eine sinnvolle Kombination mit dem Weißwein.

Fisch und Meeresfrüchte dominieren bei der Hauptspeise

Etwas anspruchsvoller zeigt sich der Sauvignon Blanc dagegen beim eigentlichen Gericht. Zwar rundet er die Aromen von Kalb-, Geflügel- und Schweinefleisch auf hohem Niveau ab – sollte allerdings eher in der mediterranen Küche zum Einsatz kommen. Heißt, dass der Weiße die ideale Ergänzung zu allen Arten an Meeresfrüchten wie Muscheln oder Garnelen darstellt. Ebenso verbindet er sich am Gaumen optimal mit diversen Sorten Fisch – die vor dem Verzehr gekocht, gebraten oder sogar geräuchert wurden.

Reis, Kartoffeln, grüne und weiße Bohnen sowie grundsätzlich alle Hülsenfrüchte, Spargel, rohes bis nur wenig gegartes Gemüse, Wurzeln wie Karotten und Rote Bete, Salate und natürlich die frischen Kräuter: Die Liste möglicher Beilagen für das Hauptgericht ist lang, der Sauvignon Blanc setzt einen vollmundigen Gegenpol zu ihnen und lässt dabei auf der Zunge häufig ein besonderes Geschmackserlebnis entstehen. Auch mit intensiven bis scharfen Gewürzen geht der Wein souverän um, ohne sich selbst allzu sehr in den Vordergrund zu stellen.

Zwischen Nachtisch und leichten Snacks

Wo gut gegessen und getrunken wird, da darf die Süße nicht fehlen. Der Weißwein harmoniert dabei vor allem mit Früchten, mit leichtem Gebäck sowie mit Pudding- und Grießspeisen. Ebenso kann er zu einem späteren Zeitpunkt mit einem Stück Schokolade kombiniert werden, wobei er selbst bittere Aromen abmildert. Er kommt daher zugleich als tolle Ergänzung beim Essen von Nüssen und Mandeln in Betracht, deren mitunter erdigen Eigengeschmack er klug ausbalanciert.

Ohnehin muss sich der Sauvignon Blanc vor intensiven Aromen nicht verstecken. Wer nach dem Hauptgang ein Stück Ziegen- oder Schafkäse reichen möchte, kann bei diesem Weißwein als Getränk bleiben. Er entfaltet seine Stärken trotz der fruchtigen Geschmacksnoten also nicht nur in der warmen Jahreszeit, sondern empfiehlt sich aufgrund des hohen Säuregehalts und des damit verbundenen eher trockenen Eindrucks auch für die kalten Tage. Mit ein wenig Experimentierfreude beim Genuss von Speisen und Snacks lässt der Sauvignon Blanc manch atemberaubende Kombination im Mund entstehen.

Der Sauvignon Blanc im Weingut Pongratz

Österreich und die Steiermark ( vor allem die Südsteiermark und deren Weine )gelten aufgrund ihrer idealen Bedingungen als sehr gute Anbaugebiete für den charakterstarken Weißwein – und müssen sich somit längst nicht mehr hinter Frankreich oder Neuseeland verstecken. Das Weingut Pongratz hat sich daher auch auf diese Rebsorte spezialisiert und bietet ein breit gefächertes Sortiment des Weins an. Darunter befindet sich mit dem „Schwalbenhimmel Sauvignon Blanc Hochberg 2022 Privatreserve Magnum“ sogar die höchste Qualität aus dem Hause Pongratz – und zugleich der Weltmeister 2020 des FALSTAFF-Magazins.

Das Angebot des Sauvignon Blanc im Shop des Weinguts Pongratz beginnt bei leichten bis fruchtigen Aromen und endet bei ausdrucksstarken Gewürzen und Kräutern im Geschmack. Genießer, die nicht genau wissen, für welchen der Weine sie sich entscheiden sollen, greifen daher am besten zum Party-Mix: Geliefert werden sechs Flaschen aus den Jahrgängen 2022 bis 2024, die ein erstes Verkosten unterschiedlicher Sauvignon Blancs erlauben. Ganz ähnlich – aber noch einmal hochwertiger – präsentiert sich die Schwalbenhimmel-Trilogie aus dem Jahr 2023, die mit drei Flaschen aus einer der besten Weinlagen der Welt überzeugt.

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