Film- und Musikwirtschaft ruft um Hilfe Pixabay
03 Apr
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Film- und Musikwirtschaft ruft um Hilfe

Die Auswirkungen für diese Branche sind verheerend. Praktisch von einem Tag auf den anderen sind die Einnahmen weggefallen.

Viele ins Nichts gestürzt. Österreichs Musiker und Filmschaffende zählen in der Regel nicht zu den Hochverdienern. Da sind auch die Reserven nicht so dick. Und langsam wird’s eben knapp. Auch mit Blick in die Zukunft. Denn wenn auch die ersten Überlegungen zur Lockerung der Maßnahmen auftauchen, Produktionen mit Publikum, Massenszenen oder gar Konzerte dürften wohl dann doch noch ein paar Monate auf sich warten lassen.
In einem gemeinsamen Appell machen die Verbände der Film- und Musikwirtschaft gegenüber der Bundesregierung nun auf die Misere aufmerksam. Und legen gleich einen Maßnahmenkatalog zur Minderung der schlimmsten Auswirkungen bei. Im Zentrum stehen darin die Schaffung eines Sicherheitsnetzes für alle Film- und Musikschaffenden, die Flexibilisierung des Härtefallfonds, die Einbindung von ORF und Privatsendern, die Sicherstellung der Liquidität, die Stärkung des Musikfonds und eine Lösung für die durch die Produktions-Stopps anfallenden finanziellen Schäden.
So wird etwa gefordert, dem ORF ein zusätzliches Budget im Jahr 2020 zu genehmigen. Dieses soll für die Finanzierung der Mehrkosten der Auftragnehmer bei ORF-Projekten verwendet werden. Zudem, weisen die Verbände darauf hin, wird im ORF derzeit mehr österreichisches Programm geboten. Für das auch entsprechende Abspielbudgets bereitgestellt werden müssen.
Weiters findet sich der Vorschlag, den Musikfonds auf 5 Millionen Euro zu erhöhen.
Der Brief führt auch Schadensschätzungen an. So beziffert man den Ausfall für die Kinowirtschaft mit 1,7 Mio. Euro pro Monat. Im RTR Fernsehfonds geht man angesichts der gestoppten TV-Drehs von einem Bedarf von 5 Millionen Euro zusätzlich aus.