Worst of Phrasen Nicolas Demetriades / Pixabay
26 Feb
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Worst of Phrasen

FALTER.morgen präsentiert die fünf meiststrapazierten Covid-Floskeln und -Platitüden 2020.

Just Leute, die besonders gescheit klingen wollen, bedienen sich besonders inflationär bei Platitüden, Floskeln und nichtssagenden Worthülsen. Und wer ist da prädestinierter, mit schlechtem Vorbild voranzugehen als unsere Politiker, prototypische Blaupause allen Übels dieser Welt schlechthin?!

FALTER.morgen, der irgendwann im Jänner dieses Jahres implementierte, äußerst lesenswerte Newsletter des Wiener Stadtmagazins Falter, hat die volksvertreterliche Phrasendrescherei gewissermaßen unter Aufsicht gestellt und mitgezählt, wie besonders oft eine bestimmte Dummheit wiedergekäut worden ist. Statistisch haben sich die Falter-Leute dafür auf Meldungen der APA gestützt.
Wie sich herausstellt, wird die österreichische Regierungsspitze furchtbar oft von Geistererscheinungen heimgesucht, denn am häufigsten sah sie

1. „Licht am Ende des Tunnels“: Gesundheitsminister Rudi Anschober machte die Phantomsichtung als Erster; Kanzler Sebastian Kurz aber am häufigsten.
2. „Wir sind in der entscheidenden Phase“: Sagte Anschober 13mal. „Man könnte auch sagen: Das gesamte vergangene Jahr war eine entscheidende Phase“, kommentiert FALTER.morgen so trocken wie zutreffend
3. „Das Virus wurde eingeschleppt” und „Wir sind gut durch die Krise gekommen” komplettieren ex aequo das Podest. Die zweite Platitüde, gerne vom Kanzler bemüht, ist allerdings vor dem Hintergrund, dass Österreich 2020 in Europa den schlimmsten Wirtschaftseinbruch verzeichnete, die noch schlimmere.
5. „Wir müssen einen zweiten Lockdown verhindern“: Das hat Shorty noch im Herbst gebetsmühlenartig gepredigt. Ganz nebenbei: Rudi Anschober konnte sich noch in der zweiten Septemberhälfte ´20 einen zweiten Lockdown „nicht vorstellen“.

 



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