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22 Sep
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NYT: Neues Format gegen Fake News

„Daily Distortions“ beleuchtet und korrigiert viral gegangene Falschmeldungen.

Die Zeit des Wahlkampfs ist die Zeit gehäufter Lügen und gezielter Des- und Falschinformationen, die oft viral gehen, sprich: sich insbesondere über die Sozialen Medien schnell und weit verbreitet. Das passiert natürlich nicht nur in den USA, aber dort besonders heftig. Deswegen hat die größte Zeitung des Landes, die New York Times, ein eigenes Format eingerichtet, in dem täglich ein Fall einer viral gegangenen Falschmeldung beleuchtet und richtiggestellt wird. Es heißt „Daily Distortions“ und ist so angelegt, dass es leicht in Sozialen Netzwerken geteilt werden kann. 

Der aktuellste Fall widmet sich der Verfügung der verstorbenen Verfassungsrichterin Ruth Bader Ginsburg, dass ihr Posten erst nach nachbesetzt werde, wenn ein neuer Präsident im Amt sei. Der amtierende Präsident Donald Trump hatte suggeriert, diese Verfügung könnte von demokratischen Politikern wie Adam Schiff, Chuck Schumer oder Nancy Pelosi geschrieben worden sein. Schiff konterte auf Twitter: „Herr Präsident, das ist tief. Sogar für Sie. Nein, ich habe nicht Ruth Bader Ginsburgs letzten Wunsch an eine Nation, der sie so gut gedient hat und deren Einigkeit sie ihre Lebenszeit gewidmet hat, geschrieben. Aber ich werde höllisch darum kämpfen, ihn zu erfüllen.
Keine Bestätigung vor der Angelobung."

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