Fake News: Videos kommen am besten an Pixabay
14 Sep
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Fake News: Videos kommen am besten an

Fake News kommen als Video besser an als in Audio- oder reiner Textform.

So eine aktuelle Studie der Pennsylvania State University. User glauben demnach bei Videos viel eher, dass die Geschichte echt ist, und neigen auch stärker dazu, die Falschinformation weiter zu teilen. „Wenn Sie etwas sehen, glauben Sie es eher, weil es so offensichtlich real erscheint“, begründet das Studien-Erstautor S. Shyam Sundar, Professor für Medienwirkung. Eben das mache Fake-News-Videos potenziell besonders gefährlich.
In einem Versuch glaubten rund 58 Prozent der Teilnehmer, dass ein Fake-News-Video in einer Instant-Messaging-App echt ist. Bei der gleichen Story als Audio-Datei waren nur 48 Prozent so vertrauensselig und bei einem Text-Artikel gar nur 33 Prozent. Der Grund dafür ist eigentlich banal. „Bei einem Text müssen Sie ihre eigene Vorstellungskraft nutzen, um sich in die in Worten beschriebene Situation oder Szene zu versetzen“, sagt Sundar. Bei einem Video dagegen würden Menschen aufgrund einer Informationsüberflutung dazu neigen, ganz einfach ihren Augen zu trauen - ohne darüber nachzudenken, dass sie womöglich gerade eine Lügengeschichte aufgetischt bekommen.
Die Studie hat auch ergeben, dass Menschen Videos bereitwilliger teilen. Volle 78 Prozent gaben in einem Experiment an, dass sie das machen würden. Bei einer Audio-Datei und einem Text lag der Anteil nur bei etwas weniger beziehungsweise etwas mehr als zwei Drittel. Videos gehen somit auch eher viral. Die Forscher haben jedoch festgestellt, dass es einen Unterschied macht, wer Fake News zu sehen bekommt. Insbesondere lassen sich Menschen, die wirklich tief in einem Thema stecken, im Gegensatz zu anderen doch eher von Text- und Audio-Fakes täuschen als von Videos.
Die relativ hohe Video-Gläubigkeit der Menschen können sich die Lügenbarone hinter diversen Falschinformationen immer leichter zunutze machen, heißt es. „Durch neue Technologien lassen sich Videos leicht manipulieren, um Deep Fakes zu erschaffen“, warnt Sundar. Wenn User einfach ihren Augen trauen, kann das somit äußerst gefährlich werden. Der Medienwissenschaftler verweist darauf, dass es in Indien aufgrund gefälschter Videos in sozialen Medien schon zu Aufruhr und Lynchjustiz gekommen sei.
Für die Studie haben die Forscher ihre Fake News den Usern in Form von WhatsApp-Nachrichten gezeigt, die die Probanden aber nicht auf ihre eigenen Geräte bekamen. Den Wissenschaftlern war nämlich das Risiko zu groß, dass die Geschichten dann weiterverbreitet würden. Auf WhatsApp wäre das besonders gefährlich. Denn dort sehen nur vorgesehene Empfänger eine Nachricht, Dritte können etwaigen Falschinformationen gar nichts entgegensetzen. Die Forscher empfehlen daher, dass WhatsApp Nutzern eine Nachdenkpause aufzwingen sollte, ehe sie Videos weiterleiten können.

pte

 



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