Radio Free Europe kehrt nach Ungarn zurück Pixabay
09 Sep
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Radio Free Europe kehrt nach Ungarn zurück

Als Reaktion auf den Rückgang der Medienfreiheit nahm der Dienst heute seinen Betrieb in Ungarn wieder auf.

Es ist damit nach Rumänien und Bulgarien das dritte EU-Land, in das Radio Free Europe zurückkehrt.
Gesendet wird allerdings nicht mehr über Antenne, sondern über Netradio. Zum empfangen ist es unter szabadradio.hu. Außerdem ist man auf Facebook und Instagram aktiv.
Radio Freies Europa betont, dass es sich bei seiner Berichterstattung auf lokale Reporter stützt. In Ungarn liegt die Leitung bei Gyula Csák, der zuvor für Euronews werkte. Davor war er unter anderem bei InfoRádió, Kossuth Rádió, Hírsarok oder Rádió C tätig.
Zum Einstand brachte der Service ein Feature zum Thema Digital Divide, das durch Corona noch einmal befeuert worden sei. Außerdem ging es um den Streit zwischen Regierung und Studenten rund um die Besetzung der University for Theater and Film Arts.
Regelmäßige Sendungen sollen ein dreiminütiger Morning Newsletter, ein wöchentlicher Schwerpunkt zur EU sowie Podcasts darstellen. Finanziert wird Radio Freies Europa vom amerikanischen Kongress.
In Ungarn war der Dienst bis 1993 tätig. 1991 wurde er für seinen „Dienst am ungarischen Volk“ vom damaligen Oppositionsführer Viktor Orbán gelobt, der noch dazu anführte, dass man Radio Freies Europa auch in Zukunft brauchen werde.
Die Pläne zur Rückkehr nach Ungarn wurden bereits 2019 lanciert, nachdem das Land im Pressefreiheitsindex von Reporter ohne Grenzen von Platz 23 auf Platz 89 abrutschte.


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