Stand: 30. Mai 2026. Der Sanierungsbonus 2026 ist für neue Registrierungen und neue Förderanträge seit 2. Februar 2026 geschlossen.
Für Haushalte, Hausverwaltungen, Sanierungsbetriebe, Energieberater:innen und Handwerksunternehmen ist das eine wichtige Änderung: Thermisch-energetische Sanierungen wie Dämmung, Fenstertausch, Fassadensanierung oder umfassende Gebäudesanierungen können über diese Bundesförderschiene derzeit nicht mehr neu beantragt werden. Offen bleibt im Rahmen der Sanierungsoffensive vor allem der Kesseltausch – solange Budgetmittel vorhanden sind.
Für Betriebe verschiebt sich damit der Markt: Fassadenfirmen, Fensterbetriebe, Dämmstoffanbieter und Sanierungsplaner verlieren eine wichtige direkte Bundesförderlogik für neue Privatprojekte. Gleichzeitig rücken Installateurbetriebe, Wärmepumpen-Anbieter, Energieberater:innen, Elektriker:innen, Fernwärmeanbieter und Förderberater:innen stärker in den Fokus. Wer den Sanierungsmarkt 2026 einordnet, sollte auch bestehende Themen wie Photovoltaik-Beratung und Installation in der Steiermark, Elektrotechniker:innen-Gehälter in Österreich und Automatisierung in Österreichs Branchen mitdenken. Sanierung wird immer stärker zu einem Mix aus Bau, Energie, Strom, Technik, Förderung und Fachkräfteplanung.
Was nach dem Stopp des Sanierungsbonus 2026 noch möglich ist
| Alternative | Was 2026 wichtig ist |
|---|---|
| Kesseltausch | Neue Registrierungen und Förderanträge sind weiterhin möglich, solange Budget vorhanden ist. Gefördert wird der Ersatz fossiler Heizsysteme durch klimafreundliche Alternativen. |
| Bestehende Sanierungsbonus-Fälle | Bereits eingereichte Anträge und bestehende Registrierungen bleiben laut offizieller Förderinformation gültig und werden weiterbearbeitet. |
| Landesförderungen | Bundesländer können eigene Wohnbau-, Energie- oder Sanierungsförderungen anbieten. Voraussetzungen, Fristen und Förderhöhen unterscheiden sich je Bundesland. |
| Öko-Sonderausgabenpauschale | Bei geförderter thermisch-energetischer Sanierung oder gefördertem Heizkesseltausch kann für Privatpersonen eine steuerliche Pauschale relevant sein, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. |
| Photovoltaik und Speicher | PV, Speicher und Eigenverbrauch ersetzen keine Dämmung, können aber Energiekosten senken und Sanierungspläne wirtschaftlich ergänzen. |
| Energieberatung | Eine unabhängige Beratung hilft, die richtige Reihenfolge zu finden: zuerst dämmen, zuerst Heizung tauschen, PV ergänzen oder mehrere Schritte planen. |
| Betriebliche Umweltförderung | Für betrieblich oder kommunal genutzte Gebäude können eigene Fördermöglichkeiten bestehen, etwa zur Verbesserung des Wärmeschutzes oder der Energieeffizienz. |
| Eigenfinanzierte Teilsanierung | Auch ohne Bundes-Sanierungsbonus können kleine Maßnahmen sinnvoll sein: oberste Geschoßdecke, Kellerdecke, Heizungsoptimierung, Abdichtung oder Fenstertausch im Schadensfall. |
Was genau beim Sanierungsbonus gestoppt wurde
Gestoppt wurde die Möglichkeit, neue Registrierungen oder neue Anträge für den Sanierungsbonus einzubringen. Der Sanierungsbonus war für thermisch-energetische Gebäudesanierungen gedacht, etwa für Einzelbauteilsanierungen, Teilsanierungen, umfassende Sanierungen oder klimaaktiv-orientierte Sanierungsstandards. Seit 2. Februar 2026 ist diese Förderschiene für neue Fälle geschlossen.
Wichtig ist die Unterscheidung: Wer bereits vor dem Stopp eine gültige Registrierung oder einen Antrag eingebracht hat, fällt nicht automatisch heraus. Bereits eingereichte Anträge und bestehende Registrierungen bleiben gültig und werden weiterbearbeitet. Für neue Projekte muss aber anders geplant werden.
