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Assange in Bedrängnis Pixabay
12 Aug
geschrieben von 

Assange in Bedrängnis

Während sich Europa bemüßigt fühlt, gegenüber anderen, meist östlicher gelegenen, Staaten den Zeigefinger zu heben, geht die Schmach in England weiter.

Dort sitzt Julian Assange in einem Hochsicherheitsgefängnis, weil – ja, warum eigentlich? Weil er durch WikiLeaks Kriegsverbrechen der Amerikaner öffentlich machte. Die wollen ihm nun wegen Spionage den Prozess machen. Und spannten dazu die europäischen Partner ein.
Nach Jahren in der ecuadorianischen Botschaft und zwei Jahren Einzelhaft ist der gesundheitliche Zustand Assanges allerdings nicht mehr der beste. Eine Richterin lehnte daher und weil die Haftbedingungen in den USA nicht akzeptabel seien, das Auslieferungsbegehren ab.
Nun geht es um das Berufungsverfahren. Genauer: Um den Umfang des Berufungsverfahrens. Dies wurde im Rahmen einer Anhörung festgelegt. Die Amerikaner ziehen dabei den Experten in Zweifel, der über den Gesundheitszustand von Julian Assanges berichtete. Auch die Einschätzung der Richterin, dass er sich in US-Haft das Leben nehmen könnte, wollen die Amerikaner nicht akzeptieren. Nach der Anhörung darf in der Berufung über beide Punkte verhandelt werden.
In den USA könnte dessen Justiz Assange bis zu 175 Jahre wegsperren. Über den Umgang mit Kriegsgefangenen wird dagegen längst nicht mehr diskutiert. Und Europa verurteilt lieber andere Länder wegen Repressalien.

 



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