Josef Mantl vernetzte sich mit Christian Gaugeler und Alexander Smutny von Facebook Josef Mantl vernetzte sich mit Christian Gaugeler und Alexander Smutny von Facebook Moving Forward
28 Mai
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Vernetzung und Verschwörung

Schnelle Kommunikation in der Krise, das war gerade in Zeiten des Shutdown sehr gefragt. Dazu suchte man nach Informationen über das Coronavirus und hoffte auf neue Durchbrüche.

Das gab auch Social Media Auftrieb. Besonders Facebook. Hierzulande wurde es hinter ORF TV und Hörfunk so häufig genutzt wie die Online-Portale der Tageszeitungen, so ergab eine ikp-Studie.
Die Strategie von Facebook in der Krise war Thema des letzten Moving Forward Round Table. „Die Verbreitungsgeschwindigkeit der sozialen Medien war in den letzten Wochen essenziell, um Informationen zu COVID-19 zu streuen. Auch Fake News fanden in diesem Umfeld einen fruchtbaren Boden, worauf die Netzwerke sofort mit neuen Strategien und Tools reagiert haben“, so die These von Moderator Josef Mantl (JMC), die er anschließend mit Christian Gaugeler und Alexander Smutny aus den Facebook-Europa-Headquarters in Dublin besprach.
Die Beiden nutzten die Gelegenheit, um ihr Netzwerk zu loben. So wiesen sie auf die Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hin, der auch kostenfreie Werbeanzeigen zur Verfügung gestellt würden. Außerdem habe man Faktenchecks durchgeführt und allein im April Warnungen zu rund 50 Millionen Beiträgen angezeigt. Daraufhin hätten Nutzer zu 95 Prozent auf den Inhalt verzichtet.
Die Account-Kräfte hoben zudem hervor, dass 100 Millionen US-Dollar an Werbeguthaben Klein- und Mittelunternehmen zur Verfügung gestellt worden seien, um deren wirtschaftliches Überleben zu sichern.
Vor allem aber sind Gaugeler und Smutny stolz auf die angestiegenen Nutzerzahlen. In stark betroffenen Gebieten wie Italien habe jeder vierte Internetuser auf Facebook zurückgegriffen. Die Messenger-Nutzung sei um 1.000 Prozent gestiegen, die Gesamtnutzung um 70 Prozent. Und Instagram TV sei um 200 Prozent gewachsen.