Marktforschung im Umbruch Pixabay
21 Jan
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Marktforschung im Umbruch

Die Corona-Krise zieht überall Spuren der Verwüstung. Selbst die Markt- und Meinungsforschung macht da keine Ausnahme.

Wie die European Society for Opinion and Market Research (ESOMAR) erhob, werden in der Branche am europäischen Markt Umsatzeinbußen von 32 Prozent erwartet. Oft durch Verzögerungen oder Absagen. Aber auch die Preisspirale nach unten ist wieder in Gang gekommen. Zudem ist noch nicht absehbar, wieviele Auftraggeber nach der Krise überhaupt übrig bleiben.
Für 37 Prozent der von ESOMAR befragten Branchenteilnehmer ist daher sehr wahrscheinlich, dass auch sie die Zahl ihrer Mitarbeiter einschränken werden müssen. Gerechnet wird zudem mit mehr Homeoffice auch nach der Krise sowie Änderungen in der Methodik.
Trotz der Probleme scheint in Österreich die Bedeutung der Marktforschung verankert zu sein, erhob Marketagent. Demnach sind mehr als 80 Prozent überzeugt, dass aus Umfrageergebnissen Vorteile am Markt gezogen werden können. Vorteile für Betriebe orten je knapp 9 von 10 Österreicher speziell in Bezug auf die Produkteinführung und -entwicklung. Auf Basis der gewonnen Daten könnten ansprechende Werbemaßnahmen gestaltet werden, meinen 82 Prozent.
Die Mehrheit ist sich zudem sicher, dass durch Marktforschung Trends und Zusammenhänge frühzeitig erkannt und so neue Ideen entwickelt werden können. Für gut drei Viertel werden außerdem mögliche Risiken zeitnah identifiziert. 86 Prozent glauben weiters an eine Steigerung der Zufriedenheit bei Kunden, 68 Prozent bei Mitarbeitern.