Tja, ein wenig Verwunderung herrschte hier und da schon, wie lasch die Polizei hier reagierte Tja, ein wenig Verwunderung herrschte hier und da schon, wie lasch die Polizei hier reagierte Screenshots
06 Jan
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Das sagten Trumps letzte Getreue

Bis auf den etwas indifferenten Berater Giuliani verurteilen alle namhaften Republikaner, die noch die Mär vom Wahlbetrug hochhalten, den Sturm aufs Capitol.

Die Aufnahmen, wie ein Mob von Anhängern des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump das Capitol gestürmt und belagert hat (und dabei auch wiederholt TV-Teams physisch angegriffen hat), kennt nun alle Welt. Die Reaktionen auf den einschlägigen Netzwerken sind, wie sie eben zu erwarten waren. Die Reaktion Trumps ebenfalls: Er wiederholte in einer Video-Botschaft auf Twitter – auf die hier bewusst nicht verlinkt wird - einmal mehr die Lüge, die Wahl sei ihm gestohlen worden und versicherte „die guten Menschen“, wie er das Terror-Pack nannte, ihren Ärger zu verstehen. Doch sie dürften „denen“ keine Argumente liefern und müssten jetzt nach Hause gehen (Twitter versah das Posting mit Warnhinweis, unterband Retweets und Likes und löschte es schließlich, wie weitere Tiraden Trumps, vollständig. Mittlerweile hat Twitter Trumps Account für - vorerst? - 12 Stunden gesperrt).

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Auf CNN wurde aber wiederholt die Frage aufgeworfen, was denn alle jene republikanischen Hardliner, die bis jetzt noch Trumps Behauptung eines Wahlbetrugs unterstützt hatten, denn jetzt zu sagen hätten.
Nun, auf Twitter verurteilen sie die Ausschreitungen. Alle - bis auf Rudy Guiliani. Der Anwalt und Sicherheitsberater des Bald-nicht-mehr-Präsidenten hatte zuvor öffentlich zum Kampf aufgefordert („trail by combat“), um gegen das Wahlergebnis vorzugehen. Nach den Ereignissen im Capitol adressierte er „alle die Patrioten, die die gefälschte Wahl anfechten“, sie seien „auf der richtigen Seite des Gesetzes und der Geschichte“. Aber der Präsident wolle, dass sie ihre Meinung friedlich ausdrückten. „Wir“ (die Reps) seien schießlich eine Law-and-order-Partei.

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Trumps Sohn Donald T. jr. schrieb das selbe, was Ö.s Bundespräsident Alexander Van der Bellen zur Ibiza-Affäre gesagt hatte: „So sind wir nicht“ . Wieder waren damit die Republikaner gemeint. Er appellierte an den Pöbel, friedlich zu bleiben und nicht wie „die andere Seite“ zu agieren.

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Der texanische Senator Ted Cruz forderte, dass der Sturm aufs Capitol JETZT zu stoppen habe. „Diejenigen, die Gewalt anwenden, gefährden die Sache, für die sie angeblich eintreten.“

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Und Josh Hawley, Senator von Missouri, dankte den Sicherheitskräften, die ihre Leben riskiert hätten - viele Kommentatoren auf Twitter wie auch auf CNN hatten indessen bekrittelt, dass die Polizei den gewalttätigen Pro-Trump-Randalierern viel lascher entgegengetreten sei als etwa Teilnehmern bei Black-Lives-Matter-Demos -, forderte ein Ende der Gewalt und die Bestrafung jener, die Gesetze gebrochen hätten.

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