Kartellklage gegen Apple Pixabay
14 Mai
geschrieben von 

Kartellklage gegen Apple

In den USA setzen sich Verbraucher gegen das Monopol des Apple App-Store zur Wehr. Das Oberste Gericht entschied nun, dass die Klage zugelassen werde.

Apple wollte dies verhindern. Mit dem Argument, dass es die Hersteller und nicht Apple sei, die die Apps verkaufen. Diese Argumentation verwarf das Gericht, weil es darin ein Schlupfloch für Monopolisten sah.
Den Verbrauchern stößt sauer auf, dass sie Apple Apps nur im Apple Store erwerben können. Pro verkaufter App verlangt Apple 30 Prozent des Erlöses. Allerdings argumentiert der Konzern auch damit, dass die überwiegende Zahl der Miniprogramme sowieso kostenlos angeboten würde.
Wie weit eine Entscheidung auch auf andere Anbieter Einfluss hat, steht noch nicht fest. So verkauft etwa auch der Google Play Store Apps für Android-Handys. Die können aber auch von anderen Quellen bezogen werden. Dann allerdings seien sie nicht sicherheitsüberprüft, betont Google.
Die Apple-Aktie schloss nach Bekanntgabe der Entscheidung des Obersten Gerichts mit einem Minus von fast sechs Prozent. Sollte im Hauptverfahren das heutige App-Store-Modell für wettbewerbswidrig erklärt werden, könnten Apple hohe Einnahmen entgehen und auch massive Rückzahlungen drohen.