Der Presseclub Concordia und die Parlamentsredakteure fordern noch Nachschärfungen. Grundsätzlich, so die Journalistenvereinigungen, sei es löblich, die Amtsverschwiegenheit abzuschaffen.

Die Regierung hatte eine neue Idee. Wie bekannt, wurde ein Rahmenvertrag für Kreativleistungen in der Höhe von 30 Mio. Euro ausgeschrieben. Und von Medialeistungen in der Höhe von 180 Mio. Euro. Für die nächsten vier Jahre. Macht also pro Jahr mehr als sieben Mio. Euro für die Kreativleistungen und rund 45 Mio. Euro für Medialeistungen. Ein sattes Auftragsvolumen. Doch warum plötzlich die Ausschreibung? Argumentiert wird damit, dass im Falle Corona keine so kurzfristige Ausschreibung möglich war und man daher zum Mittel der Notvergabe greifen musste. Später im Jahr wurde der Etat aber dann doch über Ausschreibungen verteilt. Warum man nun eine derart langfristige Bindung anstrebt, erklärt diese Argumentation nicht wirklich.

Eine Studie des Medienhauses Wien, die gestern im Presseclub Concordia virtuell präsentiert worden ist, nimmt mit beeindruckender Datenfülle die Vergabe von Regierungsinseraten in Österreichs Printmedien unter die Lupe. Etwas Ähnliches wie Qualitätskriterien hat sie dabei nicht gefunden.