Marken folgen Klischees Marketagent
10 Feb
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Marken folgen Klischees

Frauen und Männer haben ihre eigenen Welten. Und auch die Jugend geht eigene Wege.

Weniger überraschend, da man sich ja von der Elterngeneration abkapseln will. Dazu zählen natürlich die neuesten Trends. Aber auch das neue Biedermeier lässt sich an den Lieblingsmarken der österreichischen Jugend ablesen. Erhoben und ausgewertet wurden die von Marketagent in ihrem Brand.swipe.
Demnach ist für die Jugendlichen von 14 bis 19 Jahren Netflix die sympathischste Marke. Auf Platz Zwei folgt sodann ein österreichisches Traditionsprodukt: Vöslauer. Platz Drei gehört mit Youtube wieder einem trendigen Produkt. Beim Streamen greifen die Jugendlichen offensichtlich am liebsten zu einer alten Süßwarenmarke, nämlich Manner. Auch Platz Fünf gehört einer, zumindest ehemaligen, österreichischen Marke: Römerquelle. Erst auf Platz Sechs folgt der Fußball-Sponsor Nike und auf Platz Sieben ein Überraschungskandidat: Das Österreichische Rote Kreuz. Amazon kommt auf Platz Acht, gefolgt von Rauch und Spar.
Der Brand.Swipe zeigt auch: Das Klischee über Männer und Frauen könnte stimmen. Während Frauen Beauty und Mode bevorzugen, stehen Männer auf heiße Schlitten und kühle Blonde.
Der Frauenwelt am sympathischsten ist Maybelline vor Ivera und Vero Moda. Auf Platz Vier ein Evergreen: Barbie. Platz Fünf gehört Carefree, dahinter folgen Bijou Brigitte, die merkwürdige Schuhmarke Tamaris und die BIPA-Eigenmarke bi good. Auf Platz Neun kommt Orsay zu liegen, Platz Zehn gehört Essie.
Bei den Männern folgt die große Ausnahme gleich auf den ersten Platz. Und zwar mit dem Uhrenhersteller TAG Heuer. Auf Platz Zwei die erste Automarke: Aston Martin. Auf Platz Drei Handwerk: Prefa. Danach wird es etwas eintönig: Pirelli schafft es auf Platz Vier vor Goodyear. Platz Sechs gehört Yamaha. Auf Platz Sieben wird es Zeit für’s erste Bier: Zwettler. Auf Platz Acht wird mit Hirter nachgespült. Energizer und Continental komplettieren schließlich die Top Ten.
BRAND.Swipe ist ein Tool der mobilen Marktforschung, das eine intuitive Bewertung von Marken via Smartphone App ermöglichen soll. Die Untersuchungsmethode ist jener der App Tinder ähnlich – durch das Verschieben von Markenlogos nach rechts oder links (positive oder negative Assoziation) wird spontan die Sympathie von rund 1.131 Marken aus den unterschiedlichsten Branchen erhoben.