Warum der Bund den Fokus auf Kesseltausch gelegt hat
Das zuständige Ministerium begründete die Anpassung mit knappen Budgetmitteln und einer höheren CO₂-Einsparung pro eingesetztem Fördereuro beim Kesseltausch. Seit der Neuauflage der Sanierungsoffensive Ende November 2025 entfiel ein großer Teil des Antragsvolumens auf den Sanierungsbonus. Deshalb wurde der Schwerpunkt auf den Austausch fossiler Heizsysteme verschoben.
Politisch ist das nachvollziehbar, weil alte Öl-, Gas-, Kohle- oder Elektrospeicherheizungen unmittelbar fossile Emissionen verursachen. Fachlich bleibt die Entscheidung aber für viele Haushalte schwierig. Denn eine gute Gebäudehülle reduziert den Energiebedarf dauerhaft und macht jede neue Heizung kleiner, effizienter und langfristig günstiger. Für Eigentümer:innen ist daher entscheidend: Auch wenn die Bundesförderung für neue Sanierungsbonus-Fälle geschlossen ist, bleibt thermische Sanierung technisch oft sinnvoll.
Welche Haushalte jetzt zuerst handeln sollten
Dringend prüfen sollten Haushalte mit alten fossilen Heizungen. Wer noch mit Öl, Gas, Kohle/Koks oder Elektrospeicherofen heizt, kann im Rahmen des Kesseltauschs weiterhin eine Förderung für klimafreundliche Alternativen prüfen. Dazu zählen Nah- oder Fernwärme, Wärmepumpen und Holzzentralheizungen, sofern die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt sind.
Besonders wichtig ist eine frühe Planung. Wer erst bei Ausfall der alten Heizung reagiert, hat weniger Zeit für Energieberatung, Angebotsvergleich, Förderregistrierung, Lieferzeiten und fachgerechte Umsetzung. Außerdem sind Fördermittel budgetabhängig. Eine offene Förderschiene bedeutet nicht, dass unbegrenzt Geld vorhanden ist.
Welche Haushalte neu planen müssen
Neu planen müssen Haushalte, die 2026 vor allem eine thermische Sanierung über den Bundes-Sanierungsbonus starten wollten. Wer Fassade, Dach, Fenster, Kellerdecke oder oberste Geschoßdecke sanieren möchte, sollte jetzt Landesförderungen, steuerliche Effekte, Finanzierung und eine Etappenstrategie prüfen.
Das kann bedeuten: zuerst die dringendste Bauteilsanierung durchführen, später den Heizungstausch planen oder umgekehrt zuerst den Kesseltausch fördern lassen und anschließend Gebäudehülle verbessern. Die beste Reihenfolge hängt vom Gebäude ab. Bei sehr schlechtem Dämmstandard kann es wirtschaftlich sinnvoller sein, zuerst Wärmeverluste zu reduzieren, bevor eine neue Heizung dimensioniert wird.
Kesseltausch als wichtigste Bundesalternative
Der Kesseltausch bleibt 2026 die wichtigste bundesweite Alternative innerhalb der Sanierungsoffensive. Gefördert wird der Umstieg von fossilen Heizsystemen auf klimafreundliche Alternativen. Für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Reihenhäuser gelten je nach System unterschiedliche Höchstbeträge; die Gesamtförderung ist mit maximal 30 Prozent der förderungsfähigen Investitionskosten begrenzt.
Für Installateurbetriebe, Wärmepumpen-Anbieter, Fernwärmeanbieter, Holzheizungsbetriebe und Energieberater:innen ist das eine klare Marktverschiebung. Die Nachfrage wandert von breiter Gebäudesanierung stärker hin zu Heizungstausch, Heizlastberechnung, Stromanschluss, Regelung, hydraulischem Abgleich, Entsorgung alter Anlagen und Förderabwicklung.
Warum Landesförderungen jetzt wichtiger werden
Viele Sanierungsentscheidungen werden 2026 stärker von Landesförderungen abhängen. Die Bundesländer haben unterschiedliche Wohnbau-, Energie- und Sanierungsförderungen. Manche unterstützen Dämmung, Fenstertausch, Heizungstausch, Energieausweis, Beratung, barrierefreie Sanierung oder umfassendere Wohnhaussanierung. Die Details unterscheiden sich stark nach Bundesland, Gebäudetyp, Einkommen, Hauptwohnsitz, Alter des Gebäudes und technischer Qualität.
