Verizon stößt AOL und Yahoo wieder ab Pixabay
03 Mai
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Verizon stößt AOL und Yahoo wieder ab

Der Telekommunikationskonzern verkauft seine Mediensparte für fünf Mrd. Dollar an Finanzinvestor Apollo Global Management.

Damit erzielt Verizon rund die Hälfte des Preises, zu dem damals die beiden Marken eingekauft wurden. AOL gilt als einer der großen Unternehmen im Bereich Internetzugänge zu Anfangszeiten des Internet. Im Jahr 2000 zählte er 30 Millionen zahlende Kunden und war damit der größte Internetanbieter weltweit. Zwischenzeitlich war auch Time Warner an dem Unternehmen beteiligt und sogar Google kaufte sich einmal ein. Die Zahl der Kunden sank allerdings weiterhin, da nützte auch der Zukauf der Huffington Post nichts. 2015 kaufte schließlich Verizon das Unternehmen für 4,4 Mrd. Dollar.
Yahoo! dagegen war die erste Suchmaschine im Internet. Daneben bot man ebenso Dienste wie E-Mail und Terminplaner an. Mit dem Platzen der Dotcom-Blase geriet das Unternehmen in Schwierigkeiten. Man suchte nach alternativen Geschäftsfeldern und landete so 2005 etwa beim chinesischen Online-Warenhaus Alibaba. 2013 übernahm man die Plattform Tumblr. 2014 verkündete man das Ziel, mit digitalen Magazinen für Smartphones und Tablets Geld verdienen zu wollen. 2016 schließlich übernahm Verizon den Großteil von Yahoo um 4,8 Mrd. Euro. Die Beteiligung an Alibaba und Yahoo! Japan blieben eigenständig und werden nun unter dem Namen Altaba weitergeführt.
AOL und Yahoo! wurden von Verizon schließlich 2017 zu Oath zusammengeführt. 2019 wurde die Sparte wieder umbenannt, diesmal in Verizon Media. Nun an Apollo Global Management verkauft. 4,25 Mrd. Dollar kann Verizon dabei in Barem einstecken, 750 Mio. Dollar werden in Form von Aktien bezahlt. Und: Verizon bleibt mit 10 Prozent beteiligt. Teil des Deals sind auch die Blogs wie Engaged oder Techcrunch.

 



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