08. Juli 2020

Panik Reloaded

Es geht wieder um: Das Gespenst des Coronavirus. Schulschließungen und Maskenpflicht in Oberösterreich, Reisewarnungen für den Westbalkan, Rumänien und Bulgarien. Dazu: Aus den fast täglichen Pressekonferenzen des Gesundheitsministers ist zu entnehmen, dass man sich auf den Herbst vorbereiten wolle. In dem Grippe und Corona aufeinandertreffen. Und dann wurden auch noch die polizeilichen Befugnisse übertreten. Entschuldigung, natürlich ausgeweitet. In Zukunft dürfen sich also Kranke oder jene, die im Verdacht stehen, krank zu sein, als Verbrecher fühlen.
Abgesehen davon, dass das für eine zivilisierte Demokratie völlig unwürdig ist, schürt es auch wieder die Panik. Das trifft vor allem eine Branche: Die Eventmarketer.

Marken müssen mit der Zeit gehen. Und ihr Image den jeweiligen Trendthemen anpassen. Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Verbrauch, Diskriminierung – Marken müssen einen Standpunkt einnehmen. In der Kommunikation nach außen. Im Marketing. In der Werbung. Dass da oft eine Diskrepanz mit der Realität herrscht, macht im Bereich des Umweltschutzes der Begriff Greenwashing deutlich. Man wirbt mit etwas, dass sich gut anhört, aber in der Realität keine Entlastung für die Umwelt darstellt. Oft im Gegenteil. Zumal Produktionsprozess und Entsorgung im Marketing vernachlässigt wurde, um es freundlich auszudrücken.

Irgendwann Ende der 90er Jahre wälzte ich die Idee, eine Geschichte über die Psyche von Verschwörungsphantasten zu schreiben. Nie gemacht. Blöd gelaufen.