Für Haushalte heißt das: Nicht nur Bundesförderung prüfen, sondern immer auch die zuständige Landesstelle. Für Betriebe heißt das: Angebote sollten nicht pauschal mit einer Bundesförderung beworben werden, wenn diese für neue Sanierungsbonus-Fälle geschlossen ist. Seriöser ist eine klare Prüfung je Bundesland und Projekt.
Öko-Sonderausgabenpauschale nicht übersehen
Eine weitere Alternative kann die Öko-Sonderausgabenpauschale sein. Sie ist für Privatpersonen relevant, wenn eine geförderte thermisch-energetische Sanierung oder ein geförderter Heizkesseltausch vorliegt und die Voraussetzungen erfüllt sind. Für eine geförderte thermisch-energetische Sanierung werden 800 Euro jährlich berücksichtigt, für einen geförderten Heizkesseltausch 400 Euro jährlich, jeweils grundsätzlich über fünf Jahre.
Wichtig ist aber: Die Pauschale ersetzt keine Förderung und ist nicht für jedes Projekt automatisch anwendbar. Sie ist an die Auszahlung einer entsprechenden Förderung und bestimmte Mindestkosten geknüpft. Wer 2026 neu thermisch sanieren will, aber keine neue Bundesförderung über den Sanierungsbonus bekommt, sollte daher genau prüfen, ob und wann steuerliche Vorteile überhaupt greifen.
Photovoltaik, Speicher und Eigenverbrauch als Ergänzung
Photovoltaik, Speicher und Eigenverbrauch sind keine direkte Alternative zur Dämmung. Sie lösen nicht das Problem schlechter Gebäudehülle. Sie können aber ein wichtiger Baustein sein, wenn ein Haushalt oder Betrieb Stromkosten senken, eine Wärmepumpe wirtschaftlicher betreiben oder mehr Unabhängigkeit von Strompreisen erreichen will.
Besonders bei Wärmepumpen wird die Kombination mit PV interessanter. Entscheidend ist aber das Lastprofil: Eine PV-Anlage erzeugt im Sommer am meisten Strom, während die Wärmepumpe im Winter am stärksten gebraucht wird. Speicher, Warmwasserbereitung, intelligente Steuerung und Eigenverbrauchsanteil müssen daher realistisch berechnet werden.
Welche Betriebe besonders betroffen sind
Direkt betroffen sind Betriebe, die stark von thermischer Sanierung leben: Fassadenbetriebe, Dämmstoffanbieter, Fensterbauer, Dachdecker, Spengler, Baumeister, Energieberater:innen, Planungsbüros und Sanierungsberater:innen. Wenn neue Privatprojekte ohne Bundes-Sanierungsbonus schwieriger finanzierbar werden, kann das Auftragsvolumen in einzelnen Bereichen sinken oder sich verzögern.
Gleichzeitig entstehen Chancen für jene Betriebe, die Sanierung breiter denken. Wer Heizung, Dämmung, PV, Strom, Lüftung, Förderberatung und Finanzierung zusammen erklären kann, bietet Haushalten mehr Orientierung. Besonders gefragt werden Anbieter sein, die nicht nur einzelne Maßnahmen verkaufen, sondern eine sinnvolle Reihenfolge vorschlagen.
Welche Branchen indirekt profitieren
Indirekt profitieren Installateurbetriebe, Elektrotechnik, Energieberatung, Förderberatung, Banken, Bausparkassen, Steuerberatung, Hausverwaltungen, Immobilienverwaltungen, PV-Anbieter, Speicheranbieter, Regelungstechnik, Smart-Home-Anbieter und Hersteller energieeffizienter Gebäudetechnik. Wenn Haushalte den Sanierungsbonus nicht mehr nutzen können, suchen sie stärker nach Alternativen, Finanzierungswegen und kleineren Etappen.
Auch der Arbeitsmarkt wird berührt. Energie- und Gebäudetechnik brauchen Fachkräfte, die beraten, planen, installieren und warten können. Das stärkt technische Berufe und Lehrberufe. Für junge Menschen und Quereinsteiger:innen können Energie, Elektrotechnik, Heizungstechnik und Gebäudetechnik langfristig attraktive Berufsfelder sein.
