Streit um Digitalsteuer Pixabay
21 Mai
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Streit um Digitalsteuer

Für eine Ausweitung der Steuer auf alle Online-Plattformen mit Werbeeinnahmen über 10.000 Euro plädiert der Verband Druck und Medien.

Derzeit zielt die Steuer in Höhe von fünf Prozent auf jene Plattformen ab, die in Österreich mehr als 25 Mio. Euro und weltweit 750 Mio. Euro erwirtschaften. Das betrifft vor allem die amerikanischen Giganten wie Google, Facebook und Co.
Seine Initiative, die Online-Werbesteuer auszuweiten, begründet der Verband mit Strafzoll-Androhungen aus den USA, die die Steuer als diskriminierend einstufen.
Dem Ansinnen widerspricht der iab austria heftig. Während sich Medien, Agenturen und Auftraggeber für eine Abschaffung der Werbeabgabe einsetzen würden, wolle sie der Verband Druck und Medien noch ausweiten, kritisiert der iab. Damit stelle er sich gegen die gesamte Medienbranche. Die Forderung würde zudem die heimische Digitalwirtschaft nachhaltig schaden. Immerhin sei die Digitalsteuer nichts anderes, als der Versuch, mehr Steuergerechtigkeit zu schaffen.
„Heimische Unternehmen, die sich im globalen Wettbewerb behaupten müssen, mit zusätzlichen Steuern belasten zu wollen, ist an Standortfeindlichkeit nicht zu überbieten. Bereits jetzt fließen 1,1 Milliarden Euro pro Jahr an transatlantische Digitalanbieter. Anstatt endlich die Werbeabgabe abzuschaffen, nun neue Steuern zu kreieren, schadet dem Medien- und Digitalisierungsstandort. Es würde nur mehr Druckerschwärze für die Liste der Arbeitslosen brauchen“, moniert iab-austria-Präsident Markus Plank (Adverserve).

 



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