Ein viel zu wenig beachteter Aspekt geralt / Pixabay, Screenshot orf.at
17 Mär
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Ein viel zu wenig beachteter Aspekt

Eine Zunahme an häuslicher Gewalt gegen Frauen und Kinder ist zu befürchten. Recht eigentlich so gut wie sicher.

Rainer Nowak, Die Presse, hat es am Sonntag in der Runde der Chefredakteure kurz und irgendwie verschämt angesprochen: Der verordnete Rückzug in die eigenen vier Wände wird auch zu einer Zunahme an häuslicher Gewalt gegen Frauen und Kinder führen. Um das zu verifizieren, braucht es gar nicht die entsprechend hässlichen, schon vorliegenden Erfahrungsberichte aus China. Jeder Hobbypsychologe kann sich ausrechnen, an wem gewaltbereite Männer - die in der Regel auch nicht die Hellsten sind und nichts mit sich anzufangen wissen - in der Isolation ihre Aggressionen abreagieren.

Für die Regierung und alle die g´schaftigen Meinungsmacher war dieser Aspekt bislang buchstäblich nicht der Rede wert. Dabei benötigte die Situation angesichts der Ausgangsbeschränkungen eine besonders sorgfältige Koordination von effektiven Maßnahmen mit der Exekutive und Hilfseinrichtungen, die bald die Grenzen ihrer Kapazitäten erreicht haben werden.

Umso wichtiger, dass wenigstens die meistgelesene Website des Landes, orf.at, das Thema in einem Bericht aufgreift und auf die Notwendigkeit zusätzlicher Quartiere verweist. Und dass ein wenig Zivilcourage seitens der Nachbarn auch nicht falsch wäre.

 

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