Wer durch den Stopp benachteiligt sein kann
Benachteiligt sind vor allem Haushalte, die eine thermische Sanierung geplant haben, aber noch keine Registrierung oder keinen Antrag eingebracht hatten. Besonders schwierig ist das für Gebäude mit hohem Energieverbrauch, älteren Fenstern, schlechter Dämmung oder hohem Sanierungsbedarf. Ohne Bundesförderung kann die Finanzierung deutlich schwerer werden.
Auch kleinere Sanierungsbetriebe können betroffen sein, wenn Kund:innen Projekte verschieben. Das trifft Betriebe besonders dann, wenn sie ihre Auftragsplanung stark auf den Sanierungsbonus ausgerichtet hatten. Wer dagegen mehrere Standbeine hat – etwa Heizungstausch, Energieberatung, PV, Dacharbeiten oder kleine Reparaturen – kann flexibler reagieren.
Warum Sanierung trotz Förderstopp sinnvoll bleiben kann
Der Stopp des Sanierungsbonus bedeutet nicht, dass Dämmung, Fenstertausch oder Bauteilsanierung unwichtig geworden sind. Im Gegenteil: Eine bessere Gebäudehülle senkt den Wärmebedarf dauerhaft. Das reduziert Heizkosten, verbessert Wohnkomfort, schützt Bausubstanz und kann die neue Heizung kleiner und effizienter machen.
Gerade bei alten Häusern sollte deshalb nicht nur gefragt werden: „Welche Förderung gibt es?“ Die bessere Frage lautet: „Welche Maßnahme bringt in diesem Gebäude den größten Nutzen?“ Manchmal ist das der Kesseltausch. Manchmal ist es die Dämmung der obersten Geschoßdecke. Manchmal sind neue Fenster nur in Kombination mit Lüftung und Feuchteschutz sinnvoll. Förderungen helfen, ersetzen aber keine technische Planung.
Was Betriebe bei der Kundenberatung beachten sollten
Betriebe sollten 2026 besonders vorsichtig mit Förderversprechen umgehen. Wer weiterhin mit dem Sanierungsbonus für neue Projekte wirbt, riskiert falsche Erwartungen. Korrekt ist: Neue Registrierungen und neue Anträge für den Sanierungsbonus sind nicht mehr möglich; bestehende Registrierungen und Anträge bleiben gültig; Kesseltausch bleibt offen, solange Budget vorhanden ist.
Seriöse Angebote sollten daher klar trennen: technische Empfehlung, Fördermöglichkeit, steuerlicher Effekt, Landesförderung und Finanzierung. Kund:innen brauchen nicht nur eine Preissumme, sondern eine verständliche Gesamtrechnung mit Eigenmittelbedarf, möglichen Zuschüssen, Betriebskosten und Risiken.
Checkliste für Haushalte nach dem Sanierungsbonus-Stopp
- Status prüfen: Gibt es bereits eine gültige Registrierung oder einen eingereichten Antrag?
- Kesseltausch prüfen: Gibt es noch ein fossiles Heizsystem, das förderfähig ersetzt werden kann?
- Landesförderung suchen: Wohnbau- und Energieprogramme des eigenen Bundeslands prüfen.
- Energieberatung nutzen: Reihenfolge von Dämmung, Heizung, PV und Fenstern fachlich klären.
- Kosten neu rechnen: Förderung, Eigenmittel, Kredit, Betriebskosten und mögliche Steuerwirkung gemeinsam betrachten.
- Etappen planen: Nicht jedes Haus muss sofort umfassend saniert werden; sinnvolle Teilschritte können wirtschaftlicher sein.
- Angebote vergleichen: Material, Montage, Planung, Nebenarbeiten, Entsorgung, Garantie und Wartung berücksichtigen.
- Keine Schnellentscheidung treffen: Förderdruck darf nicht zu einer technisch schlechten Lösung führen.
Checkliste für Betriebe und Hausverwaltungen
- Fördertexte aktualisieren: Website, Angebote und Inserate müssen den Stopp des Sanierungsbonus korrekt abbilden.
- Kundenprojekte sortieren: Bestehende Registrierungen, laufende Anträge und neue Projekte getrennt behandeln.
