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18 Jun
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Supermacht Supermarkt

Das neue Magazin der werbefreien Investigativplattform Dossier fühlt den Handelsreisen auf den Zahn.

 

Mit der vollen Hose ist´s leicht stinken“, sagt eine bodenständige Volksweisheit. Der Umkehrschluss könnte heißen: Mit leeren Händen ist´s leicht anstinken. „Wieso kritische Berichte über Supermärkte oft Mangelware sind, lässt sich am gigantischen Werbeetat von Rewe, Spar und Hofer ablesen. Bei Dossier gibts keine Werbung und somit auch keine Drohungen“, twittert Sahel Zarinfard.
Zarinfard ist eine tragende Kraft bei der mittlerweile zweistellig besetzten Investigativ-Plattform Dossier. Das Unternehmen, redaktionell geleitet von Florian Skrabal, finanziert sich nicht durch Anzeigen, sondern durch Crowdfunding. Ist genug Geld eingesammelt, wird ein üppiges Magazin produziert. Die Korruption in Österreich und die Kronen Zeitung waren bisher Themen.
Nun sind die Handelsriesen dran: „Supermacht Supermarkt“ ist das neue Heft betitelt, das für limitierte Zeit zum Aktionspreis (19,90) über die Webseite vorbestellt werden kann. Unbeeindruckt von branchenüblichen und im Regelfall auch sehr wirksamen Drohungen, Inseratengelder zu streichen, verspricht Dossier zu zeigen, „wie Angestellte und Lieferanten behandelt werden; wie die Ketten Löhne und Einkaufspreise drücken – all das im Namen der Konsumentinnen und Konsumenten, unter denen sich die Aktionitis, der Rabattfetischismus und die Datenkrake „Jö Bonus Club“ massiv verbreitet haben. Wir beleuchten die Schattenseiten der boomenden Phänomene Eigenmarken und Bio. Natürlich dürfen auch Porträts der öffentlichkeitsscheuen Eigentümer der Handelsriesen nicht fehlen: Die stetig sprudelnden Gewinne landen in den Taschen von Milliardären, reichen Clans und einer mächtigen Genossenschaft“.