10. August 2021

Der Neue

Eigentlich war es eine fade Wahl. Denn egal, wer es wird – die wichtigsten Themen sind vorgegeben. Da wäre einmal der ORF Player. Der muss nun an den Start gebracht werden, egal, wie der Name des Generaldirektors lautet. Dann der neue Newsroom. Das Projekt ist nun da, fast fertig und muss mit Leben gefüllt werden. Alternative: Keine. Schließlich das neue ORF Gesetz. Hier schreibt die Anstalt immer fleißig mit. Aber im Kern braucht es: Mehr Bewegungsfreiheit in den digitalen Medien. Finanzielle Absicherung.
Die Konzepte waren daher auch relativ ähnlich. Weißmann betonte noch die Unternehmenskultur. Mehr Verantwortung für die Hierarchien nach der Generaldirektion. Mehr Transparenz. Ob das Wahlkampfgeplänkel oder ernst gemeint ist, wird man sehen.

Es ist kein Geheimnis, dass die SPÖ mit dem derzeitigen ORF-Generaldirektor auch weiterhin gut leben könnte. Vor allem, weil er ohnehin schon die entsprechenden Weichen in die Zukunft gestellt hat. Und die Wichtigste davon, ist SPÖ-Mediensprecher Jörg Leichtfried überzeugt, führt in Richtung Digitalisierung.

Die Redakteursvertretung nutzt die Debatte um die ORF-Reform, die nächstes Jahr in ein neues Gesetz münden soll.