Tarifdschungel bleibt Pixabay
10 Mär
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Tarifdschungel bleibt

Sie galten schon immer als kaum zu durchblicken: Die Tarife der Mobilfunker.

Immer wieder wurden sie von dem einen oder anderen ausgemistet mit dem Versprechen, es für die Kunden einfacher zu machen. Doch bei dem Versprechen ist es zumeist geblieben. Was dagegen auch in Österreich Realität wurde: Die Preise steigen. Das behauptet zumindest das Vergleichsportal tarife.at, das die Angebote der Mobilfunker von 2015 bis heute unter die Lupe nahm.
Ergebnis: „Eine Analyse der letzten Jahre zeigt, dass die durchschnittlichen Mobilfunkpreise seit 2016 kontinuierlich ansteigen“, so tarife.at-Geschäftsführer Maximilian Schirmer. In diesem Jahr sei die preisliche Talsohle erreicht worden. „Die Steigerung erfolgt in kleinen Schritten und wird häufig durch spezielle Rabatte ausgeglichen.“ Was die Angebote nach wie vor unübersichtlich mache.
Zu beobachten sei jedenfalls, dass sich die drei Netzanbieter von ihren Disount-Marken und Einmietern abkoppeln. So stellte man fest, dass der Preis-Median über alle Angebote seit 2016 von 15 auf 20 Euro gestiegen sei. Während er allerdings bei den Discountern relativ stabil bei 12 Euro zu liegen komme, hätten die Premium-Marken auf rund 24 Euro angezogen. Dafür seien mehr Zusatzleistungen inkludiert worden.
Mit 5G stehe nunmehr eine neue Chance bevor, die Tarife deutlich zu heben. Was die speziellen 5G-Packages, die bis zu 99 Euro reichen, bereits vormachen. Dafür, so tarife.at, wurden weitere Zusatzleistungen eingepreist.
Stark ausgeweitet hat sich die Bandbreite an Spezialtarifen. So seien etwa jene für Kinder und Jugendliche um fast 100 Prozent angestiegen. Dass der Zyklus zwischen neuen Angeboten immer kürzer werde, trage ebenfalls nicht zum Lichten des Tarifdschungels bei. Beobachtet werden konnte zudem ein Trend zu Jahrestarifen, die im Voraus zu bezahlen seien.