Golden Globes unter heftiger Kritik Golden Globes
12 Mai
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Golden Globes unter heftiger Kritik

Auch das noch. Jetzt hat der Fernsehpartner NBC mitgeteilt, die Golden Globes 2022 sausen zu lassen.

Man könne 2023 wieder an eine Übertragung denken, wenn es größere Reformen bei der Hollywood Foreign Press Association (HFPA) gegeben habe. Die HFPA ist der Veranstalter der Golden Globes. Und muss durch den Ausfall der Übertragung wohl auf einiges Körberlgeld verzichten.
Ob die Golden Globes Verleihung 2022 überhaupt stattfindet, darauf darf man langsam Wetten annehmen. Denn NBC ist nicht der einzige Player, der Reformen verlangt. Auch die Schauspieler sind mit dem Status Quo nicht glücklich. Vor kurzem etwa hat Tom Cruise seine drei Trophäen zurückgeschickt. Dafür gab es auch Applaus von diversen zivilrechtlichen Organisationen, die ansonsten mit der Mitgliedschaft des Schauspielers bei Scientology nicht wirklich glücklich sind.
Was war geschehen? Diversity heißt das Zauberwort. 2020 war in den USA nicht nur Corona, sondern auch George Floyd. Die Diskussionen und Proteste rund um dessen Tod sensibilisierten für Diversity. In der HFPA ist aber kein einziger farbiger Juror vertreten.
Doch das ist nicht das einzige Problem des Vereins. Auch Sexismus und Homophobie sind Vorwürfe, die immer wieder erhoben werden. So meinte etwa Scarlett Johansson, dass sie die Pressekonferenzen des Verbandes möglichst meide. Dort bekomme man häufig sexistische Fragen gestellt. Auch Netflix und Amazon lehnen eine Zusammenarbeit mit dem Verband weiterhin ab.
Der HFPA kündigte an, sich bessern zu wollen. So sollen etwa zwanzig neue Mitglieder aufgenommen werden, in erster Linie Afroamerikaner. Innerhalb von 18 Monaten will man die Zahl der Mitglieder verdoppeln. Auch die Compliance Regeln sollen modernisiert werden. Die Annahme von Werbegeschenken wäre etwa zukünftig verboten. Ob das jedoch ausreicht, die Kritiker zu beruhigen, darf bezweifelt werden.

 



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