- Alternativen vorbereiten: Landesförderungen, Kesseltausch, PV, Energieeffizienz und Finanzierung in Beratung einbauen.
- Dokumentation verbessern: Energieausweis, Angebote, Rechnungen, Fotos und technische Nachweise sauber sammeln.
- Kooperationen aufbauen: Installateur, Elektriker, Energieberater, Baumeister, Dachdecker und Finanzierungspartner vernetzen.
- Keine Förderhöhe garantieren: Förderentscheidungen trifft nicht der Betrieb, sondern die Förderstelle.
- Kapazitäten planen: Nachfrage kann sich kurzfristig von Dämmung Richtung Heizungstausch verschieben.
Welche Rolle Betriebe bei gewerblichen Gebäuden haben
Für Unternehmen gelten andere Förderlogiken als für private Haushalte. Gewerbliche Gebäude, gemeinnützige Organisationen, Vereine oder Gebietskörperschaften können je nach Projekt über die Umweltförderung im Inland, Energieeffizienzprogramme, Gebäudesanierung oder spezielle Ausschreibungen förderfähig sein. Das muss im Einzelfall geprüft werden.
Besonders wichtig ist bei Betrieben die Wirtschaftlichkeitsrechnung. Eine thermische Sanierung kann Energiekosten senken, aber auch Betriebsunterbrechungen, Finanzierung, Brandschutz, Denkmalschutz, Mietverträge und Abschreibung beeinflussen. Für Unternehmen sollte Sanierung daher nicht isoliert als Förderfrage, sondern als Investitionsentscheidung betrachtet werden.
Stimmen und Einschätzungen
- Norbert Totschnig: Der Umweltminister erklärte zum Stopp neuer Sanierungsbonus-Fälle, dass vorhandene Mittel in Zeiten knapper Budgets möglichst effizient auf CO₂-Einsparung ausgerichtet werden sollen und deshalb der Schwerpunkt auf den Kesseltausch gelegt werde. (BMLUK, 2. Februar 2026)
- Sanierungsoffensive: Die offizielle Förderseite hält fest, dass neue Registrierungen oder Anträge für den Sanierungsbonus nicht mehr möglich sind, bereits eingereichte Anträge und bestehende Registrierungen aber gültig bleiben. (Offizielle Förderinformation, Stand 2026)
- Wirtschaftskammer Österreich: Die WKO ordnet die Neuausrichtung als relevant für Installateurbetriebe ein und verweist darauf, dass seit 2. Februar 2026 Wärmedämmungen nicht mehr neu gefördert werden, während der Kesseltausch weiter unterstützt wird. (WKO, Sanierungsoffensive 2026)
Was jetzt die beste Strategie ist
Die beste Strategie nach dem Sanierungsbonus-Stopp ist eine nüchterne Prioritätenliste. Haushalte sollten zuerst klären, ob sie eine bestehende Registrierung haben. Danach kommt die Frage, ob ein Kesseltausch möglich und sinnvoll ist. Anschließend sollten Landesförderungen, Steuerwirkung, PV, Speicher, kleine Bauteilsanierungen und Finanzierung geprüft werden.
Betriebe sollten die Situation nicht nur als Förderausfall sehen. Viele Kund:innen brauchen jetzt mehr Beratung als zuvor. Wer die Lage verständlich erklärt, Alternativen kennt und keine falschen Versprechen macht, kann Vertrauen gewinnen. Genau das wird 2026 im Sanierungsmarkt entscheidend sein: nicht die lauteste Förderung, sondern die beste Reihenfolge aus Technik, Geld und Nutzen.
FAQ zum gestoppten Sanierungsbonus 2026
Ist der Sanierungsbonus 2026 noch offen?
Nein. Seit 2. Februar 2026 ist eine neue Registrierung oder Antragstellung für den Sanierungsbonus nicht mehr möglich. Bereits eingereichte Anträge und bestehende Registrierungen bleiben gültig.
Warum wurde der Sanierungsbonus gestoppt?
Der Bund begründete die Anpassung mit knappen Budgetmitteln und einer höheren CO₂-Einsparung pro eingesetztem Fördereuro beim Kesseltausch. Deshalb wurde der Schwerpunkt der Sanierungsoffensive auf den Austausch fossiler Heizsysteme gelegt.
Was ist der Unterschied zwischen Sanierungsbonus und Kesseltausch?
