Peter Pilz bittet um Spenden ZackZack
12 Feb
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Peter Pilz bittet um Spenden

Casinos-Chefin Glatz-Kremsner klagte Partei-Plattform ZackZack wegen eines „ehrenrührigen“ Artikels und begehrt Urteilsveröffentlichung in Fellner-Medien.

„Es ist das gute Recht von Frau Glatz-Kremsner, uns zu klagen“, sagt JETZT-Chef Peter Pilz in einem Video auf der parteieigenen Online-Plattform ZackZack. Doch hinter dem Rechtsschritt der Casinos Austria-Chefin gegen das JETZT-Organ stehe der Versuch, ein kritisches Medium, das Pilz an einer Stelle im Video als „wahrscheinlich erfolgreichste Neugründung der letzten zehn Jahre“ bezeichnet, mundtot zu machen. 

Bettina Glatz-Kremsner hat ZackZack wegen einer Geschichte vom 21. Jänner persönlich geklagt. Die fragliche Story trug den Titel „Millionen für Kurz-Vize - Bettina Jackpot“ (Glatz-Kremsner war von Juli 2017 bis Ende April 2019 Bundesparteiobmann-Stellvertreter der ÖVP, Anm.). Die Casinos-Chefin fand sie ehrenrührig und begehrt dafür (u.a.) für den Zeitraum von zwei Monaten eine Urteilsveröffentlichung auf der Startseite von oe24.at und oe24.tv. Dies vor dem Hintergrund, dass Pilz in den Fellner-Medien über die Causa geredet hatte.
Für die Kosten einer Urteilsveröffentlichung muss im Falle einer Verurteilung die beklagte Partei aufkommen. Und das würde, rechnet Pilz vor, die Sache für ZackZack - und in der Folge natürlich für die Partei - teuer machen. Während der Streitwert der Klage an sich nur 38.000 Euro beträgt, würde sie dann mit über 900.000 Euro zu Buche schlagen.
„Diese Million, das weiß man in der ÖVP, das weiß man in den Casinos, die haben wir nicht. Hinter uns steht kein Konzern, keine Bank, kein Raiffeisen, kein niemand. Hinter uns stehen nur Leserinnen und Leser, die sagen, es muss ein Medium geben, das niemand kaufen und einschüchtern kann.“
Daher: Spendenaufruf an die Leser und die Jetzt-Gefolgschaft.

 

 


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