Der Sanierungsbonus betraf thermisch-energetische Gebäudesanierungen wie Dämmung oder Fenstertausch. Der Kesseltausch betrifft den Ersatz fossiler Heizsysteme durch klimafreundliche Alternativen wie Fernwärme, Wärmepumpe oder Holzzentralheizung.
Kann ich eine bestehende Registrierung noch nutzen?
Ja. Laut offizieller Förderseite bleiben bestehende Registrierungen und bereits eingereichte Anträge gültig und werden weiterbearbeitet. Wichtig sind die individuellen Fristen und Unterlagen des eigenen Förderfalls.
Welche Alternative gibt es 2026 zur Bundesförderung?
Die wichtigste Bundesalternative ist der Kesseltausch. Zusätzlich sollten Haushalte Landesförderungen, Energieberatung, steuerliche Möglichkeiten, Photovoltaik, Speicher, Finanzierung und sinnvolle Teilsanierungen prüfen.
Gibt es noch Förderung für Dämmung oder Fenstertausch?
Über den Bundes-Sanierungsbonus können neue Fälle derzeit nicht mehr eingebracht werden. Ob Landesförderungen oder andere Programme verfügbar sind, hängt vom Bundesland, Gebäudetyp und Projekt ab.
Hilft die Öko-Sonderausgabenpauschale?
Sie kann helfen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Für geförderte thermisch-energetische Sanierung oder geförderten Heizkesseltausch können pauschale Sonderausgaben berücksichtigt werden. Entscheidend ist unter anderem eine entsprechende Förderauszahlung.
Sollte man trotz Förderstopp dämmen?
Ja, wenn es technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist. Dämmung senkt den Energiebedarf dauerhaft und kann eine neue Heizung kleiner und effizienter machen. Die Entscheidung sollte aber mit Energieberatung und Kostenrechnung erfolgen.
Welche Betriebe sind vom Stopp besonders betroffen?
Besonders betroffen sind Fassadenbetriebe, Dämmstoffanbieter, Fensterbauer, Dachdecker, Baumeister, Planungsbüros und Sanierungsberater:innen, wenn sie stark auf neue Sanierungsbonus-Projekte gesetzt haben.
Was sollten Hausverwaltungen jetzt tun?
Hausverwaltungen sollten bestehende Anträge prüfen, Eigentümer:innen transparent informieren, Landesförderungen recherchieren, Energieberatung einholen und Sanierungsmaßnahmen nach Dringlichkeit, Kosten, Förderung und technischer Wirkung priorisieren.
Quellen und weiterführende Informationen
- Oesterreich.gv.at: Die offizielle Bundesplattform fasst die Sanierungsoffensive 2026 zusammen und weist ausdrücklich darauf hin, dass seit 2. Februar 2026 keine neue Registrierung oder Antragstellung für den Sanierungsbonus möglich ist. Oesterreich.gv.at zur Sanierungsoffensive 2026
- Sanierungsoffensive: Die offizielle Förderseite nennt den Sanierungsbonus als budgetbedingt geschlossen und erklärt, dass bestehende Registrierungen und bereits eingereichte Anträge weiterhin gültig bleiben. Offizielle Förderseite zum beendeten Sanierungsbonus
- BMLUK: Die Ministeriumsmitteilung vom 2. Februar 2026 erklärt den Strategiewechsel, den Fokus auf Kesseltausch, die Begründung über CO₂-Einsparung und die jährlichen Mittel von 360 Millionen Euro. BMLUK zum Fokus auf Kesseltausch ab Februar 2026
- Bundesministerium für Finanzen: Das BMF erklärt die Öko-Sonderausgabenpauschale für geförderte thermisch-energetische Sanierungen und geförderten Heizkesseltausch. BMF zur Öko-Sonderausgabenpauschale
- Umweltförderung.at: Die Förderplattform der KPC zeigt Fördermöglichkeiten für Betriebe, Energieeffizienz, Gebäude und Umweltinvestitionen sowie die zuständigen Serviceteams. Umweltförderung für Betriebe
- Wirtschaftskammer Österreich: Die WKO ordnet die Sanierungsoffensive 2026 aus Sicht der Installationsbetriebe ein und nennt den Wechsel weg von neuen Wärmedämmungsförderungen hin zum Kesseltausch. WKO zur Sanierungsoffensive 2026
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